Fendt stellt neuen Raupentraktor 1100 Vario MT Gen2 in den USA vor
Fendt bringt in Nordamerika die zweite Generation des Raupentraktors 1100 Vario MT auf den Markt. Die Baureihe umfasst weiterhin vier Modelle. Unter der Haube fällt der Leistungssprung allerdings überschaubar aus. Die Motorleistung steigt gegenüber dem Vorgänger um 7 bis 10 PS. Was gleich bleibt: Je nach Modell arbeitet im Fendt 1100 Vario MT Gen2 ein MAN-Sechszylinder mit 15,2 oder 16,2 Litern Hubraum.
Deutlich größer als der Leistungssprung fallen die Änderungen am Fahrerarbeitsplatz aus: Neu ist die FendtOne-Bedienung mit den drei neuen Terminals, dem Fahrhebel und dem sogenannten 3L-Joystick für die hydraulischen Steuerventile. Die Neuerungen an der Kabine überraschen allerdings nicht. Der 1100 Vario MT Gen2 übernimmt die bereits 2025 für den 800 Vario und 1000 Vario vorgestellte Kabine.
Dazu gehören unter anderem eine Vierpunkt-Kabinenfederung, ein neuer Fahrersitz sowie ein das neue Konzept mit den vielen Arbeitsscheinwerfern. Außerdem soll der neue Kabinenluftfilter sich kontinuierlich selbst von Staub befreien und damit den Wartungsaufwand unter staubigen Einsatzbedingungen reduzieren.
Fendt bietet die Kabine in den vier Ausstattungsvarianten an:
Vision Essential
UltraVision Essential
Vision Supreme
UltraVision Elite
Der 1100 Vario MT Gen2 nutzt weiterhin das stufenlose VarioDrive-Getriebe TA400T. Auch die Hydraulikleistung bleibt mit 220 beziehungsweise optional 440 l/min auf dem Niveau des Vorgängers.
Neu abgestimmt wurde dagegen die Steuerung von Zugstange und Dreipunkt, die sich abhängig vom Lenkeinschlag mitbewegen sollen. Fendt verspricht dadurch mehr Traktion und eine bessere Wendigkeit.
Fendt kündigt den 1100 Vario MT Gen2 zunächst für den nordamerikanischen Markt an. Erste Maschinen sollen 2027 ausgeliefert werden.
Der Raupentraktor MT ist der einzige Traktor von Fendt, der nicht in Marktoberdorf gebaut wird. Fendt baut den Raupentraktor MT im US-amerikanischen Jackson, Minnesota.
Die Neuheiten auf der Farm Progress Show unterstreichen den stärkeren Fokus von Fendt auf Nordamerika. Viele Traktor-Neuheiten aus der Vergangenheit (beispielsweise Row-Crop für Fendt 700 Vario Gen7) wurden auf den US-Amerikanischen Mark angepasst.
Parallel investiert der Konzern in die Infrastruktur: Zum 1. September eröffnet AGCO in Kalifornien ein neues Ersatzteillager. Nach Unternehmensangaben wird damit die Kapazität an der US-Westküste mehr als verdoppelt. Auch die Marke Fendt wird von dort aus mit Ersatzteilen versorgt.