FIFA verkauft WM, DFB-Spieler Brown kommt beim FC Bayern an: Der Sport-Tag am Mittwoch, den 29. Juli 2026
Der Sport-Tag Ex-Profi rät FC Bayern: "Wäre eine Super-Verstärkung" Der ehemalige Bundesliga-Profi Valerien Ismael hat dem FC Bayern die Verpflichtung von Spaniens WM-Star Pedro Porro ans Herz gelegt. "Spaniens Pedro Porro hat gezeigt, dass er ein unglaublicher Verteidiger ist", begründete der 50-Jährige der "Sport Bild": "Er wäre wirklich eine Super-Verstärkung für den FC Bayern." Denn, auch Ismael weiß: "Außenverteidiger auf diesem höchsten Niveau sind immer schwer zu finden. Porro ist defensiv zweikampfstark und bissig, schnell und immer für eine gefährliche Offensivaktion gut. Er bringt einfach alles mit." Ismael könne sich den Spanier "super in Vincent Kompanys Mannschaft vorstellen, da wäre er richtig gut aufgehoben". Valerien Ismael, als Spieler unter anderem für Werder Bremen und Bayern München aktiv, arbeitete als Trainer zuletzt für Blackburn Rovers. Nun ist er "offen" für eine neue Aufgabe an der Seitenlinie. Rekord bringt Thomas Müller auf den Thron Thomas Müller rückte sich die goldene Krone auf dem Kopf zurecht und nahm auf dem überdimensionalen Thron Platz. Der 36-Jährige hatte auch allen Grund zum Jubeln: Bei der Shooting-Challenge der Major League Soccer (MLS) stellte der Fußball-Weltmeister von 2014 einen neuen Rekord auf. Mit 79 Punkten übertraf Müller die bisherige Bestmarke von Evander, der im Vorjahr 72 Punkte erzielt hatte. Der Brasilianer trat nach Müllers Vorstellung noch einmal außer Konkurrenz an, um nachzulegen - und kam ebenfalls auf 79 Punkte. Daraufhin setzte Müller dem Profi des FC Cincinnati seine Krone auf. "Ich liebe die Skills Challenge", sagte Müller sichtlich gut gelaunt auf seinem Thron. Die Shooting-Challenge ist Teil der MLS All-Star Skills-Challenge und findet traditionell am Vorabend des MLS All-Star-Games statt. Dabei stellen ausgewählte MLS-Profis ihre Schussgenauigkeit unter Beweis, indem sie innerhalb einer begrenzten Zeit möglichst viele Zielscheiben im und um das Tor treffen. "Froh, dass es wieder losgeht": Neuer nach WM-Debakel Der FC Bayern geht in die kommende Saison noch entschlossener als in die vergangene - behauptet jedenfalls Manuel Neuer. "Ich glaube, dass die Motivation gerade auch bei den Spielern da ist, noch mehr zu erreichen als in der letzten Saison", sagte der 40 Jahre alte Kapitän im Trainingslager der Münchner am Tegernsee. Zur Freude auf die neue Saison trügen nicht zuletzt die Verpflichtungen von Ismael Saibari und Nathaniel Brown bei, behauptete Neuer. "Ich glaube, dass die Neuzugänge auch nochmal genug Power mitbringen, dass sie uns weiterbringen." Erfolge mit dem FC Bayern sollen für Neuer und die anderen deutschen Nationalspieler die Enttäuschung der WM vergessen machen. "Irgendwie ist man auch froh, dass es wieder losgeht und dass man neue Ziele hat und viel erreichen kann auch mit dem Verein, und das ist jetzt unser Ziel", sagte er. In der vergangenen Saison gewannen die Münchner das Double und scheiterten erst im Halbfinale der Champions League am späteren Sieger Paris Saint-Germain. Zverev freut sich "riesig" auf umstrittenes Turnier Alexander Zverev nimmt auch 2026 am umstrittenen Tennis-Showturnier Six Kings Slam im saudi-arabischen Riad teil. Wie die Organisatoren der Unterhaltungsbehörde des Landes bekannt gaben, gehört der French-Open-Sieger und Wimbledon-Finalist zum sechsköpfigen Starterfeld. "Ich freue mich riesig", schrieb der 29-jährige Hamburger auf Instagram. Das sportlich bedeutungslose Turnier findet vom 21. bis 24. Oktober statt. Wie im Vorjahr sind in Jannik Sinner und Carlos Alcaraz die Nummer eins und zwei der Weltrangliste dabei. Auch Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic sowie der US-Amerikaner Taylor Fritz sind in der Halle erneut dabei. Lediglich für den Australier Alex de Minaur kommt es zur Premiere. ATP-Punkte können die Teilnehmer nicht sammeln, da das Turnier nicht Teil Tour-Kalenders ist. Finanziell dürfte es sich aber lohnen: Der zweimalige Champion Sinner erhielt 2025 neben 1,5 Millionen Dollar Startgeld auch 4,5 Millionen Dollar Siegprämie. Das Turnier ist in die Riyadh Season eingebettet. Mit dem Event-Monat Oktober erhofft sich das Königreich langfristig seine Abhängigkeit vom Ölgeschäft zu verringern. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatten dem Land in der Vergangenheit immer wieder "Sportswashing" vorgeworfen. Nach 114 Jahren: Gericht besiegelt Aus von Ex-Guardiola-Klub Nach 114 Jahren ist das Aus für den italienischen Traditionsverein Brescia Calcio besiegelt. Ein Gericht erklärte den Klub am Dienstag für insolvent. Mit der Entscheidung endet eine monatelange Krise des 1911 gegründeten Vereins, bei dem unter anderem Roberto Baggio, Pep Guardiola, Andrea Pirlo und Luca Toni spielten. Die wirtschaftlichen Probleme hatten sich in den vergangenen eineinhalb Jahren zugespitzt. Auslöser waren nach Behördenangaben ausstehende Gehalts- und Sozialversicherungszahlungen, die mit Steuergutschriften beglichen werden sollten. Diese wurden später als ungültig eingestuft. Nach Ermittlungen der Finanzkontrollbehörde erhielt Brescia einen Abzug von acht Punkten, wodurch der Klub aus der Serie B abstieg und UC Sampdoria die Klasse hielt. Klubbesitzer Massimo Cellino verzichtete anschließend auf die Anmeldung für die Serie C und erfüllte die finanziellen Auflagen nicht. Daraufhin entzog der Verband dem Verein die Profilizenz. Wegen Schulden von rund 20 Millionen Euro beantragte die Staatsanwaltschaft die Insolvenz. Nun übernimmt ein Insolvenzverwalter die Abwicklung des Vereinsvermögens. Mit Union Brescia gibt es bereits eine Profimannschaft, die den Aufstieg in die Serie B anstrebt. Die Zukunft von Brescia Calcio hängt vom weiteren Verlauf des Verfahrens ab. Fußball-WM in Deutschland? "Sehr gute Chancen" Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann hat sich für eine deutsche WM-Bewerbung ausgesprochen. Deutschland verfüge über die nötige Infrastruktur mit Blick auf Stadien, Verkehr und Hotels. "Jedes einzelne Spiel wird ausverkauft sein. Es wird ein Erfolg werden", sagte Hellmann, der auch Mitglied des DFB-Vorstandes ist, bei "The Athletic": "Für 2038 gibt es noch Spielraum für eine Bewerbung, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass wir für 2042 sehr gute Chancen haben, eine erfolgreiche Kampagne durchzuführen." Hellmann verwies auf die Heim-WM 2006. "Deutschland stand damals wirtschaftlich nicht gut da", sagte Hellmann. "Die Wahrnehmung Deutschlands wandelte sich 2006 komplett: von 'Die Deutschen sind zu ernst' zu 'Deutschland ist ein großartiges Land mit großer Gastfreundschaft'." Dies sei "die beste Marketingkampagne" gewesen, "die wir je durchgeführt haben." Und: "Die Türen, die wir auf dem Weltmarkt öffnen konnten, waren enorm." Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) prüft intensiv eine Bewerbung, Präsident Bernd Neuendorf hat die Überlegungen zuletzt bereits dem Präsidium der Bundesliga vorgestellt.