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Ferrari: Bringt das Motoren-Upgrade für Monza die Wende in der WM?

Sport

(Motorsport-Total.com) - Bei Ferrari herrscht aktuell Hochbetrieb: Für die Scuderia beginnt die Sommerpause Anfang nächster Woche. Entsprechend groß ist der Eifer, die beiden kommenden Grands Prix vorzubereiten, die direkt nach dem wohlverdienten Urlaub anstehen. Im Fokus stehen dabei die Rennen in den Niederlanden und in Italien: Zandvoort ist eine weitere Strecke ohne lange Geraden, auf der die Stärken des Ferrari eigentlich voll zur Geltung kommen müssten. Allerdings wagt es niemand, die Roten als Favoriten zu bezeichnen, denn man hat gesehen, wie die beiden Rennen endeten, bei denen man fest mit einem Sieg des SF-26 gerechnet hatte: als absoluter Reinfall. In Ungarn reichte es für Charles Leclerc als Vierter und Lewis Hamilton als Fünfter nicht einmal für einen Podestplatz. Beim Heimrennen von Max Verstappen wird die Scuderia nun einige Neuerungen bringen. Den klappbaren Flügel mit dem dreiteiligen Element in der Mitte des Hauptprofils werden wir dort aber wohl nicht wiedersehen. Ferrari konnte diese Lösung nutzen, so wie es McLaren bereits beim Großen Preis von Monaco getan hatte - dem einzigen Rennen, bei dem die FIA den Einsatz aktiver Flaps aus Sorge vor extremen Topspeeds im Straightline-Mode untersagt hatte. Den Gerüchten zufolge geht es also primär um eine Feinanpassung des SF-26 an die Streckencharakteristik von Zandvoort, während die Arbeiten an der Freigabe des ADUO2-Motors auf Hochtouren laufen. Dieser soll pünktlich zum Debüt in Monza einsatzbereit sein. Neuer Motor soll in Monza kommen Derzeit laufen die Dauertests auf dem Prüfstand, um die gesteckten Zuverlässigkeitsziele abzusichern: Die angestrebte Leistungssteigerung darf die Lebensdauer des 067/6 nicht im Geringsten beeinträchtigen. Für die Ingenieure um Motorenchef Enrico Gualtieri geht es in Monza um einen Großteil der Saison. Es ist kein Geheimnis, dass die zweite von der FIA zugestandene Ausbaustufe des V6-Turbos den Anspruch hat, den Leistungsrückstand auf den Mercedes M17 E Performance spürbar zu verkürzen - bei gleichbleibender Laufleistung der Komponenten. Hamilton und Leclerc haben bislang drei Motoren im Kontingent genutzt, während bei Mercedes sowohl Kimi Antonelli als auch George Russell bereits alle vier laut 2026er-Reglement erlaubten Einheiten eingesetzt haben. Ferrari kann die ADUO2-Spezifikation somit straffrei an den Start bringen, während ein Wechsel bei Mercedes beiden Piloten in Monza direkt die erste Startplatzstrafe einbringen würde (zur Motorenübersicht 2026). Bislang verläuft das Testprogramm der neuen Ferrari-Unit nach Plan, und man ist zuversichtlich, alle Checks rechtzeitig vor dem Heimrennen abzuschließen. Auch auf der Strecke war in dieser Woche einiges los: In Fiorano absolvierte Rafael Camara einen TPC-Test ("Testing of Previous Car"). Die Testfahrt diente dazu, den jungen Brasilianer auf einen bevorstehenden Test im Haas vorzubereiten. Dort wird er sich direkt mit Leonardo Fornaroli messen müssen - dem amtierenden Formel-2-Champion, den McLaren für 2027 an das US-Team verleihen möchte.

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