Flammen bedrohen ganze Dörfer
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Nächste Feuernacht auf kroatischer Adriainsel: Feuerwehrkommandant ordnet außerordentliche Mobilisierung an
Von: Moritz Bletzinger, Julian Mayr
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Mit einem Großaufgebot stemmt sich die Feuerwehr auf der Insel Brač weiter gegen einen Großbrand. Im Kampf gegen die Flammen müssen jetzt weitere Kräfte anrücken.
Update vom 12. September, 7:25 Uhr: Auf der kroatischen Insel Brač kämpfen Feuerwehrkräfte nach wie vor gegen einen weitläufigen Brand an. Während die Lage rund um Bobovišće, Ložišće und Podhum inzwischen als stabil gilt, hat sich ein neuer Krisenherd entwickelt: Das kritischste Gebiet ist aktuell die Region rund um Blaca. Dort konzentriert sich die Nachtschicht der Einsatzkräfte, berichtet das Portal Morski. Die Bilder des Flammeninfernos sind beeindruckend.
Der oberste kroatische Feuerwehrkommandant ordnete demnach eine außerordentliche Mobilisierung an. Auf der Insel befinden sich nun 134 Feuerwehrleute mit 36 Fahrzeugen im Einsatz. Direkt nach Brač entsandt wurden laut offizieller Mitteilung die Interventionseinheiten aus Dubrovnik und Šibenik sowie Sonderabstellungen aus den Gespanschaften Zadar und Šibenik-Knin – insgesamt 52 Feuerwehrleute mit 17 Fahrzeugen. Weitere 46 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen aus Istrien, der Kvarner-Bucht-Gespanschaft und der Lika-Senj-Gespanschaft stehen im Feuerwehrzentrum Vučevica in Bereitschaft und werden bei Bedarf umverteilt.
Erstmeldung vom 11. September: Am späten Donnerstagabend (10. September) brach das Feuer aus. Ein Blitzschlag entfachte die Flammen auf der kroatischen Urlaubsinsel Brač. Es folgte eine harte Nacht für die Feuerwehr und am folgenden Tag lodert es noch immer.
15 Löschfahrzeuge und 44 Feuerwehrleute rückten am Abend aus, teilt die Feuerwehr mit. Der Brand war im Gebiet der Ortschaften Ložišće, Bobovišće, Dračevica und Gornje Bobovišće ausgebrochen. Wenig später kam er Ložišće und Gornji Bobovišće gefährlich nahe.
Evakuierung bei Großbrand auf der Insel Brač in Kroatien: Feuerwehr bewältigt „Höllennacht“
So nahe, dass einige Bewohner in Sicherheit gebracht wurden – diesen Sommer leider ein bekanntes Feuer-Szenario in Kroatien. Außerdem liefen Vorbereitungen für eine Evakuierung auf dem Seeweg an: Schiffe der Hafenkapitänei Split, der Bergrettung HGSS und der Seepolizei lagen in Bobovišća na Moru in Bereitschaft. Die Bewohner wurden vorsorglich an die Küste gebracht.
Eine „Höllennacht auf Brač“, titeln die Kroatien-Nachrichten tags darauf. 70 Feuerwehrleute kamen demnach von Nachbarinseln zur Unterstützung. Am Morgen traf weitere Verstärkung ein. Und die aufwendigen Bemühungen der Feuerwehr waren erfolgreich: Eine vollständige Räumung war letztlich doch nicht erforderlich.
Orte auf der Insel gerettet – nur kleiner Brände lodern noch
Gegen 4 Uhr morgens stand fest: Die Ortschaft Ložišća ist gerettet. Der Schwerpunkt der Löscharbeiten verlagerte sich danach Richtung Bobovišća. Mit dem ersten Tageslicht stiegen vier Löschflugzeuge vom Typ Canadair CL-415 in die Luft – auch das kroatische Verteidigungsministerium bestätigte den Einsatz auf dem Kurznachrichtendienst X.
Auf Facebook dokumentiert die Feuerwehr das Brandgeschehen mit Fotos und Videos. Blutroter Himmel, riesige Aschewolke und meterhohe Flammen sind auf den Bildern aus der Nacht zu sehen. Aufnahmen vom Freitagmorgen zeigen noch kleinere Brandnester abseits der bewohnten Gebiete. Brač scheint das Schlimmste bewältigt zu haben. (Quellen: Mitteilung der Feuerwehr, Vatrogasci 193/Facebook, Kroatien-Nachrichten, X) (moe)