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Fernsehpreis-Verleihung mit politischen Botschaften

Unterhaltung

Unter anderem Entertainer Stefan Raab, Talkmaster Markus Lanz und Moderatorin Laura Wontorra haben den Deutschen Fernsehpreis gewonnen. Die Trophäen, mit denen die TV-Branche herausragende Leistungen würdigt, wurden bei einer Gala in Köln verliehen. Auch die Macher der Serie "Chabos" (ZDFneo) durften sich als große Gewinner des Abends fühlen - die Produktion wurde als beste Comedy-Serie ausgezeichnet, überdies gewann ihr junges Ensemble den Förderpreis. Insgesamt wurden 29 Preise verliehen.

Lanz konnte sich den Fernsehpreis in der Kategorie "Beste Information" sichern. Gewürdigt wurde er für seine Talkshow (ZDF). Es war bereits der zweite Fernsehpreis für den Moderator. Seine Dankesrede nutze Lanz für ein Statement. "Ich erlebe gerade so viele Leute, die sehr unsicher sind, die teils Angst haben", sagte der 57-Jährige. "Fürchtet euch nicht! Das, was jetzt gerade kaputtgeht, bauen wir irgendwann ganz lässig einfach wieder auf."

Applaus für politische Statements

Auch andere Preisträger äußerten sich politisch. Etwa Komiker Fabian Köster, der mit seiner Sendung "heute-show extra: Next Stop Köster" (ZDF) in der Kategorie "Beste Comedy/Late Night" gewann. "Gerade in diesen Tagen müssen wir uns das immer ins Gedächtnis rufen, müssen laut sein gegen Hass, gegen Hetze und gegen die Feinde der Demokratie, die so was abschaffen wollen", so Köster. Dafür gab es viel Applaus im Saal.

Stefan Raab konnte mit seiner Show "Wer weiß wie wann was war?" (RTL) einen Preis gewinnen. Moderatorin Laura Wontorra wurde ebenfalls für ihre Leistung in einer RTL-Show geehrt. Sie gewann für "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) in der Kategorie "Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung". Als besten Schauspieler würdigte die Jury Tom Schilling für die Serie "Achtsam Morden" (Netflix).

Hegemann fordert Schutz von Minderheiten

Als beste Schauspielerin setzte sich Karin Hanczewski für "Call My Agent Berlin" (Disney+) durch. Bester Fernsehfilm wurde "Olivia" (ZDF). Das Biopic erzählt die Lebensgeschichte der bekannten Dragqueen Olivia Jones. Die Verantwortlichen widmeten die Auszeichnung der LGBTQI+-Community. Hauptdarsteller Johannes Hegemann nutzte die Bühne, um für eine freie Gesellschaft zu werben. "Queere Menschen werden wieder zum politischen Feindbild gemacht", sagte Hegemann in seiner Dankesrede. Es seien in Deutschland aber Sichtbarkeit und der Schutz von Minderheiten nötig.

Den Preis für das Lebenswerk nahm der langjährige RTL-Nachrichtenmoderator Peter Kloeppel (67) entgegen. Der Deutsche Fernsehpreis wird seit dem Jahr 1999 verliehen und würdigt hervorragende Leistungen im TV und Streaming. Getragen wird er von ARD, RTL, Sat.1, ZDF und der Deutschen Telekom. Die Streaming-Anbieter Disney+, Netflix und Prime Video wirken als Partner mit.

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