Feuerwehrmann (32) stirbt nach Hornissenstich
rosenheim24-de
Welt
Welt-News
Feuerwehrmann stirbt mit nur 32 Jahren: Hornissenstich löst Tragödie in Österreich aus
Von: Martina Hunger
Uns auf Google folgen
Ein Hornissenstich hat in Österreich offenbar tragische Folgen gehabt. Ein erst 32 Jahre alter Feuerwehrmann aus Oberösterreich starb trotz des schnellen Einsatzes eines Notarztes. In seiner Heimatgemeinde ist die Bestürzung groß.
Hohenzell/Oberösterreich – Ein tragischer Todesfall sorgt in Österreich für große Bestürzung. Ein erst 32 Jahre alter Feuerwehrmann aus Hohenzell im oberösterreichischen Bezirk Ried im Innkreis ist nach einem Hornissenstich gestorben. Der Mann war Allergiker. Trotz des raschen Einsatzes eines Notarztes konnte sein Leben nicht gerettet werden.
Das Unglück ereignete sich am Donnerstag (20. August) im Gemeindegebiet von Mettmach. Nach übereinstimmenden Medienberichten wusste der 32-Jährige von seiner Insektengiftallergie. Sein Adrenalin-Pen soll in diesem Moment allerdings nicht griffbereit gewesen sein.
Feuerwehrmann stirbt nach Hornissenstich in Österreich
Wie „MeinBezirk“ unter Berufung auf Hohenzells Bürgermeister Thomas Priewasser berichtet, ereignete sich der Stich in den frühen Morgenstunden, bevor sich der Mann vom Wohnort seiner Freundin auf den Weg zur Arbeit machen wollte.
Eine schwere allergische Reaktion kann sich nach einem Insektenstich innerhalb kürzester Zeit entwickeln. Beim 32-Jährigen kam trotz schneller medizinischer Hilfe jede Rettung zu spät.
In seiner Heimat war der junge Mann bei der Feuerwehr und in mehreren Vereinen engagiert. Entsprechend groß ist die Anteilnahme. Bürgermeister Priewasser beschrieb ihn gegenüber den „Oberösterreichischen Nachrichten“ als ausgesprochen hilfsbereiten Menschen. Die Trauer im Ort sei „riesengroß“.
Feuerwehr nimmt Abschied von ihrem Kameraden
Auch die Feuerwehrgemeinschaft trauert. Das Bezirks-Feuerwehrkommando Ried im Innkreis veröffentlichte in den sozialen Netzwerken eine Traueranzeige. Darin wird der Verstorbene als Mensch gewürdigt, auf den in jeder Situation Verlass gewesen sei und der wegen seiner Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit und humorvollen Art im gesamten Bezirk geschätzt worden sei.
Besonders eng war seine Verbindung zur Freiwilligen Feuerwehr Emprechting. Laut Medienberichten war er dort bereits seit Jahren aktiv. Sein Tod trifft deshalb nicht nur Familie und Freunde, sondern auch zahlreiche Feuerwehrkameraden in der Region.
Als Zeichen der Trauer wurden Veranstaltungen abgesagt. Das geplante Reblausfest in Hohenzell fand nicht statt. Auch eine für September vorgesehene Fahrzeugsegnung der Feuerwehr wurde abgesagt.
In Österreich sterben jedes Jahr Menschen nach Insektenstichen
Wie gefährlich eine schwere allergische Reaktion sein kann, zeigen aktuelle Zahlen des österreichischen Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV). Zwischen 2016 und 2025 starben in Österreich insgesamt 68 Menschen nach Stichen von Bienen, Wespen oder Hornissen. Das entspricht im Durchschnitt fast sieben Todesfällen pro Jahr. Allein 2024 wurden 13 Todesfälle registriert.