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Flammeninferno bei Ried: Wohl über 1000 Schweine verendet

Nation

Für die Schweine dürfte es keine Hoffnung mehr geben: Ein Brand ist am Donnerstagabend in einem Schweinestall mit etwa 1200 Tieren zwischen Hörmannsberg und Ried (Landkreis Aichach-Friedberg) ausgebrochen. Kreisbrandmeister Christian Happach geht davon aus, dass die Tiere nicht überlebt haben. Nun gilt es, die Flammen einzudämmen. Alarmiert wurden die Einsatzkräfte laut einem Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Nord um 19.38 Uhr. Um 20.30 Uhr brannte der Stall laut einem Polizeisprecher „lichterloh“. Auch gegen 21.30 kann Kreisbrandmeister Happach noch keine Entwarnung geben. Neben dem Schweinestall hatte auch eine Lagerhalle Feuer gefangen. Beide Gebäude dürften laut Happach nicht zu retten sein. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen nun, einen Heizöltank mit rund 20.000 Litern Fassungsvermögen sowie ein etwa 30 Meter hohes Getreidesilo vor den Flammen abzuschirmen. „Diese zwei Objekte können wir derzeit noch halten“, sagt Happach. Für die Tiere im Stall dürfte jede Hilfe zu spät kommen, schätzt der Kreisbrandrat. Zwar sei noch niemand im Gebäude gewesen, aber es sei davon auszugehen, dass alle verendet sind. Nach Happachs Informationen befanden sich rund 1200 Schweine im Stall. Die Polizei hatte in einer Alarmierung von 1600 Schweinen gesprochen. Wegen Rauchentwicklung: Warnung über App „Nina“ herausgegeben Die gute Nachricht: Gefahr für Menschen besteht nicht, es ist niemand verletzt worden, auch nicht unter den Einsatzkräften, sagt Happach. Die Bevölkerung in der Umgebung sei mit der Warnapp „Nina“ gewarnt worden, da sich zu Beginn des Einsatzes eine große Rauchsäule aufgebaut habe. Derzeit (Stand: 21.30 Uhr) gehe von dem Rauch allerdings keine Gefahr mehr aus. Die Warnung auf „Nina“ werde aufrechterhalten, bis sich kein Rauch mehr entwickle. Die Löscharbeiten dürften sich noch weit in die Nacht hinein ziehen. 16 Feuerwehren mit 200 Einsatzkräften sowie je 20 Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst sind vor Ort, sagt Happach. Gegen 21.30 erläutert der Kreisbrandrat das weitere Vorgehen: Zunächst gelte es, zu verhindern, dass der Brand sich ausdehnt. Der Einsatzort ist von Mais- und Getreidefeldern umgeben, diese könne die Feuerwehr aber schützen. Wenn das Feuer unter Kontrolle ist, gehe es ans Löschen der Gebäude. Löschwasser ist aktuell trotz der Trockenheit kein Problem, sagt der Kreisbrandmeister.

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