Fitbit Edge schließt Lücke zwischen Fitnesstracker und Smartwatch
Fitbit erweitert sein Wearable-Angebot um das Modell Edge. Das neue Gerät soll sich zwischen dem schlichten Fitbit Air und Googles Pixel Watch positionieren.
Gleichzeitig erhält der Air zusätzliche Gesundheitsfunktionen, eine deutlich umfangreichere Aktivitätserkennung sowie neue Armbänder.
Fitbit Edge kommt mit vielen Gesundheitsfunktionen
Der neue Tracker Fitbit Edge soll 11,5 Millimeter dünn sein und ein OLED-Display besitzen, das laut Hersteller 46 Prozent größer ausfällt als beim Vorgänger Charge 6. Die Bedienung erfolgt über den Touchscreen und einen seitlichen Knopf.
Trotz des schlanken Gehäuses soll der Akku bis zu einer Woche durchhalten. Zum Aufladen wird dasselbe Ladegerät wie beim Fitbit Air verwendet.
Zur Ausstattung gehören GPS, ein Barometer sowie Sensoren für EKG, Hauttemperatur und Herzfrequenz. Außerdem erfasst der Edge unter anderem Blutsauerstoffsättigung, Herzfrequenzvariabilität und Ruhepuls.
Funktionen für die Frauengesundheit sind ebenfalls vorgesehen. Googles Health Coach soll die gesammelten Daten auswerten und personalisierte Hinweise geben. Karten, Smartphone-Benachrichtigungen, Timer, Wecker und Musiksteuerung runden den Funktionsumfang ab.
Automatisch soll der Edge mehr als 100 Aktivitäten erkennen können. Dabei berücksichtigt das System mithilfe künstlicher Intelligenz neben Bewegungsmustern auch Ort und Zeitpunkt.
Wer beispielsweise regelmäßig dienstags Tennis spielt, soll dadurch zuverlässiger erkannt werden. Die gleiche Technik kommt auch auf den Fitbit Air und die Pixel-Watch-Modelle. Fitbit spricht von einer doppelt so hohen Genauigkeit und 50 Prozent weniger übersehenen Aktivitäten.
IMTEST hat die besten Tracker getestet – hier geht es zur Bestenliste.
Keine Bezahlmöglichkeit
Abstriche gibt es gegenüber einer vollwertigen Smartwatch: Weil der Edge keinen NFC-Chip besitzt, wird Google Pay nicht unterstützt. Musik lässt sich steuern, aber nicht auf dem Gerät speichern.
Schnellantworten auf Nachrichten stehen nur in Verbindung mit Android-Smartphones zur Verfügung. Die von früheren Fitbit-Modellen bekannte EDA-Messung für Stressreaktionen ist nicht integriert. Nutzer können ihre Gesundheitsdaten jedoch abwechselnd mit Air, Edge und Pixel Watch erfassen.
Der Fitbit Edge soll in vier Farben erscheinen. Wechselarmbänder soll es unter anderem als Sport-, Schlaufen-, Magnet- und Metallvariante geben. Der US-Preis liegt bei 179,99 Dollar, der Euro-Preis ist noch nicht bekannt.
Vorbestellungen starten am 12. Oktober 2026, die Auslieferung ist für den 27. Oktober vorgesehen. Drei Monate Google Health Premium sind enthalten. Wer das Plus-Angebot darüber hinaus nutzen möchte, muss 99,99 Euro pro Jahr dafür zahlen.
Neue Funktionen für den Fitbit Air
Für den Fitbit Air kündigt Google zudem „Health Guardian“-Funktionen zur Beobachtung von Blutdruck- und Insulinwerten samt Hinweisen an. Neu sollen außerdem Edelstahlarmbänder in Gold und Silber sein, die ohne Tracker jeweils 69,99 Dollar kosten.