DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,24 % 64.468,74 USD 12:30:52 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Feuerwehrauto nach sechstem Drohnenangriff in der Ukraine zerstört

Technologie

Soester Anzeiger Lokales Warstein Feuerwehrauto nach sechstem Drohnenangriff in der Ukraine endgültig zerstört Von: Christian Clewing Uns auf Google folgen Ein ausgemustertes Tanklöschfahrzeug aus Warstein hat in der ukrainischen Stadt Nikopol fast vier Jahre lang Brände bekämpft. Nun traf eine glasfasergesteuerte Drohne das Fahrzeug so schwer, dass es nicht mehr zu reparieren ist. Warstein/Nikopol – Fast vier Jahre lang leistete das ausgemusterte Tanklöschfahrzeug aus der Stadt Warstein in der ukrainischen Frontstadt Nikopol wertvolle Dienste bei der Brandbekämpfung und der Technischen Hilfe. Fünf Mal waren das Fahrzeug und die Einsatzkräfte der Feuerwehr in dem Zeitraum durch Artillerie und Drohnen angegriffen und getroffen worden. Bislang konnte das Feuerwehrfahrzeug immer wieder repariert werden, nun hat eine per Glasfaser gesteuerte Drohne für so massive Schäden gesorgt, dass das alte bei der Löschgruppe Allagen stationierte Feuerwehrauto nun reif für den Schrottplatz ist. Im November 2022 waren drei ausgemusterte Fahrzeuge aus dem Bestand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Warstein an die Feuerwehr der ukrainischen Stadt Nikopol in Belecke übergeben worden: ein Mannschaftstransportfahrzeug sowie zwei Tanklöschfahrzeuge, letztere waren ehemals bei den Löschgruppen in Hirschberg und Allagen stationiert. Eine Spendenaktion der Ukraine-Hilfe Berlin mit vielen Unterstützern auch aus der Stadt Warstein machte den Ankauf der Fahrzeuge möglich, die dann von Einsatzkräften aus der Ukraine in Warstein abgeholt worden waren. Nach einer Einweisung in die Technik machten sie sich auf die rund 2500 Kilometer lange Reise zurück in die Heimat – nicht nur mit den Fahrzeugen, sondern auch mit zusätzlicher Feuerwehrausrüstung. Als viertes Fahrzeug ging im August 2023 ein weiterer Bulli in die Ukraine, zudem spendete das Deutsche Rote Kreuz Warstein einen Logistik-Lastwagen, der im Oktober 2023 ebenfalls inklusive zahlreicher Ausrüstungsgegenstände auf die Reise geschickt werden konnte. Fast vier Jahre hat uns das Fahrzeug treue Dienste geleistet, nun endete sein Einsatz in unserer Einheit durch eine feindliche Drohne. Bereits mehrere Fahrzeuge verloren Der erste Totalverlust eines Fahrzeugs aus Warstein ereignete sich im Januar 2024. Damals waren gezielt mehrere Feuerwehr-Stützpunkte von russischen Drohnen angegriffen worden, unter anderem der in Nikopol. Dadurch geriet der Feuerwehr-Bulli aus Warstein in Brand, Fenster der Feuerwache wurden zerstört und auch Privatfahrzeuge der Einsatzkräfte beschädigt. Zwei weitere Totalschaden musste man im Sommer hinnehmen. Nach einem Angriff war ein Wohnhaus in Brand geraten, die zum Löschen herbeigeeilten Feuerwehrleute wurden gezielt per Drohne attackiert. Nach einem Frontaltreffer war das alte Tanklöschfahrzeug aus Hirschberg irreparabel zerstört. Und auch der Logistik-Lkw des DRK geriet unter Beschuss, erlitt ebenfalls einen Totalschaden. „Glück im Unglück: Es gab keine Verletzten“, hatte Vitali Olijnik von der Ukraine-Hilfe Berlin damals erklärt. Das war im Oktober 2023 anders, als zwei Feuerwehrleute bei einem Drohnenangriff verletzt wurden. Sie wollten einen brennenden Minibus löschen, als eine Drohne Granaten abwarf. Die beiden Männer mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Bei dem Angriff im Oktober 2023 wurde auch das ehemalige Allagener Tanklöschfahrzeug schwer beschädigt, aber es ließ sich reparieren. Wie auch nach vier weiteren Attacken aus der Luft. Um sich zumindest vor einem direkten Einschlag von Drohnen zu schützen, hatte man ein Metallgestell mit Maschendrahtzaun um die Mannschaftskabine geschweißt. Doch dieser Schutz reichte nicht aus. Angriff Nummer 6 mit einer „FPV-Drohne mit Glasfasersteuerung“, wie die Feuerwehr aus Nikopol berichtete, sorgte nun für so massive Zerstörungen durch den Treffer auf der rechten Fahrzeugseite am Übergang zwischen Kabine und Geräteraum, dass eine Reparatur nicht mehr möglich ist. „Fast vier Jahre hat uns das Fahrzeug treue Dienste geleistet“, heißt es aus Nikopol dazu, „nun endete sein Einsatz in unserer Einheit durch eine feindliche Drohne.“ Aktuell suche man keinen neuen Ersatz für das zerstörte Fahrzeug, wie Vitali Olijnik, bei der Ukraine-Hilfe Berlin zuständig für die Beschaffung von Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen, gegenüber unserer Zeitung berichtete. Man habe noch ein Löschfahrzeug in Reserve. Gleichwohl freut sich die Ukraine-Hilfe Berlin e.V. immer über Unterstützung für die vielfältigen Projekte in der Ukraine (www.ukraine-hilfe-berlin.de, Spendenkonto: DE24 8306 5408 0004 8722 15, Deutsche Skatbank).

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