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Festival lädt Alphaville aus - Band empört über „Maulkorberlass“

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Kontroverse um Alphaville („Forever Young“): Die Band, angeführt von Sänger Marian Gold, wurde vom Glücksgefühle-Festival in Hockenheim ausgeladen. Grund sollen politische Äußerungen der Band sein.

Die Veranstalter teilten der Nachrichtenagentur dpa mit: „Unsere Bühne ist keine Plattform für politische Äußerungen. Das GLÜCKSGEFÜHLE Festival ist komplett unpolitisch – und das gilt unabhängig davon, in welche politische Richtung eine Äußerung geht: für rechts, für links oder für jede andere politische Richtung.“

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So hatte sich auch Markus Krampe, der das Event seit 2023 mit Ex-Fußballnationalspieler Lukas Podolski organisiert, zuvor in der „Bild“ geäußert.

„Diese Begründung gleicht aus unserer Sicht einem Maulkorberlass – uns allen bestens bekannt aus Diktaturen“, schreibt Alphaville-Sänger Gold in einem Beitrag auf Instagram. „Das eine derartige Einschränkung der Meinungs-, Rede- und Kunstfreiheit nun auf einem der größten Popfestivals Deutschlands angekommen zu sein scheint, empfinden wir als absolut untragbar und erschütternd.“

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Veranstalter sehen „inakzeptables“ Verhalten der Band

Die Veranstalter wiederum erklärten: „Das Verhalten von Alphaville und Marian Gold ist inakzeptabel. Wir lassen uns nicht in irgendeine politische Ecke drängen und werden uns hier mit allen Mitteln wehren.“ Eigentlich hätte die Band am Freitag bei dem Festival auftreten sollen.

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„Wir hatten Alphaville in diesem Jahr bereits bei zwei anderen Veranstaltungen zu Gast. Bei der ersten Veranstaltung kam es vonseiten der Band zu zahlreichen politischen Äußerungen von der Bühne. Deshalb haben wir im Vorfeld des zweiten Auftritts sehr deutlich kommuniziert, dass wir dies bei unseren Veranstaltungen nicht möchten“, hieß es zur Erklärung. „Bei diesem zweiten Auftritt wurde diese Vorgabe dann auch eingehalten. Vor dem GLÜCKSGEFÜHLE Festival haben wir deshalb noch einmal ausdrücklich daran erinnert und unseren Standpunkt klar kommuniziert.“

Weiter heißt es: „Uns geht es dabei ausdrücklich nicht um die politische Haltung von Marian Gold oder Alphaville und auch nicht darum, jemandem seine persönliche Meinung abzusprechen. Es geht ausschließlich darum, welchen Rahmen wir als Veranstalter für unsere Veranstaltungen und unsere Bühnen setzen.“

Worum es den Veranstaltern bei den Äußerungen konkret geht, bleibt unklar. Alphaville-Sänger Gold hatte sich zuletzt bei Konzerten in der Ansage des Songs „Carry Your Flag“ deutlich gegen rechtsradikale Tendenzen und für Toleranz eingesetzt. Das habe zu Diskussionen mit den Veranstaltern der „Glücksgefühle“ geführt, sagte Bandmanager Christian Mielke der dpa.

Auf seiner Instagram-Seite veröffentlichte der Künstler derweil eine Fotoreihe, die ihn vor Postern und Plakaten diverser linker Bewegungen zeigte: Darunter waren die Regenbogenflagge der LGTBQ-Bewegung, Antifa-Symbole, ein Appell für die Seenotrettung im Mittelmeer und eine Fahne mit dem Aufdruck „Kein Bock auf Nazis“.

In der Erklärung des Festivals heißt es hingegen: „Wir möchten den Menschen ein Wochenende ermöglichen, an dem sie den Alltag hinter sich lassen, abschalten und einfach eine gute Zeit haben können.“ Und weiter: „Genau deshalb haben wir darum gebeten, politische Äußerungen auf unserer Bühne zu unterlassen. Darauf konnten wir uns mit Alphaville letztlich nicht einigen, weshalb es nicht zu einem Auftritt gekommen ist.“

dpa/krott

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