Flavonoide haben diese Einfluss auf den Körper
In vielen Obst- und Gemüsesorten, aber auch in Kaffee und schwarzem Tee stecken jede Menge Flavonoide. Es handelt sich hierbei um einen sekundären Pflanzenstoff, dem entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften nachgesagt werden. Eine Studie aus dem Jahr 2025 hat sich mit den Auswirkungen von Flavonoiden auf den Alterungsprozess befasst – mit überraschendem Ergebnis! Lesetipp: Jeden Tag Wassermelone essen: Diese ungeahnten Risiken drohen – laut Studien Laut Studie: Flavonoide beeinflussen den Alterungsprozess Studienautorin Dr. Nicola Bondonno hat kürzlich die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit aus dem Jahr 2025 vorgestellt. Untersucht wurde die Rolle gesunder Ernährung im Alter – vor allem im Zusammenhang mit Flavonoiden. Wie wirkt sich der regelmäßige Konsum des sekundären Pflanzenstoffs auf verschiedene Aspekte des Alterns aus? Das Team rund um Bondonno untersuchte laut Fitbook 2025 in einer international angelegten Studie, ob eine höhere und regelmäßige Aufnahme von Flavonoiden das Risiko für negative Alterungserscheinungen verringern könnte. Folgende Aspekte wurden dabei auf langfristige Änderungen geprüft: Gebrechlichkeit eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit schlechte psychische Gesundheit Diese Lebensmittel enthalten Flavonoide Flavonoide zählen zu den Pflanzenfarbstoffen und sorgen für die rote, blaue, hellgelbe und violette Farbe vieler Gemüse- und Obstarten. Darüber hinaus sind sie auch in Soja, dunkler Schokolade, Kaffee und Tee enthalten. Hier ein paar Beispiele: Blaubeeren Brombeeren Johannisbeeren Äpfel Grapefruit Trauben Orangen Zwiebeln Sellerie Karotten Grün- und Rotkohl Paprika Rotwein Kaffee Das hat die Studie herausgefunden Die besagte Studie nutzte Daten aus zwei großen Kohortenstudien. Insgesamt gab es rund 90.000 Teilnehmende, die alle vier Jahre einen Fragebogen zur Häufigkeit des Verzehrs verschiedener Lebensmittel ausfüllten. Darauf basierend berechneten die Forschenden den sogenannten „Flavodiet Score“ – ein Maß, wie viele Nahrungsmittel, die Flavonoide enthalten, konsumiert wurden. Gesundheitliche Einschränkungen, Alterungserscheinungen und psychische Probleme wurden von den Teilnehmenden selbst erfasst. Auch Störfaktoren wie Alter, Zigaretten- und Alkoholkonsum, körperliche Aktivität und Energiezufuhr wurden bei der Auswertung berücksichtigt. Auch spannend: Laut Expertin: Auch im Sommer regelmäßig Vitamin D nehmen – aus diesem Grund Frauen profitieren besonders Dr. Nicola Bondonno zieht ein positives Fazit: „Unsere Forschung zeigt, dass Menschen, die mehr Flavonoide zu sich nehmen, tendenziell besser altern.“ Vor allem Frauen könnten profitieren. Frauen mit dem höchsten Flavodiet-Score zeigen im Vergleich zu Probandinnen der niedrigsten Gruppe geringere Risiken für verschiedene Alterungserscheinungen: 15 Prozent geringeres Risiko für Gebrechlichkeit 12 Prozent geringeres Risiko für körperliche Beeinträchtigung 12 Prozent geringeres Risiko für schlechte psychische Gesundheit Die Forschenden heben bestimmte Lebensmittel aufgrund ihrer positiven Effekte besonders hervor. Dazu zählen Tee, Rotwein, Äpfel, Blaubeeren und Orangen. Bei Männern waren die positiven Auswirkungen schwächer ausgeprägt. Der deutlichste Effekt zeigt sich beim Schutz vor schlechter psychischer Gesundheit bei Männern mit den höchsten Flavodiet-Scores. Die stärkeren Zusammenhänge bei Frauen könnten aber auch auf Unterschiede in der Nachbeobachtungszeit zurückzuführen sein. Weitere Forschungen sind hierfür notwendig. Mehr Flavonoide im Alltag Es kann sich also lohnen, etwas mehr Flavonoide zu sich zu nehmen. Professor Eric Rimm aus Harvard im Zusammenhang mit der Studie in einer Pressemitteilung: „Wir haben festgestellt, dass Teilnehmende, die ihre Aufnahme flavonoidreicher Lebensmittel um drei Portionen pro Tag erhöhten, bei allen drei Alterungsfolgen ein um sechs bis elf Prozent geringeres Risiko und bei Männern ein um 15 Prozent geringeres Risiko für eine schlechte psychische Gesundheit hatten.“ Einordnung der Ergebnisse Der positive Einfluss von Flavonoiden tritt übrigens nicht nur bei einem dauerhaft hohen Konsum auf. Es kann sich auch im Alter noch lohnen, die Ernährung anzupassen. Greife also in Zukunft ruhig öfter mal zu Beeren, Äpfeln, Orangen oder Tee, um im Alter fit zu bleiben und das Risiko für diverse Einschränkungen zu senken. Jeden Tag Rotwein zu trinken, ist hingegen nicht zu empfehlen. Eine kleine Einschränkung gibt es jedoch zu beachten: Die Daten aus den Studien basieren größtenteils auf Selbstangaben, hierbei kann es immer zu Verzerrungen kommen. Weitere Studien sind außerdem nötig, um die unterschiedlichen Effekte von Flavonoiden bei Männern und Frauen näher zu erforschen.