Fernverkehr: Was, wenn kein ICE mehr in Münster und Bamberg hält?
Artikelzusammenfassung Der Streit um die Schiene ist eröffnet. Auslöser war Ende Juni eine für Gewerkschaften eher untypische Plakat-Offensive der EVG an mehreren Bahnhöfen, mit der sie vor dem Markteintritt des italienischen Anbieters Italo ab 2028 warnte: mehr Wettbewerb auf den profitablen Metropolenachsen, aber womöglich weniger ICE-Halte in der Fläche – ein klassischer Rosinenpickerei-Plot mit verkehrspolitischem Sprengstoff. Weil das Verkehrsministerium bislang auffällig auf Stand-by bleibt, legen nun die Grünen mit einem Gesetzentwurf nach, der den Bund stärker in die Regie holen, Fernverkehrsanschlüsse garantieren und über eine staatliche GmbH, Deutschlandtakt-Logik, niedrigere Trassenpreise und notfalls Ausschreibungen sogar neue Städte ans Netz bringen soll. Der Vorstoß reagiert auch auf einen schleichenden Rückbau, denn schon heute verschwinden Halte wie in Peine ganz oder werden in Jena und Riesa ausgedünnt – was die schöne Erzählung vom freien Markt ziemlich unsanft mit der Provinz kollidieren lässt. Nach Berechnungen auf Basis einer DZSF-Studie könnte diese Fernverkehrsgarantie 78 Städte neu anbinden, 81 weitere besser takten und den Staat 200 bis 400 Millionen Euro jährlich kosten; für Gastel ist das ein überschaubarer Preis, während Berlin noch prüft, prüft und prüft, obwohl neben Italo auch Flixtrain schon in den Startlöchern steht. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.