DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Firma verbindet Luft- und Bodenverkehr

Technologie

Startseite Politik Fliegen für alle? Firma aus China will Flugauto mit KI massentauglich machen Uns auf Google folgen Chinas Flugauto-Pionier XPENG kombiniert einen Hybrid-Van mit einem Senkrechtstarter: Wie das ARIDGE-System Luft und Straße verschmelzen lässt. Peking – Die Zukunft der Mobilität ist nicht nur elektrisch, sondern auch transportabel und einsetzbar. Der XPENG ARIDGE Land Craft Carrier ist weniger Matrjoschka-Puppe als vielmehr Känguru und beherbergt das Flugauto des Unternehmens, das A868-Hochgeschwindigkeits-, Langstrecken- und Voll-Kipprotor-Flugzeug. Das Konzept zielt darauf ab, Luft- und Bodenverkehr flexibel zu kombinieren und neue Einsatzszenarien für Kurz- und Mittelstreckenreisen zu eröffnen. Content-Partnerschaft Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com. Das Duo ist dafür konzipiert, als eine Einheit verkauft zu werden, die den sechsrädrigen Plug-in-Hybrid-Van im Mutterschiff-Stil mit einem abnehmbaren Senkrechtstarter und -lander (eVOTL) kombiniert, der im hinteren Teil des Fahrzeugs untergebracht ist. So entsteht ein System, das sowohl als Transporter auf der Straße als auch als Start- und Landeplattform für das Flugauto fungiert. Zur Klassifizierung von eVOTLs gehören Multikopter, „Lift and Cruise“-Modelle und Kipprotor-Flugzeuge. In den kommenden Jahrzehnten sollen sie für den privaten, gewerblichen und Frachtluftverkehr eingesetzt werden. Branchenbeobachter erwarten, dass diese neuen Luftfahrzeugtypen ein wichtiges Segment der urbanen und regionalen Luftmobilität bilden werden. Vision aus China: So funktioniert das Flugauto ARIDGE A868 Der A868 ist für den Personenverkehr in niedriger Flughöhe ausgelegt. Er bietet Platz für zwei Personen und wird über einen Joystick gesteuert. ARIDGE-CEO Tan Wang sagte im vergangenen Jahr gegenüber Newsweek, dass man nur fünf Minuten benötige, um zu lernen, wie man das vier Tonnen schwere Fluggerät steuert, das teils Drohne, teils Hubschrauber ist. Die Kombination soll den Einstieg in die Luftmobilität stark vereinfachen. Das Flugzeug kann im Van verstaut und auch aus ihm heraus eingesetzt werden. Das eröffnet Start- und Landeoptionen praktisch überall dort, wo ein Van hinkommt und als Start- oder Landeplatz dienen kann. ARIDGE eröffnet zudem stationäre, sogenannte „Flight Camps“, die diesem Zweck dienen und arbeitet mit Partnern zusammen, um Hunderte dieser Basen rasch in ganz China aufzubauen. Künstliche Intelligenz treibt Chinas Flugautos voran Der Erfolg von ARIDGE hängt stark von KI ab. „Ich bin fest davon überzeugt, dass KI nicht nur eine digitale Fähigkeit ist. KI ist auch die zentrale Infrastruktur hinter allen KI-Autos, Flugautos, Robotik und dem gesamten Mobilitäts-Ökosystem“, sagte Wang gegenüber Newsweek. Die Systeme sollen Navigation, Steuerung, Sicherheit und die Interaktion mit bestehenden Verkehrsnetzen übernehmen. Die Schnittmenge von KI und Luftmobilität ist in den vergangenen Jahren durch den Start der Niedrighöhensparte der Wirtschaft im Jahr 2024 noch wichtiger geworden. Niedrige Flughöhe bezieht sich dabei auf den Luftraum unterhalb von 1000 Metern. In diesem Segment sehen Politik und Unternehmen großes Potenzial für neue Dienste, etwa Lufttaxis oder schnelle Gütertransporte. KI-Strategie: XPENG will Flugautos aus China massentauglich machen All dies ist Teil von XPENGs größerer „KI-für-alle“-Strategie, die KI als Rückgrat der Mobilität der Zukunft begreift und zugleich relativ erschwingliche Produkte anstrebt. „Unsere Vision ist einfach: allen gewöhnlichen Menschen die Freiheit zu geben, zu fliegen“, sagte Wang. Langfristig sollen so nicht nur Geschäftsreisende, sondern breite Bevölkerungsschichten von der Technologie profitieren. Heute ist der A868 jedoch noch alles andere als erschwinglich. Allein der Land Carrier kostet rund 280.000 US-Dollar. Damit richtet sich das Angebot zunächst vorwiegend an wohlhabende Privatkunden, Unternehmen und staatliche Stellen, die als frühe Anwender fungieren können. Booster für Chinas Wirtschaft? Flugautos könnten zum nächsten Milliardenmarkt werden Wang skizzierte den dreistufigen Entwicklungsprozess des Unternehmens, der eVOTLs zu Alltagsfahrzeugen und echten Flugautos machen soll. „Ich glaube nicht, dass die Flugautos auf einmal kommen sollten. Deshalb haben wir eine klare Drei-Schritte-Strategie. Der erste Schritt sind begrenzte Szenarien, der zweite typische Szenarien und der dritte ist voll dreidimensionaler Tür-zu-Tür-Transport, der die Fähigkeiten des Fliegens in der Luft und Fahrens am Boden in einem Auto vereint.“ Der eVOTL-Markt dürfte im nächsten Jahrzehnt stark wachsen, insbesondere in der zweiten Hälfte der 2030er-Jahre. Ein Whitepaper der Boston Consulting Group prognostiziert, dass Chinas eVOTL-Markt bis 2040 einen Wert von rund 23 Milliarden US-Dollar haben wird, wobei mehr als 90 Prozent dieses Werts aus Privatbesitz stammen sollen. Das deutet auf eine mögliche breite gesellschaftliche Akzeptanz hin. „Ich glaube, dass dies einer der wichtigsten Wachstumsmotoren für die Weltwirtschaft sein wird, nicht nur für China“, sagte Wang. Sollte sich die Prognose erfüllen, könnte die Kombination aus KI, neuer Luftmobilität und flexiblen Fahrzeugkonzepten wie dem ARIDGE Land Aircraft Carrier ganze Branchen verändern und die Art, wie Menschen und Güter sich bewegen, grundlegend neu definieren.

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