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Fehmarnbeltquerung: Lübeck klagt gegen Beschluss

Nation

Stand: 12.09.2026 14:38 Uhr

Lübeck klagt gegen die feste Fehmarnbeltquerung. Das hat die Stadtverwaltung heute mitgeteilt. Die Stadt möchte damit die Einschränkungen für die Lübecker Häfen gerichtlich überprüfen lassen.

Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) sagte, die Klage falle der Stadt nicht leicht, weil sie ausdrücklich für die feste Fehmarnbeltquerung sei. Konkret richtet sich die Klage der Stadt vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen den Planfeststellungsbeschluss im Bereich Lübeck. In den Planungen strebt das Eisenbahn-Bundesamt laut Verwaltung der Stadt keine nachhaltige, funktionierende Gesamtlösung für den Bahnverkehr in und um Lübeck an, so Lindenau.

Stadt Lübeck befürchtet weiter infrastrukturelle Defizite

Würden die Pläne so umgesetzt werden, könnten sich nach Einschätzung der Stadtverwaltung infrastrukturelle Defizite auf Jahrzehnte verfestigen. Das würde vor allem die Schienenanbindung des Fährhafens betreffen. Darauf habe die Stadt von Anfang an hingewiesen, an den Plänen habe sich jedoch nichts mehr verändert.

Studie: Bahnnetz nicht ausreichend gewappnet

Bereits Anfang des Jahres hatte eine Studie der Stadt außerdem gezeigt, dass das Bahnnetz im Bereich Lübeck nicht für das erhöhte Verkehrsaufkommen gewappnet ist, das durch die feste Fehmarnbeltquerung erwartet wird.

Am Montag endet die Frist dafür, Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss einzureichen. Danach hätte die Stadt nicht mehr gegen das Verfahren vorgehen können. Das Urteil könnte eine unmittelbare Wirkung auf den Planfeststellungsbeschluss haben.

Das Eisenbahnbundesamt war am Samstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Tunnel zwischen Puttgarden und Rødbyhavn nach 2030 fertig

Zwischen Puttgarden auf der Ostseeinsel Fehmarn und dem dänischen Rødbyhavn entsteht derzeit ein 18 Kilometer langer Unterwassertunnel. Fertig sein soll das Bauwerk nach Angaben der Betreibergesellschaft Femern A/S voraussichtlich erst nach 2030.

Durch den Tunnel sollen eine vierspurige Autobahn sowie Gleise führen. Autos werden etwa zehn Minuten für die Reise durch den Fehmarnbelt benötigen, Züge etwa sieben. Das Projekt gilt den Angaben zufolge als eines der größten Infrastrukturprojekte Europas.

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