DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -3,63 % 3.884,90 USD 21:59:59 Silber -5,86 % 49,14 USD 21:59:59 Brent -2,22 % 112,33 USD 21:59:57 WTI +0,93 % 102,95 USD 21:59:59 Bitcoin -0,77 % 77.175,01 USD 00:45:50 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:43 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:26:43 EUR/CHF -0,37 % 0,92020 CHF 22:28:43 EUR/JPY -0,14 % 175,816 JPY 22:28:43

FIFA-Boss Infantino bietet Reformen an - DFB-Präsident Neuendorf spricht von „Manöver“

Sport

Die Organisation FairSquare hält die überraschende Reformbereitschaft des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino für wenig glaubhaft. Das Angebot des massiv in der Kritik stehenden Schweizers, offen für eine externe Überprüfung der Governance und Änderungen in den Entscheidungsprozessen des Weltverbandes zu sein, sei "offensichtlich nicht ernst gemeint", kritisierte FairSquare-Direktor Nicholas McGeehan.

"Jeder sinnvolle Reformprozess würde eine feste Verpflichtung zu Regeln und Rechenschaftspflicht beinhalten, und wenn die FIFA ihre eigenen Regeln einhalten würde, würde Infantino sofort seines Amtes enthoben", sagte McGeehan, dessen Organisation Beschwerde gegen Infantino bei der FIFA-Ethikkommission eingereicht hat. Hintergrund sind mögliche Verstöße gegen dessen Neutralitätspflicht im Umgang mit US-Präsident Donald Trump.

McGeehan sieht den Vorstoß Infantinos, der am Montag einen Brief an die 211 FIFA-Mitgliedsverbände geschickt hatte, als weiteres Kapitel im "Kampf um Macht und Loyalität" zwischen der FIFA und der Europäischen Fußball-Union (UEFA). "Reformen" seien dabei "lediglich ein Mittel, das beide Seiten zum Angriff oder zur Verteidigung einsetzen", betonte McGeehan. Es sei wichtig zu beachten, dass UEFA-Chef Aleksander Ceferin "wahrscheinlich genauso wenig an ernsthaften Reformen interessiert ist wie Gianni Infantino".

Auch DFB-Boss Bernd Neuendorf bleibt nach Infantinos Vorstoß sehr skeptisch: "Ich halte das Schreiben für ein durchschaubares Manöver, um seine Wiederwahl im kommenden Jahr zu sichern. Grundsätzlich scheint nun auch die FIFA erkannt zu haben, dass Änderungen unerlässlich sind. Allerdings ist Gianni Infantino definitiv nicht die richtige Person, um einen Reformprozess zu moderieren. Er hat jegliche Glaubwürdigkeit verspielt."

Kritiker werfen Infantino seit dessen Amtsantritt im Jahr 2016 eine Abkehr von zahlreichen Reformen vor, die infolge des FIFA-Skandals eingeführt worden waren. Trotz der massiven Kritik aus Teilen der Fußballwelt strebt der 56-Jährige, der kürzlich mit seinem WM-Investorenplan gescheitert war, bei der Neuwahl im März 2027 eine weitere Amtszeit an. Vor allem die UEFA forciert einen Rückzug Infantinos, die Europäer werben ebenfalls mit der Forderung nach Reformen um Unterstützung im Weltfußball.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren