Feuerwehr im Großeinsatz: Schwarzer Rauch über Sellnrod
22.09.26 - Dichter schwarzer Rauch über dem Ort Mücke-Sellnrod im Vogelsbergkreis: Hier ist die Feuerwehr seit 16 Uhr am Montagnachmittag in der Stresemannstraße im Großeinsatz. Zuerst stand hier eine Scheune in Vollbrand, später griff das Feuer auch auf ein Wohnhaus und eine weitere Scheune über.
Die Feuerwehr ist in Mücke im Großeinsatz - noch bis in die Morgenstunden werden die ...Fotos: Justin Klenner/ Felix Weigl
Feuerwehr und Rettungsdienst kämpfen dort mehrere Stunden gegen die Flammen - auch am Montagabend noch. Die Feuerwehr hatte die Lage bald unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten dauerten allerdings bis in die frühen Dienstagmorgenstunden. Zwar sind nach Informationen des Polizeipräsidiums Osthessen die Löscharbeiten beendet, dennoch ist noch eine Brandwache vor Ort. Das Gebäude ist derzeit nicht bewohnbar.
Eine Person erlitt eine Rauchgasvergiftung. Der 31-jährige Bewohner wurde verletzt, als er einen Hund aus dem Wohnhaus rettete. Er wurde zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.
Der Gemeindebrandinspektor der Feuerwehr Mücke, Martin Schlosser, erklärt unseren Reportern vor Ort: "Ein Wohnhaus und zwei Scheunen standen in Vollbrand. Wir haben über 200 Einsatzkräfte inkludiert, mit DRK und der Bauberatung. Nachbarkommunen und Nachbarkreise unterstützen uns bei den Löscharbeiten." Die Schwierigkeit vor Ort war die Wasserversorgung. "Wir mussten zahlreiche Wechsellader und Tanklöschfahrzeuge heranführen, um die Wasserversorgung sicherzustellen."
Außerdem hatte sich ein Brandherd in einem schwer zugänglichen Bereich im Dach entzündet. Teile des Gebäudes sind nach dem Feuer einsturzgefährdet. Diese wurden mit einem Bagger auseinandergezogen, um besser löschen zu können. Bis in die Nacht kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen. Wie das Polizeipräsidium Osthessen gegenüber OSTHESSEN|NEWS mitteilte, sind die Löscharbeiten am frühen Dienstagmorgen beendet. Zur Kontrolle ist weiterhin eine Brandwache vor Ort.
Auch Landrat Dr. Jens Mischak (CDU) war vor Ort
Landrat Jens Mischak (CDU) war ebenfalls vor Ort. Er erklärt: "Ich war auf der Autobahn und habe schon die schwarzen Rauchwolken gesehen. Die Kameraden haben sehr professionell agiert. Danke an die anliegenden Landkreise, die mit Drehleiter und Feuerwehrleuten aushelfen." Um sich ein Bild von der Brandursache und der entstandenen Schadenshöhe zu machen, werden die Einsatzkräfte am Dienstagmorgen erneut vor Ort sein. Nach ersten Schätzungen liegt die Schadenshöhe im sechsstelligen Bereich. (mp/mis) +++