FenerbahçesTollhaus hält Romas Offensive stand
Im ersten internationalen Duell der Klubs machten anfangs vor allem die Fans Stimmung - das Spiel nahm erst gegen Ende der ersten Hälfte richtig Fahrt auf. Mit einem Fernschuss brachte Bryan Cristante die Roma in Front (38.). Kurz nach der Pause glich Archie Brown per Chipball aus (48.). Nach einem wilden Hin und Her der zweiten Halbzeit traf Nathan Aké nur die Latte (87.) und verpasste Istanbuls Lucky Punch.
Wenig Chancen zu Beginn
Der Auftakt der Partie wurde durch ein gellendes Pfeifkonzert eingeläutet: So begrüßten die extrem lauten Istanbuler Fans die Roma bei Ballbesitz. AS Rom begann kontrolliert mit Ballbesitzfußball aus der Abwehrreihe, im letzten Drittel fehlte es aber schnell an Genauigkeit.
Die ersten Chancen ließen bis zur elften Minute auf sich warten, waren dann überraschend auf Istanbuls Seite: Fenerbahçe-Star und 40-Millionen-Neuzugang Mason Greenwood tankte sich rechts außen durch und legte kurz vor dem Strafraum ab auf Bartuğ Elmaz. Der zog direkt ab, doch sein Schuss war zu unplatziert (11.).
Dybala mit der ersten Großchance
Fenerbahçe, das anders als Rom mit zwei Siegen aus vier Spielen holprig in die Saison gestartet war, gewann nun Mut und damit mehr Ballanteile. Doch nach einer Umschaltsituation schnappte sich Manu Koné den Ball und setzte im Strafraum Paulo Dybala in Szene. Aus wenigen Metern wuchtete er den Ball Richtung Tor und zwang Ederson zu einem starken Reflex (21.).
Bis zur 39. Minute passierte nicht viel, weil beide Abwehrreihen kaum Chancen zuließen. Rom kombinierte sich gemächlich um den Fenerbahçe-Strafraum, dann legte Donyell Malen nach rechts zu Bryan Cristante quer. Der Kapitän nahm den Ball ein paar Meter mit, täuschte kurz an und fasste vor der rechten Strafraumkante ein Herz: Sein Pfeil aus 18 Metern schlug unhaltbar flach in der linken Ecke ein, Torwart Ederson streckte sich vergeblich (39.). Mit einer knappen Führung für Rom ging es in die Halbzeit.
Archie Brown knippst das Stadion an
Mit Ungenauigkeiten im offensiven Passspiel wirkte Fenerbahçe anfangs der zweiten Hälfte erst noch beeindruckt vom späten Rückstand. Doch dann schien Rom ungeordnet, was der starke Greenwood ausnutzte. Aus der Zentrale schickte er den links durchstartenden Verteidiger Archie Brown auf die Reise, der den Ball perfekt über Svilar ins Tor lupfte (48.).
Elfer oder Freistoß?
Jetzt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beiden Mannschaften das nächste Tor zuzutrauen war. Nach einer Solo-Aktion von Dybala, der in Feners Strafraum eindrang, ließ Aktürkoğlu unnötig das Bein stehen. Dybala fiel im Strafraum, doch der Schiedsrichter entschied nach kurzer Überlegung auf Freistoß. Diesen legte Dybala quer, statt es selbst zu versuchen. So konnte der Ball geblockt werden (69.).
Nach einem Konter auf der anderen Seite legte der eingewechselte Romelu Lukaku für İrfan Kahveci quer. Seinen ungenauen Schuss gegen die Laufrichtung konnte Svilar gerade noch mit dem Arm abwehren (73.). Ein wildes Hin und Her mit mehreren Wechseln und gelben Karten ließ den Sieger bis zum Schluss offen. Doch auch wenn Nathan Aké in der 87. Minute am höchsten sprang, verpasste er den Lucky Punch mit seinem Kopfball an die Querlatte um ein Haar. Die letzten Aktionen gehörten dann wieder der Roma, doch es blieb beim 1:1.
Fenerbahçe zu Gast bei Villa, Roma gegen Real
Am zweiten Spieltag der Champions League ist Fenerbahçe am Mittwoch, den 14. Oktober zu Gast bei Aston Villa (21.00 Uhr). Die Roma empfängt ebenfalls am 14. Oktober Real Madrid und damit den ehemaligen Trainer Jose Mourinho, der die Roma zwischen 2021 und 2024 betreute (21.00 Uhr).