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Fitness-Influencerin betrügt beim Berlin-Marathon

Allgemein

Die chinesische Fitness-Influencerin Yuanyuan Sun ist beim Berlin-Marathon dabei fotografiert worden, wie sie auf einem Fahrrad mitfuhr. Die 30-Jährige wurde disqualifiziert und verlor ihren Sponsor. Nun hat sie sich öffentlich entschuldigt – und von "zutiefst unehrlichem Verhalten" gesprochen.

Was beim Berlin-Marathon am 27. September zunächst niemandem aufgefallen war, sorgt nun international für Aufsehen: Die chinesische Fitness-Influencerin Yuanyuan Sun hat sich während des 42,195 Kilometer langen Rennens auf ein Fahrrad gesetzt – und ist aufgeflogen. Wie die "CBC" berichtet, wurde die 30-Jährige inzwischen disqualifiziert. Ihre ursprünglich registrierte Zielzeit von 4:53:46 Stunden ist damit hinfällig.

Ans Licht kam der Vorfall durch die Official Marathon Time Integrity Unit (OMTIU), einen Instagram-Account, der fragwürdige Rennleistungen dokumentiert. Am 1. Oktober veröffentlichte die OMTIU Bilder, die Sun auf dem Gepäckträger eines Fahrrads zeigen. Besonders auffällig: Ihre schnellste Zwischenzeit fiel ausgerechnet in den Abschnitt zwischen Kilometer 35 und 40 – also genau in jenen Streckenabschnitt, in dem sie auf dem Rad gesichtet worden war. Ein Mitläufer hatte das belastende Foto geschossen und an die OMTIU weitergeleitet, wie deren Chef-Integritätsbeauftragter gegenüber "CBC" bestätigte.

Influencerin räumt Betrug ein

Sun, die auf der populären chinesischen Plattform Rednote (Xiaohongshu) unter dem Namen "Abeeeer" rund 520.000 Follower hat, veröffentlichte am darauffolgenden Samstag eine öffentliche Entschuldigung. Sie habe sich während des Rennens körperlich unwohl gefühlt, gestand jedoch ein, dass dies keine Rechtfertigung sei. "Mein Verhalten, eine Abkürzung zu nehmen, war respektlos gegenüber dem Geist des Marathons", schrieb sie auf Chinesisch. "Ich habe diese Tatsache bei meinem öffentlichen Teilen nach dem Rennen absichtlich verschwiegen. Das war ein zutiefst unehrliches Verhalten."

Zuvor hatte die Influencerin laut der "New York Post" auf ihren Social-Media-Kanälen sogar eine persönliche Bestzeit verkündet. Diese Beiträge löschte sie mittlerweile – lediglich die Entschuldigung blieb stehen.

Sponsor Brooks beendet Zusammenarbeit

Auch finanziell hat der Betrug Konsequenzen für Sun. Der Sportartikelhersteller Brooks China trennte sich umgehend von der Influencerin, die beim Rennen Kleidung und Schuhe der Marke getragen hatte. "Nach Überprüfung der Fakten hat Brooks China die Beziehung zu der Influencerin sofort beendet und das Bekenntnis der Marke zu Integrität, Fairness und dem Geist des Laufens öffentlich bekräftigt", teilte ein Unternehmenssprecher laut "New York Post" mit.

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Ein Sprecher des Berlin-Marathons wollte sich gegenüber "CBC" nicht zu dem konkreten Fall äußern. Grundsätzlich gelte jedoch, dass bei nachgewiesenem Betrug die betroffene Person kontaktiert und disqualifiziert werde. "Nach einer gründlichen Prüfung jedes Einzelfalls entscheiden wir über angemessene Maßnahmen und verhängen, wo nötig, weitere Sanktionen", erklärte der Sprecher. (red)

Verwendete Quellen

cbc.ca: Fitness influencer apologizes after hitching a bike ride in the Berlin Marathon

nypost.com: Popular fitness influencer busted riding bike during Berlin Marathon

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