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Firmendaten: Ausgaben für KI-Modell Fable 5 von Anthropic stagnieren längst

Wirtschaft

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Während Unternehmen zuletzt immer mehr für KI-Modelle von Anthropic ausgegeben haben, hat es bei dem leistungsfähigsten Modell, Fable 5, seit Ende Juni überhaupt kein Wachstum mehr gegeben. Das berichtet das US-Finanzunternehmen Ramp, das die Daten von 70.000 Firmen ausgewertet hat. Demnach sind die Firmenausgaben für die günstigeren KI-Modelle Opus 4.8 und zuletzt Opus 5 im Juni und Juli konstant gestiegen, während sich die Ausgaben für Fable 5 schon länger bei 11 Prozent der Ausgaben für Anthropic-Modelle vom 1. Juni eingependelt haben. Verantwortlich seien die hohen Kosten und die Leistungsfähigkeit der weniger starken KI-Modelle, die den Großteil der Aufgaben erledigen könnten.

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Weniger Bedarf an Frontier-Modellen?

Wie die Financial Times erklärt, bedeutet die Entwicklung eine Abkehr von einem Muster, das für die Strategie der KI-Unternehmen bislang grundlegend war: Wenn ein neues, noch leistungsfähigeres KI-Modell freigegeben wurde, ist die Kundschaft gewechselt, auch wenn es teurer war. Das scheine sich nun geändert zu haben, zumindest wenn Preise wie für Fable 5 verlangt werden.GPT-5.6 Sol von ChatGPT sei populärer. Das erschwere die Vorhersage künftiger Trends, denn bislang habe es in diesem Jahr lange so ausgesehen, als habe Anthropic im Wettstreit mit OpenAI die Nase vorn, zitiert die Financial Times Ara Kharazian, den leitenden Ökonom von Ramp. Weil OpenAIs neuestes Modell aber so gut sei und das teure Fable 5 unterdurchschnittlich genutzt werde, sehe man jetzt das Gegenteil.

Die Ära, in der die Kundschaft immer die neuesten und leistungsfähigsten („Frontier“-)Modelle gewählt haben, „war nicht zu halten“, zitiert die Zeitung noch die Einschätzung eines Anthropic-Investors. Die Durchbrüche der Technik würden wichtig bleiben, aber vor allem „als Aushängeschilder“. Für Anthropic erhöht die Entwicklung derweil die Unsicherheit vor dem geplanten Mega-Börsengang, der schon in den nächsten Wochen erfolgen könnte. Trotzdem hat das KI-Unternehmen nach eigenen Angaben im zweiten Quartal erstmals einen Gewinn erwirtschaftet. Noch muss sich also zeigen, welche Auswirkungen die Sparmaßnahmen bei der KI-Nutzung langfristig für Anthropic haben werden.

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