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Ukraine-Krieg aktuell: Ratcliffe schlägt Dreier-Gipfeltreffen vor

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Ratcliffe will Ukraine-Krieg mit Dreier-Gipfeltreffen beenden: Selenskyj zeigt sich gesprächsbereit

Von: Simon Schröder, Nail Akkoyun

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Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Kiew trifft eine Ölraffinerie in Leningrad. Die Türkei bestellt den ukrainischen Botschafter ein. Der News-Ticker.

Update, 13:38 Uhr: Russland hat mit neuen Angriffswellen im Ukraine-Krieg gegen Energieanlagen gedroht. Die Armee bereite „massive Angriffe gegen Einrichtungen des Energiesektors der Ukraine“ vor, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Sonntag mit. Russland will damit nach eigenen Angaben Vergeltung üben für die ukrainischen Attacken auf russische Öl- und Energieanlagen. Nach einem russischen Angriff auf ein Munitionslager nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew erhöhte sich die Zahl der Todesopfer derweil auf 38.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Russland verlängert Exportverbot für Kraftstoffe nach ukrainischen Angriffen auf die Ölinfrastruktur

Update, 12:47 Uhr: Russland hat sein Exportverbot für Diesel, Schiffskraftstoff und Gasöl bis zum 30. September verlängert, um den heimischen Markt nach massiven ukrainischen Drohnenangriffen auf Raffinerien zu stabilisieren. Das berichtet die Kyiv Post. Im August verarbeitete Russland laut EA Analytics im Schnitt nur noch 3,8 Millionen Barrel Öl pro Tag – der niedrigste Wert seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Im Zuge des Ukraine-Kriegs hatte die Ukraine im August insgesamt 21 Angriffe auf russische Ölraffinerien durchgeführt. Die Folgen spürt Russland in der Versorgungslage. In den ersten drei Augustwochen sank die Benzinproduktion und -lieferung um knapp 20 Prozent im Jahresvergleich, die Dieselproduktion brach sogar um mehr als 23 Prozent ein.

Update, 11:25 Uhr: Finnlands Präsident Alexander Stubb hat deutsche Warnungen vor einem russischen Angriff auf NATO-Gebiet bis 2029 zurückgewiesen. „Ich sehe dafür einfach weder Belege noch Fakten“, sagte Stubb der Bild. Trotz seiner skeptischen Haltung mahnte der finnische Staatschef zur Wachsamkeit im Ukraine-Krieg: „Man sollte sich immer auf das Schlimmste vorbereiten, um es zu verhindern.“ Die Abschreckungsfähigkeit der NATO lasse einen russischen Angriff auf das Bündnis aus seiner Sicht unwahrscheinlich erscheinen.

CIA-Direktor schlägt Trump-Selenskyj-Putin-Gipfel vor

Update, 09:48 Uhr: CIA-Direktor John Ratcliffe hat bei seinem Besuch in Moskau ein Dreiergipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump, Russlands Präsident Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vorgeschlagen, um den Ukraine-Krieg zu beenden. Das berichtet das US-Portal Axios unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Quellen.

Ratcliffe traf am Dienstag in Moskau mit dem Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergei Naryschkin, sowie FSB-Direktor Alexander Bortnikow zusammen. Selenskyj wurde am Freitag über die Gespräche unterrichtet und steht dem Gipfelformat grundsätzlich offen gegenüber. Putin hatte die Idee bislang abgelehnt.

Update, 08:39 Uhr: Finnlands Präsident Alexander Stubb rechnet nicht damit, dass Russland wegen seiner wirtschaftlichen Probleme den Krieg in der Ukraine beenden wird. „Man sollte niemals die Fähigkeit der Russen unterschätzen, wirtschaftlich schwierige Zeiten durchzustehen“, sagte Stubb gegenüber der Bild. „Um das zu verstehen, müssen wir nur einen Blick zurück in die Sowjetzeit werfen.“

Den Krieg beenden werde weder der Kurs des Rubels noch ein Ansturm auf Banken, die Inflation oder das Zinsniveau. Stubb erklärte: „Der Druck ist da, aber man muss verstehen, dass ein Land, das sich im Krieg befindet, viel mehr aushalten kann als ein Land, das sich nicht im Krieg befindet.“

Ukrainisches Atomkraftwerk Saporischschja seit mehr als einer Woche von Stromversorgung abgeschnitten

Update, 07:26 Uhr: Das russisch besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) seit mehr als einer Woche von der externen Stromversorgung abgeschnitten. Die Anlage werde derzeit mit Notstrom-Dieselgeneratoren versorgt, erklärte die Organisation am Samstag. Der vorhandene Dieselvorrat reiche für etwa zehn Tage.

Die externe Stromversorgung sei infolge militärischer Aktivitäten auf der Nordseite des Flusses Dnipro ausgefallen, erklärte die IAEA. Die Behörde bemühe sich um eine örtliche Waffenruhe, damit beschädigte Stromleitungen repariert werden könnten. Eine zuverlässige externe Stromversorgung und sichere Versorgungswege seien für die nukleare Sicherheit „unverzichtbar“, erklärte IAEA-Chef Rafael Grossi.

Ukraine nimmt Russlands Wirtschaft ins Visier: Angriffe auf russische Ölraffinerie in Leningrad

Update, 05:58 Uhr: In der Region Leningrad im Nordwesten Russlands ist nach einem Drohnen-Einschlag ein Feuer in einer Ölraffinerie ausgebrochen. Regionalgouverneur Alexander Drosdenko schrieb auf Telegram, die Drohne sei nahe der Raffinerie im Bezirk Kirischi niedergegangen. Nach seinen Angaben wurden im Zuge des Ukraine-Kriegs insgesamt 42 Drohnen über der Region Leningrad abgeschossen – die Luftverteidigung sei weiterhin im Einsatz.

Update, 21:10 Uhr: Nach Luftangriffen auf zwei türkische Schiffe im Schwarzen Meer hat Ankara den ukrainischen Botschafter einbestellt. In dem Gespräch habe die Türkei „betont, dass die Sicherheit des Personen- und Güterverkehrs sowie der Schifffahrt und der Umwelt gewährleistet sein muss“, erklärte das türkische Außenministerium am Samstag.

Mit dem Schritt reagierte Ankara auf Angriffe auf türkische Schiffe am Mittwoch und Donnerstag. Dabei wurde nach türkischen Angaben zunächst das Containerschiff „Lider Bordo Mavi“ vor dem russischen Schwarzmeerhafen Tuapse attackiert. Am darauf folgenden Tag wurde demnach auch die „Lider Kocatepe“ zum Ziel, die dem ersten Schiff zur Hilfe gekommen war. Zu möglichen Toten oder Verletzten an Bord machte das Ministerium keine Angaben. Türkische Medien berichteten, dass ein beschädigtes Schiff in die türkische Hafenstadt Samsun geschleppt werden konnte.

Ukraine-Krieg: Zahlreiche Verletzte in Kiew durch Drohnen

Update, 19:15 Uhr: In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind im Tagesverlauf bei russischen Drohnenangriffen mindestens ein Mensch getötet und acht weitere verletzt worden. Bei dem Todesopfer handele es sich um ein zweijähriges Mädchen, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. In Kiew gelte weiterhin Luftalarm.

Unterdessen dauerten die Rettungs- und Bergungsarbeiten in Myla westlich von Kiew nach dem verheerenden russischen Angriff auf ein Munitionslager in einem Wohngebiet an. Nach Angaben von Innenminister Iwan Wyhiwskyj galten vier Menschen als vermisst. Bei dem Angriff am Freitagabend waren nach aktuellem Stand 37 Menschen ums Leben gekommen, rund 40 Personen wurden verletzt.

Update, 14:05 Uhr: Die Zahl der Toten nach dem russischen Angriff auf ein Munitionslager bei Kiew steigt weiter. Mittlerweile gehen die ukrainischen Behörden von mindestens 37 Menschen aus, die bei der Attacke getötet wurden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde bei dem Angriff auf das knapp fünf Kilometer von der Stadtgrenze Kiews entfernte Dorf Myla ein Unternehmensgelände getroffen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte keine Details, schrieb aber: „Es gibt Vorschriften: Munition darf es nicht neben Häusern und anderen Wohngebäuden geben.“ Er verwies auf eingeleitete Strafverfahren.

Ukraine-Krieg aktuell: vier Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen

Update, 13:00 Uhr: Bei ⁠ukrainischen Drohnenangriffen auf Russland und die annektierte Halbinsel Krim sind Behördenangaben zufolge mindestens vier Menschen getötet worden. In der russischen Grenzregion Belgorod kamen ​demnach drei Menschen ⁠ums Leben und neun weitere wurden verletzt. Drei der Verletzten befänden sich in einem ernsten Zustand, ⁠teilen die örtlichen Behörden auf dem Kurznachrichtendienst Telegram ​mit. Bei ⁠einem ukrainischen Drohnenangriff in ‌Sewastopol auf der Krim sei ein Mensch getötet worden, erklärte der von Russland ​eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram. ​Drei weitere Menschen seien verletzt worden.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Explodiertes Munitionslager – 27 Tote bei Kiew

Update, 11:20 Uhr: Bei einem russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadtregion ⁠Kiew sind in der Nacht nach Regierungsangaben mindestens 27 Menschen getötet worden. Regionalgouverneur sprach auf Telegram zudem von bisher 42 Verletzten. Aus ​dem betroffenen Gebiet im ⁠Bezirk Butscha würden mehr als 380 Menschen evakuiert. Wolodymyr Selenskyj sprach von erheblichen Schäden an der umliegenden Infrastruktur: „Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt“, schrieb der ukrainische Präsident bei Telegram.

Verluste für Russland

Update, 9:55 Uhr: Kiew hat am Morgen neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1420 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,48 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Zudem gibt die Ukraine an, in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 25 Artilleriesysteme und 1360 Drohnen zerstört zu haben. Nachfolgend ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen zu den russischen Gesamtverlusten im Ukraine-Krieg.

Soldaten: 1.485.200 (+1420 zum Vortag)

Panzer: 12.310 (+3)

Artilleriesysteme: 48.774 (+25)

Mehrfach-Raketenwerfer: 2070 (+3)

Luftabwehrsysteme: 1593 (+3)

Drohnen: 486.384 (+1360)

Marschflugkörper: 5060 (=)

Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen und basieren auf Schätzungen des ukrainischen Generalstabs.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew greift Rostow an

Update, 7:55 Uhr: Die Ukraine hat in der Nacht mehrere Handelslager in der russischen Oblast Rostow mit Drohnen angegriffen, darunter auch ein Logistikzentrum des E-Commerce-Riesen Ozon in Rostow am Don. Der Konzern teilte mit, eine Drohne habe das Lager getroffen und einen „kleinen Brand“ ausgelöst, der sofort gelöscht worden sei. „Wir haben den Betrieb in der Einrichtung vorübergehend eingestellt, damit der Notfalldienst das Gebiet inspizieren und sicherstellen kann, dass es vollständig sicher ist“, hieß es in einer Erklärung von Ozon. Gebietsgouverneur Juri Sljusar bestätigte Angriffe auf Rostow am Don sowie die Bezirke Aksay, Bagajew und Neklinowski. Sieben Menschen wurden demnach verletzt, darunter vier, die ins Krankenhaus eingeliefert wurden.

Ukraine-Krieg aktuell: Großbrand und Explosionen nach russischem Drohnenangriff in Vorort von Kiew

Update, 29. August, 6:35 Uhr: Eine russische Drohne hat in einem Vorort der ukrainischen Hauptstadt Kiew einen Großbrand und Explosionen verursacht und zahlreiche Menschen zur Flucht gezwungen. Nach dem Drohnenangriff am Freitagabend sei in dem Dorf Myla im Bezirk Butscha ein Feuer ausgebrochen, „begleitet von Explosionen“, erklärte der Chef der regionalen Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram. Deswegen seien bereits mehr als 200 Menschen in Sicherheit gebracht worden, darunter Kinder. Laut Tkatschenko gab es bei dem Vorfall mindestens sechs Verletzte.

Kiews Schläge tief im russischen Hinterland

Update, 21:45 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Moskau mit einer Intensivierung der Drohnenschläge im russischen Hinterland gedroht. „Die Aufgabe lautet: täglich 1000 Drohnen für Langstreckenangriffe gegen Russland. Derzeit führen wir durchschnittlich über 300 solcher Langstreckenangriffe aus – das muss mehr werden“, sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Die Ukraine müsse den Einsatz von Waffen zur Abwehr russischer Angriffe maximieren, betonte er.

„Sie haben bereits weniger Benzin, weniger Exporte und weniger Logistikkapazitäten“, sagte Selenskyj zu den Ergebnissen der seit Wochen andauernden Attacken in Russland. Das alles helfe, Russlands Kriegspotenzial zu verringern. „Es wird noch mehr solcher Verluste für sie geben, wenn Russland nicht bereit ist, vernünftig über ein Ende dieses Krieges zu verhandeln.“

Putin trifft Xi, Modi, Erdogan und Peseschkian

Update, 20:05 Uhr: Kremlchef Wladimir Putin trifft nächste Woche gleich mehrere Staats- und Regierungschefs zu politischen Gesprächen in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek in Zentralasien und danach auch in Russland. An diesem Montag werde es beim Treffen mit Chinas Partei- und Staatschef Xi Jinping auch um die geplante neue Gasleitung Sila Sibiri 2 (auf Deutsch: Kraft Sibiriens) gehen, teilte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow in Moskau mit. Am Rande des Gipfels der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) seien zudem Gespräche mit Indiens Premierminister Narendra Modi geplant.

Indien und China gelten für Russland als verlässliche Handelspartner, während die USA und die EU das Land wegen Putins Krieg gegen die Ukraine mit Sanktionen belegt haben. In Bischkek werde es auch um den Krieg in der Ukraine gehen, sagte Uschakow. Putin führt diesen Angriffskrieg inzwischen im fünften Jahr. Insbesondere Modi hatte Russland zu einer Beendigung der Invasion aufgefordert. Er und Putin sehen sich auch beim Gipfel der Brics-Länder am 12. und 13. September in Neu-Delhi.

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