Feuerfront in Belgien mehr als einen Kilometer breit - Belgien bittet Ausland um Hilfe
BRÜSSEL. Der Waldbrand in Belgien an der Grenze zu Deutschland weitet sich aus. Einsatzkräfte hoffen, dass Verstärkung aus dem Ausland und kühlere Temperaturen dazu beitragen, das Feuer im Naturschutzgebiet Hohe Venn unter Kontrolle zu bringen. Die Feuerfront erstreckte sich am Sonntagmorgen über einen Kilometer, wie der öffentlich-rechtliche Sender RTBF berichtete. Kurz erklärt: Großbrand im Hohen Venn in Belgien Der Großbrand im belgischen Teil des Hohen Venn nahe der deutschen Grenze ist außer Kontrolle, hat sich weiter ausgebreitet und bereits rund 2.700 Hektar zerstört. Wechselnde Winde und das schwer zugängliche Gelände mit Torfmooren erschweren die Löscharbeiten. Es besteht die Sorge, dass sich das Feuer weiter Richtung Monschau ausbreitet. Belgien erhält Unterstützung aus Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden. Rund 600 Menschen mussten bereits evakuiert werden. Das Feuer änderte dem Bericht zufolge in der Nacht wegen wechselnder Winde mehrmals seine Richtung. Unter Kontrolle ist die Feuerfront noch nicht. Der Brand, der als größter Waldbrand in der Geschichte Belgiens gilt, hatte bis Samstagabend nach Angaben der lokalen Behörden rund 2.700 Hektar Land zerstört. Neben den wechselnden Winden erschwert das unwegsame Gelände des Hohen Venns die Löscharbeiten. Nur wenige Straßen führen in das Gebiet, und ausgedehnte Torfmoore machen die Brandbekämpfung schwierig. Zum Vergleich: Beim Brand im nur 20 Kilometer von Monschau entfernten Hürtgenwald in der Eifel sind nach Angaben des Kreises Düren etwa 300 Hektar Wald vom Feuer betroffen. Feuer an der Grenze zu NRW Es wird befürchtet, dass sich die Feuerfront in Richtung Nordrhein-Westfalen ausbreitet. Die Lage auch für die Menschen in der grenznahen nordrhein-westfälischen Stadt Monschau ist deshalb angespannt. Zusätzliche Hilfe wird am Sonntag erwartet, nachdem Belgien andere EU-Länder um Unterstützung gebeten hat, so RTBF. Feuerwehrleute aus Deutschland und Luxemburg sowie zwei Hubschrauber aus den Niederlanden sind bereits vor Ort, teilten die lokalen Behörden mit. Nach einer Hitzewelle Anfang der Woche sanken die Temperaturen in Belgien über Nacht.