Finanzbericht: Red Bull zahlte Horner mehr als 118 Millionen Euro Abfindung
(Motorsport-Total.com) - Die Trennung von Ex-Teamchef Christian Horner hatte bei Red Bull ein gewaltiges Loch hinterlassen: Wie jetzt aus neu veröffentlichten Dokumenten des britischen Handelsregisters hervorgeht, erhielt der Brite im Vorjahr eine Gesamtabfindung von 100,482 Millionen Britischen Pfund, umgerechnet mehr als 118 Millionen Euro.
Horner war am 9. Juli 2025 in seiner Funktion als Formel-1-Teamchef durch Laurent Mekies ersetzt worden. Am 13. August 2025 schied Horner auch offiziell aus der gesamten Red-Bull-Gruppe aus. Die Jahresabschlüsse von Red Bull Racing und Red Bull Technologies, bei denen Horner als Geschäftsführer eingetragen war, schlüsseln die Abfindungspakete nun im Detail auf.
Demnach überwies Red Bull Racing eine Abfindung ("loss of office") in Höhe von 33,494 Millionen Pfund, also mehr als 39 Millionen Euro. Weitere 66,988 Millionen Pfund (rund 79 Millionen Euro) flossen über die Gesellschaft Red Bull Technologies. Damit beläuft sich die Gesamtsumme auf 100,482 Millionen Pfund.
Bereits im September 2025 machten erste Gerüchte über eine Millionschwere Abfindung die Runde. Damals war von einer Einigung in Höhe von umgerechnet 90 Millionen Euro die Rede. Nun kommt heraus, dass Horner sogar noch etwas mehr Geld bekommen hat.
Christian Horner kann sich Formel-1-Rückkehr vorstellen
Seit seinem Abschied aus dem Fahrerlager der Formel 1 stand Horner immer wieder im Zentrum von Spekulationen. Unter anderem wurde der 52-Jährige mit führenden Rollen bei Alpine und Ferrari in Verbindung gebracht. Bestätigt hat sich davon bislang jedoch nichts.
Horner blieb der Königsklasse vorerst fern und zeigte sich nach einer längeren Auszeit erst beim Großen Preis von Großbritannien 2026 in Silverstone erstmals wieder im Paddock der Königsklasse. Dort äußerte er sich auch zu seiner Zukunft in der Formel 1.
"Das ist das erste Mal, dass ich wieder vor Ort bin. Es ist großartig, zurück in Silverstone zu sein", verriet Horner im Gespräch mit Sky Sports F1. "Letztlich bin ich einfach ein Fans des Sports. Seit 1993 habe ich keine Ausgabe verpasst, deshalb tut es gut, hier zu sein."
Angesprochen auf eine mögliche Rückkehr hielt sich der langjährige Red-Bull-Teamchef alle Optionen offen, stellte jedoch klare Bedingungen: "Schauen Sie, ich habe die freie Zeit genossen. Ich war 20 Jahre lang am Stück mit den Red-Bull-Jungs unterwegs - und auch davor habe ich schon Motorsport gemacht."
"Es ist also das erste Mal überhaupt, dass ich etwas Zeit hatte, aus dem Hamsterrad auszusteigen", sagte Horner, der sich offenbar nicht im dauerhaften Ruhestand sieht: "Für mich käme eine Rückkehr allerdings nur dann infrage, wenn es die richtige Aufgabe ist - ein Projekt, mit dem man am Ende des Tages auch wirklich die Chance hat zu gewinnen."