DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,68 % 64.748,15 USD 17:44:49 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Finals 2026: Triathlet Lührs triumphiert, Sturz-Schock auf Radstrecke

Sport

Als Lührs - die Zähne zusammengebissen - den finalen Sprint eröffnet, kann auch der letzte seiner 88 Konkurrent nicht mehr folgen. Justus Töpper (HYLO Team Saar/Viernheim) muss abreißen lassen und die letzten Meter am Steinhuder Meer werden für Lührs zum Triumphlauf. Er reckt die Arme gen Himmel, kurz bevor er das Zielband durchläuft. 52:12 Minuten stehen da auf der Uhr - nach 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen, auf denen für den 30-jährigen Mixed-Olympiasieger von Paris alles klappte. Der nationale Meistertitel - sein zweiter nach 2018 und 2022 - bedeute ihm "super, super viel. Deutlich mehr, als man vielleicht denken könnte", sagt Lührs wenige Minuten nach dem Erfolg im Sportschau-Interview. Und bei ihm ist das Glück in diesem Moment nicht nur hör-, sondern auch unübersehbar. Favoriten waren andere - allen voran Nygaard Priester Denn Lührs vom SSF Bonn Triathlon hatte trotz seiner imposanten Triathlon-Vita nicht zu den Favoriten des Tages gehört. "Ich hatte ein ganz schweres letztes Jahr", berichtet er nach dem Rennen. In die aktuelle Saison sei er zwar "eigentlich wieder ganz gut reingekommen". Um dann jedoch gleich den nächsten Rückschlag zu erleiden. Denn Lührs stürzte - auf der Strecke und in ein sportliches Loch. "Gefühlt war ich wieder ganz unten", sagt er. Und so ist an diesem Vormittag am Steinhuder Meer Lasse Nygaard Priester (HYLO Team Saar/Viernheim) der klare Anwärter auf seinen zweiten Meistertitel nach 2023. Der 30-Jährige ist in starker Form. Bei seinem Comeback, das das Prädikat 'beeindruckend' allemal verdient. Vor drei Jahren beim Triathlon-Weltcup in Chengdu (China) erlitt Nygaard Priester nämlich einen - zunächst unbemerkten - Herzinfarkt. Als der nun ständig schlappe Triathlet sich schließlich untersuchen ließ, bekam er die harte Diagnose. Monatelang war an Sport nicht zu denken. "Ich wusste von dem einen auf den anderen Moment nicht mehr, wie es weitergeht", erzählt er später in einem Interview. Lührs hält auf dem Rad das Tempo hoch Die Antwort gab er selbst. Der gebürtige Schleswig-Holsteiner kämpfte sich zurück. Seit Mitte 2025 ist Nygaard Priester wieder voll da - und besser denn je. Doch bei den Finals 2026 hakt es von Anfang an. Schon nach dem Schwimmen hat er 28 Sekunden Rückstand, liegt damit nur auf Platz 33. Es sei "extrem schwer, jetzt auf dem Rad die Lücke zu schließen", prognostiziert Teamkollegin Annika Koch, die bei diesem Rennen als Sportschau-Expertin im Einsatz ist. Zu schwer, wie sich herausstellen soll. Nygaard Priester robbt sich zwar heran, wirklich in Schlagdistanz kommt er aber nicht. Das liegt auch an Lührs. Der ist in der Spitzengruppe dabei und sorgt entscheidend mit dafür, dass das Tempo hoch bleibt. "Wir haben auf dem Rad top zusammengearbeitet, um die erste Gruppe am Rollen zu halten", berichtet der Sieger später. Schwerer Sturz von Fouchart auf der Radstrecke Während er vorwegfährt, gibt es in seiner Gruppe unmittelbar hinter ihm einen Schreckmoment. Der Franzose Basile Fouchart kommt zu Fall. Er ist bei den Finals 2026 am Start, weil die Deutschen Meisterschaften gleichzeitig ein regulärer Wettkampf der Triathlon-Bundesliga sind. In einer Kurve stürzt er ohne Fremdeinwirkung und fällt unvermittelt aufs Gesicht. "Ich hab's nur hinter mir krachen gehört und auf der nächsten Runde habe ich dann jemanden am Boden gesehen mit Krankenwagen", sagt Lührs. Er könne "genau nachvollziehen, wie scheiße das ist. Ich hoffe, es ist nichts Schlimmeres." Tatsächlich gibt es nach den erschreckenden Bildern zumindest vorsichtige Entwarnung. Fouchart ist die ganze Zeit bei Bewusstsein, ansprechbar und befindet sich bereits während des Rennens auf dem Weg ins Krankenhaus. Lührs: "Habe es auf die letzten Meter ankommen lassen" Im Wettkampf werden die Bedingungen immer schwerer. Denn es fängt an zu regnen. Erst leicht, dann zunehmend stärker. Auf der rutschigen Strecke lässt sich Lührs aber nicht beirren. Beim Laufen bildet er schnell eine Spitzengruppe mit Justus Töpper und Jayden Scott Koslick (Triathlon Potsdam). Koslick fällt zuerst aus dem Trio heraus - und kurz vor Schluss dann eben auch Töpper. "Ich habe mich gut gefühlt beim Laufen und es so ein bisschen auf die letzten Meter ankommen lassen. Am Ende hat's gereicht", sagt der strahlende Sieger Lührs.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren