DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,57 % 4.432,00 USD 23:00:00 Silber -0,07 % 64,83 USD 22:59:58 Brent +1,75 % 88,59 USD 22:59:58 WTI +1,42 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 62.988,78 USD 04:08:02 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:29:21 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 00:09:22 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:29:21 EUR/JPY +0,38 % 184,365 JPY 23:29:21

Firma insolvent: Zukunft von etlichen Groß

Wirtschaft

Startseite Wirtschaft Deutscher Bau-Riese insolvent: Zukunft von etlichen Groß-Baustellen offenbar unklar Von: Richard Strobl Uns auf Google folgen Eine große Baufirma geht in die Insolvenz. Ein Fall von nationaler Tragweite: Es geht um etliche unfertige Projekte. Köln – Wieder eine Insolvenz, die die schlechte wirtschaftliche Lage in Deutschland vor Augen führt. Mit der Pandion-Gruppe aus Köln geht aber nicht irgendeine Baufirma insolvent. Pandion ist ein echter Bau-Riese mit etlichen laufenden Großbaustellen in Deutschland. Drohen die Projekte jetzt brachzuliegen? Noch scheint das in vielen Fällen offen. Der renommierte Kölner Immobilienentwickler PANDION AG hat am 10. August 2026 beim Insolvenzgericht in Köln einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Der Schritt umfasst neben der Dachgesellschaft auch fünf weitere Konzerneinheiten, darunter die Bereiche Real Estate, Vertrieb und Projektmanagement. Ziel der Eigenverwaltung ist es, die bereits eingeleitete Restrukturierung der Unternehmensgruppe in einem geordneten rechtlichen Rahmen fortzuführen und das Unternehmen langfristig zu sanieren. Bauriese Pandion geht in die Insolvenz – was passiert mit den laufenden Baustellen? Laut Mitteilung hatte man in den vergangenen Monaten „umfangreiche Restrukturierungs- und Finanzierungsmaßnahmen umgesetzt“. Dennoch habe man die Liquiditätssituation nicht stabilisieren können. Dann sei ein „wesentlicher Finanzierungsbaustein entgegen den bisherigen Erwartungen weggefallen“. Dadurch hätten auch angesetzte Maßnahmen nicht umgesetzt werden können. Auslöser für die Insolvenz war am Ende wohl eine fällige Zinszahlung über 3,6 Millionen Euro für eine Anleihe über 45 Millionen Euro, wie Boerse Global berichtet. Die Sicherheit der rund 190 Beschäftigten steht kurzfristig ebenfalls nicht infrage. Die Löhne und Gehälter sind für die Monate August bis Oktober 2026 über eine Insolvenzgeldvorfinanzierung durch die Bundesagentur für Arbeit abgesichert. Laut Mitteilung wird auch der Geschäftsbetrieb normal fortgeführt. In der Mitteilung heißt es aber auch: „Ziel ist es, die laufenden Projekte bestmöglich fortzuführen und gemeinsam mit den jeweiligen Projekt- und Finanzierungspartnern tragfähige Lösungen für die weitere Umsetzung zu entwickeln.“ Das lässt zumindest Raum für Spekulationen. Der Aktienkurs von Pandion ist zumindest eingebrochen. Bauriese in der Insolvenz: Münchner Projekt wohl gesichert – andere Baustellen offenbar fraglich Laut einem Bericht der Fachzeitschrift Boerse-Express hat die Insolvenz von Pandion für Unruhe gesorgt. Die Fertigstellung etlicher Bauvorhaben in ganz Deutschland stehe damit zumindest infrage. Dem Bericht nach sei nicht klar, ob die Bauarbeiten überhaupt und wenn ja, unter welchen Bedingungen weitergehen können. Üblich sei es in der Branche, in solchen Fällen abzuwägen, welche Bauvorhaben wirtschaftlich tragfähig sind und wo Partnerschaften oder Verkäufe möglich sind. Durch die Größe des Unternehmens handelt es sich um eine Situation von nationaler Tragweite im Wohnungs- und Gewerbebau. Entwarnung gibt es nach tz-Informationen in einem Fall: So wird etwa das Münchner Großprojekt „Officehome Beat“, das bereits vollständig an die Siemens AG vermietet ist, planmäßig fortgesetzt. In anderen Fällen ist dies offenbar nicht so klar. Das zeigt das Beispiel eines großen Projekts in Asperg. Auf Anfrage der Bietigheimer Zeitung antwortete Pandion, dass eine Aussage zur Zukunft des Projekts „zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich“ sei. Man suche mit den Partnern nach Lösungen. Die Unternehmensführung plant, bis zum 1. September detaillierte Hintergründe und die weiteren Schritte des Sanierungskonzepts vorzulegen. (Verwendete Quellen: Mitteilung Pandion, Boerse-Express, tz, Bietigheimer Zeitung, Boerse Global) (rjs)

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