Fenerbahçe: Trainer Kartal verkündet Rücktritt - Präsident widerspricht
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Absolutes Chaos nach dem Champions-League-Auftakt. Fenerbahce Istanbul ist nach 18 Jahren zurück in der Königsklasse, kommt aber gegen die AS Rom nicht über ein 1:1 hinaus. Und plötzlich tritt aus heiterem Himmel Trainer Ismail Kartal (56) zurück!
In der Pressekonferenz nur eine Stunde nach dem Spiel sagte er: „Ich habe heute Abend mein Amt niedergelegt. Ich habe diese Entscheidung getroffen, um meinem Verein den Weg für die Zukunft freizumachen. Ich bin zurückgetreten, solange es noch ging, und habe nicht die Absicht, jemals zurückzukehren.“ Kartal hatte im Juni zum bereits vierten Mal den Posten an der Seitenlinie des Klubs übernommen. Er war schon zwischen 2014 und 2015, im Jahr 2022 und von 2023 bis 2024 im Amt. Jetzt soll Schluss sein.
Dabei war die Leistung gegen die AS Rom gar nicht schlecht, Fenerbahce hatte sogar die besseren Chancen. Aber am Ende blieb es bei den Toren von Bryan Cristante (39. Minute) für die Roma und Archie Brown (48.) für die Türken.
Kartal sagte weiter: „Es war eine großartige Zeit. Ich möchte mich bei all meinen Fans, Medienvertretern, Mitarbeitern und Spielern bedanken, die mich bis heute unterstützt haben. Wir haben diese Entscheidung gemeinsam als Team getroffen.“
Plötzlich widerspricht der Präsident
Das sieht einer jedoch ganz anders. Präsident Aziz Yildirim versuchte im Anschluss, das Gesagte wieder einzufangen: „Ich habe mit Ismail Kartal gesprochen. Er hat jetzt drinnen gesprochen. Er sagt, Fans haben Flaschen auf ihn geworfen. Er spricht von Druck.“ Noch sei Kartal Coach von Fenerbahce. „Die Fans sollen zu ihrem Trainer stehen.“ Auch der Club reagierte mit einem Statement und teilte mit, dass der Flaschenwerfer mit einem Stadionverbot belegt wurde.
Fenerbahçe ist erstmals seit der Saison 2008/09 wieder zurück auf der ganz großen Fußballbühne. Und es zählt zum Kreis potenzieller Überraschungsteams. Denn das Team ist eine unangenehme Mannschaft – mit namhaften Stars. Nun brodelt es hinter den Kulissen offenbar gewaltig. Kartal hatte Fenerbahce durch drei Qualifikationsrunden gegen Górnik Zabrze, Sturm Graz und Olympique Lyon in die Champions League geführt. In der Liga verlor das Team jedoch das Derby gegen Besiktas mit 1:2 – der Druck auf den Coach wurde daraufhin offenbar größer.