Ferrari macht das Unsichtbare sichtbar: Neues Design für Hamilton und Leclerc
(Motorsport-Total.com) - Ferrari hat ein Sonderdesign für den Großen Preis der USA in Austin (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) vorgestellt. Die beiden SF-26 von Lewis Hamilton und Charles Leclerc erhalten ein Design, das den Entwicklungsprozess eines Formel-1-Autos in den Mittelpunkt stellt: von der ersten Skizze über technische Zeichnungen bis zum fertigen Rennwagen.
Dabei geht es nicht um eine grundlegende Veränderung der bekannten Ferrari-Optik, sondern darum, die normalerweise verborgene Entwicklungsarbeit sichtbar zu machen.
Ferrari beschreibt die Idee hinter dem Design so: Jeder Rennwagen beginnt mit einem Strich auf dem Papier. Bevor ein Formel-1-Auto erstmals auf die Rennstrecke geht, beschäftigen sich Designer, Ingenieure und Techniker über Monate mit seiner Konstruktion. Genau diese Arbeit soll die Sonderlackierung nach Angaben von Ferrari in den Mittelpunkt stellen.
Silvia Cavallaro, Leiterin Farbdesign bei Ferrari, erklärt den Ansatz so: "Die Folierung feiert den Weg von der Idee zur Realität. Denn jeder Ferrari beginnt mit Kreativität, Skizzen und technischem Fachwissen, lange bevor das Auto auf die Rennstrecke kommt."
Technische Zeichnungen als Gestaltungselement
Das Design greift Skizzen, Konstruktionszeichnungen und sogenannte Blueprints auf. Dabei handelt es sich um technische Zeichnungen, in denen unter anderem Bauteile und ihre Abmessungen dargestellt werden. Solche Darstellungen sind normalerweise ausschließlich in Entwicklungsunterlagen oder digitalen Konstruktionsmodellen zu finden. Für Austin werden diese Elemente nun Teil der äußeren Gestaltung des SF-26.
Damit will Ferrari jene Arbeit in den Vordergrund rücken, die bei einem Grand Prix üblicherweise nicht zu sehen ist. Nach Darstellung des Herstellers soll das Design zugleich auf die zahlreichen Mitarbeiter verweisen, die abseits der Rennstrecke an der Entwicklung der Formel-1-Autos beteiligt sind.
So wird die Ferrari-Sonderlackierung umgesetzt
Bei der technischen Umsetzung mussten die filigranen Zeichnungen auf die komplex geformten Karosserieflächen des Formel-1-Autos übertragen werden. Dafür waren nach Angaben von Ferrari mehrere Test- und Überarbeitungsphasen notwendig. Dabei sollten die grafischen Details möglichst präzise wiedergegeben werden und zugleich den Bedingungen eines Rennwochenendes standhalten.
Zum Einsatz kam nach Angaben der beteiligten Unternehmen eine Latex-Drucktechnologie von Ferrari-Titelsponsor HP, mit der die Motive auf die verwendeten Folien gedruckt wurden.