Ferrari Luce lässt grüßen: Jaguar zeigt den umstrittenen Type 01
Die Kritik an Jaguars radikalem Type-00-Konzept war deutlich. Auch der von Ex-Apple-Designer Jony Ive mitgestaltete Ferrari Luce sorgte für Diskussionen. Bei Jaguar dachte man sich offenbar: Warum nicht? Mit dem Type 01 bringen die Briten ihren umstrittenen Entwurf nahezu unverändert auf die Straße. BMW zeigt mit dem neuen iX4 derweil, dass es auch etwas bodenständiger geht.
Jaguar bleibt seiner Linie treu
Der Jaguar Type 01 übernimmt die ungewöhnlichen Proportionen des Konzeptfahrzeugs: extrem lange Motorhaube, flaches Dach, kantiges Heck und 23 Zoll große Räder. Bei über 5,20 Metern Länge verzichtet Jaguar sogar auf eine klassische Heckscheibe. Stattdessen übernimmt eine Kamera den Blick nach hinten. Innen warten vier Einzelsitze, ein geschwungenes 24-Zoll-OLED-Display und 38 Lautsprecher.
Technisch lässt sich Jaguar ebenfalls nicht lumpen. Drei Elektromotoren liefern bis zu 1.030 PS und 1.365 Nm Drehmoment. Von 0 auf 100 km/h geht es in 3,2 Sekunden. Der 118-kWh-Akku ermöglicht bis zu 720 Kilometer WLTP-Reichweite. Dank 850-Volt-Technik sind bis zu 350 kW Ladeleistung möglich.
Auch der Preis ist selbstbewusst: Mindestens 165.000 Euro verlangt Jaguar. Bestellungen sollen Anfang 2027 starten, Auslieferungen in der zweiten Jahreshälfte folgen.
BMW iX4: Weniger Provokation, mehr Reichweite
Deutlich alltagstauglicher und weniger als halb so teuer wirkt der BMW iX4. Das SUV-Coupé ist nach iX3 und i3 das dritte Modell der Neuen Klasse. Auch BMW setzt auf eine überarbeitete Designsprache, bleibt seiner bisherigen Markenidentität aber näher.
Zum Start gibt es zwei Allradvarianten. Der iX4 40 xDrive leistet 374 PS und erreicht bis zu 638 Kilometer. Der stärkere iX4 50 xDrive bringt es auf 469 PS und bis zu 828 Kilometer Reichweite. Sein 108,7-kWh-Akku lädt mit maximal 400 kW. BMW verspricht bis zu 387 Kilometer zusätzliche Reichweite in zehn Minuten. Später folgt der iX4 M60 mit 612 PS.
Alle Varianten unterstützen bidirektionales Laden. Innen setzt BMW auf einen 17,9-Zoll-Touchscreen und Panoramic Vision, das Informationen über die gesamte untere Windschutzscheibe projiziert.
Der Marktstart ist für März 2027 geplant, die Preise beginnen bei 70.900 Euro. Natürlich spielen Jaguar und BMW in unterschiedlichen Preisklassen. Dennoch könnten die Strategien kaum unterschiedlicher sein: Jaguar will um jeden Preis auffallen, BMW setzt stärker auf Technik und Alltagstauglichkeit. Welcher Weg erfolgreicher ist, werden die Käufer entscheiden.