DAX +1,62 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +2,07 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,31 % 52.377,57 Pkt 21:48:23 S&P 500 +1,30 % 7.722,60 Pkt 21:48:15 Nasdaq +2,01 % 26.477,81 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,26 % 64.067,10 Pkt 03:35:03 Gold +0,58 % 4.062,00 USD 03:46:45 Silber +0,03 % 54,13 USD 03:47:05 Brent -4,28 % 110,85 USD 03:47:01 WTI -0,59 % 101,16 USD 03:47:01 Bitcoin +0,08 % 80.867,68 USD 03:57:10 EUR/USD -0,39 % 1,11300 USD 03:56:45 EUR/GBP -0,12 % 0,83630 GBP 03:57:11 EUR/CHF -0,19 % 0,92300 CHF 03:57:11 EUR/JPY -0,18 % 175,699 JPY 03:57:12

Firas Remmo: Sohn von Clan-Chef veröffentlicht Chat mit Linkenpolitiker Koçak

Allgemein

Firas Remmo, Sohn des Berliner Clan-Chefs Issa Remmo, hat auf Instagram einen Screenshot eines mutmaßlichen privaten Chats mit dem Linken-Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak veröffentlicht. In den Nachrichten, die zu sehen sind, richtet Koçak »Grüße mit Respekt« an Issa Remmo aus. An den Sohn gewandt bittet der Linkenpolitiker zudem darum, ein Video einer seiner Reden aus dem Bundestag zu verbreiten. Koçak und Firas Remmo sprechen einander als »Bruder« an. Ob der Screenshot authentisch ist, ließ sich bisher nicht verifizieren.

»Wir halten zusammen und kämpfen gemeinsam für unsere Ziele«, kommentierte Remmo den von ihm geteilten Screenshot. Und weiter: »Wir sind Sieger. Wir sind Macher. Wir sind ein Team. Und gemeinsam schaffen wir Dinge, die alleine niemals möglich wären.«

Remmos Beitrag erhöht den Druck auf die Berliner Linke, ihre Kontakte zu Clan-Mitgliedern zu erläutern. Am Abend des Wahlsiegs der Linken in Berlin war Firas Remmos Vater Issa auf einer Wahlparty des Neuköllner Bezirksverbands anwesend. Der Verband distanzierte sich von dem Vorfall.

Linke distanzieren sich von Remmos Besuch

Koçak, der für Berlin-Neukölln im Bundestag sitzt, distanzierte sich von Remmos Besuch auf der Wahlparty. »Bei seinem Besuch war ich selbst nicht anwesend.« Die Wahlparty sei öffentlich zugänglich und grundsätzlich für alle offen gewesen.

Eine Sprecherin der Neuköllner Linken teilte mit, »die Person und ihre Anwesenheit« seien dem Verband nicht bekannt gewesen; Remmo habe nicht auf der Anmeldeliste gestanden. Zudem gebe es »weder politische noch persönliche Beziehungen« zu Remmo, das Auftauchen auf der Party habe daran »selbstverständlich« nichts geändert.

Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Linken in Berlin und mögliche Regierende Bürgermeisterin, äußerte sich ebenfalls zu Remmos Besuch auf der Wahlparty. »Er war nicht eingeladen und wurde wieder rausgeschickt«, sagte Eralp im ZDF. »Mit organisierter Kriminalität haben wir nichts zu tun, die bekämpfen wir.«

Koçak steht auch wegen der Anwesenheit eines antiisraelischen Extremisten auf derselben Wahlparty in Neukölln in der Kritik. Von Sonntagabend gibt es Bilder, auf der Koçak mit dem PFLP-Anhänger Ibrahim Ibrahim zu sehen ist.

Kritik am Begriff »Clankriminalität«

Die Großfamilie Remmo kam in den Achtzigerjahren aus dem Libanon nach Berlin. Zu der Familie mit inzwischen mehreren Generationen sollen einige Hundert Menschen gehören, einen Teil von ihnen ordnet die Polizei dem kriminellen Clanmilieu zu.

Familienmitgliedern werden zahlreiche Straftaten vorgeworfen. Für eine Beteiligung am Diebstahl der Goldmünze Big Maple Leaf aus dem Berliner Bode-Museum 2017 und den Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden 2019 wurden Angehörige der Familie verurteilt.

Der von Behörden teilweise genutzte Begriff »Clankriminalität« ist umstritten; nach Ansicht von Kritikern stigmatisiert und diskriminiert er Menschen mit Migrationsgeschichte allein aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft. Auch die Partei Die Linke lehnt die Bezeichnung weitgehend ab.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren