Feuerwehr befreit Krähe: Kunstwerk in Frankfurt wird zur Vogel-Falle
Das neue Kunstwerk an der Konstablerwache sorgt seit Wochen für Diskussionen: Für die einen ist "A Sky Full Of Hope" die nötige Aufwertung eines eher weniger einladenden Ortes, für die anderen eine unnötige Geldverschwendung. Jetzt bekommt die Debatte noch eine neue Dimension: Am Dienstagmorgen hat sich nach Angaben der Feuerwehr eine Krähe in der Netz-Skulptur verfangen. Einsatzkräfte mussten den Vogel mithilfe einer Drehleiter befreien. Anschließend sei er in eine Tierklinik gebracht worden. Der Krähe gehe es gut, teilte die Stadt am Abend mit. Der Vogel sei bereits wieder freigelassen worden. Künstlerin: Kein Risiko für Tiere Weder Künstlerin Janet Echelman noch die Stadt Frankfurt hatten mit einem solchen Vorfall gerechnet. Erst am Montag schrieb Echelmann in einem Beitrag in den sozialen Medien, dass bisher noch kein Vogel in einem der Netze verletzt worden sei. Sie hat sogar eigens eine Internetseite zur Sicherheit ihrer Werke für Vögel eingerichtet. Ähnliche Werke von ihr wurden zuvor auch schon in Dubai, Madrid, Mailand und Wien installiert. Echelmann erhalte regelmäßig Fragen zum Sicherheitsrisiko für Tiere, heißt es in dem Instagram-Post. Die verwendeten Netze seien aus dickerem Seil hergestellt als solche, die Vögel fangen sollten. Zudem seien die Öffnungen größer. Stadt will Vorfall analysieren "Der Vorfall widerspricht allem, was uns auf Grundlage der bisherigen fachlichen Einschätzung bekannt war", teilte auch die Stadt mit. Sie nehme die "unerwartete Situation" ernst: "Es wird analysiert, ob und welche konkreten Konsequenzen daraus zu ziehen sind, und ob die Situation fachlich neu bewertet werden muss", heißt es in der Mitteilung. Was das für die Kunst-Installation bedeutet, ließ die Stadt offen. Stadt sieht darin ein Angebot Laut Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) stammen die 2,3 Millionen Euro für "A Sky Full Of Hope" aus dem Budget des Stadtmarketings und war gewissermaßen übrig. Es sei nicht an anderer Stelle gespart worden, betonte sie vor der offiziellen Eröffnung des Kunstwerks am vergangenen Dienstag im Gespräch mit dem hr.