DAX +0,18 % 25.864,62 Pkt 18:00:00 MDAX +0,89 % 30.743,36 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,51 % 6.144,56 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,03 % 51.786,72 Pkt 22:34:56 S&P 500 -0,15 % 7.568,92 Pkt 22:30:13 Nasdaq -0,26 % 25.372,01 Pkt 23:15:59 Nikkei -1,41 % 62.191,65 Pkt 01:56:15 Gold -0,74 % 3.940,30 USD 02:01:06 Silber -2,11 % 49,65 USD 02:01:14 Brent -0,24 % 104,52 USD 02:01:06 WTI +0,40 % 96,85 USD 02:01:15 Bitcoin -0,54 % 76.917,56 USD 02:11:14 EUR/USD +0,34 % 1,12300 USD 02:10:27 EUR/GBP +0,05 % 0,83500 GBP 02:11:16 EUR/CHF +0,15 % 0,91750 CHF 02:11:15 EUR/JPY +0,58 % 177,740 JPY 02:11:16

Fifa: Gianni Infantino reist trotz Ausladung zu Jugendturnier in der Karibik

Sport

Dieser Ausdruck wurde am 23.08.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht

Umstrittener Fifa-Chef Infantino wird von Jugendturnier in der Karibik ausgeladen. Er reist trotzdem an

Sogar einer seiner Vizepräsidenten bat Gianni Infantino »im Namen des Fußballs«, nicht zu kommen. Doch trotz dieser Ansage ist der Fifa-Chef zu einem U14-Event in die Dominikanische Republik geflogen – und postete demonstrativ Kuschelfotos.

23.08.2026, 03.32 Uhr

War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback!

Der Druck auf den umstrittenen Fifa-Präsidenten Gianni Infantino bleibt extrem hoch. Jetzt forderte ihn der Präsident der nordamerikanischen Konföderation Concacaf auf, nicht bei einem Jugendturnier in der Karibik zu erscheinen.

Wie unter anderem die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, erhielt Infantino ein Schreiben von Victor Montagliani. Darin bat der Kanadier, der auch Vizepräsident des Fifa-Rates ist, den Chef des Fußballweltverbandes, dem U14-Turnier an diesem Wochenende in der Dominikanischen Republik fernzubleiben. Demnach würde seine Anwesenheit den »sportlichen Charakter« der Veranstaltung »untergraben«.

»Ich glaube, dass sich die Medien angesichts der Führungskrise bei der Fifa, die durch Ihren umstrittenen Vorschlag ›Fifa Forward Enterprise‹ ausgelöst wurde, auf diese Situation konzentrieren werden», hieß es in dem Schreiben von Montagliani (mehr zu dem Skandal um die WM-Rechte hier ). »Daher bitte ich Sie im Namen des Fußballs höflich, Ihre Teilnahme zu überdenken, da sie leider den sportlichen Charakter dieser wichtigen Nachwuchsförderungsmaßnahme untergraben wird.« Montagliani wird als ein möglicher Nachfolger von Infantino gehandelt.

Infantino ließ sich offensichtlich wenig beeindrucken. Er reiste ungeachtet der Ausladung am Freitag in die Dominikanische Republik. Dort traf sich der Funktionär unter anderem mit dem Minister für Sport und Freizeit, Kelvin Cruz, lokalen Politikern sowie mit Jose Deschamps, dem Vorsitzenden des dortigen Fußballverbandes. Unklar ist bislang, ob der 56 Jahre alte Schweizer auch das Jugendturnier selbst besuchen wird.

Bei Insta sieht alles nach bester Laune aus

Infantino veröffentlichte auf seinem Instagram-Account Fotos und Videos von dem Treffen . Einer der Clips zeigt eine kaum enden wollende Serie von Umarmungen und Nettigkeiten mit Funktionären und hochrangigen Gästen vor Ort. Dazu wird auch kurz das Logo des U-14-Turniers eingeblendet. »Ich freue mich sehr, hier in der Dominikanischen Republik zu sein, um zu besprechen, wie wir unsere fruchtbare Partnerschaft fortsetzen können, um den Fußball weiter zu stärken und durch den Sport und unser schönes Spiel mehr Chancen für junge Menschen im Land und in der Region zu schaffen«, schrieb der Fifa-Boss dazu.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Instagram, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Externen Inhalt anzeigen

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Infantino steckt in der größten Krise seiner Führungszeit. Besonders seine publik gewordenen und mittlerweile zurückgenommenen Pläne über die Einbindung von Investoren für zukünftige WM-Geschäfte sorgten für Entrüstung in der Fußballwelt. Dabei hätte Technologieinvestor Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit der Tochter von US-Präsident Donald Trump, Ivanka, verheiratet ist, über seine Investmentfirma Thrive eine Schlüsselrolle übernehmen sollen.

Vor allem die Europäische Fußball-Union ist auf Konfrontationskurs gegangen. Die Uefa will Infantinos Wiederwahl beim Fifa-Kongress im März 2027 verhindern. Zahlreiche Verbände unterstützen ihn aber nach wie vor. Auch einzelne karibische Verbände gelten als mögliche Unterstützer.

Wer gehofft hat, das Scheitern von Gianni Infantinos Investorenplänen rund um die WM könnte das Böse aus dem Fußball vertreiben, hat die Empörung der Verbände missverstanden. Darum ging es die ganze Zeit nicht. Mehr hier .

jok/dpa

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren