Flieger fast verunglückt: Maschine sendete nach Beinahe
Startseite Lokales Erding Flughafen München Beinahe-Crash von Vietnam-Flieger in München: Maschine sendete Warnmeldungen – wohl Wochen bis zur Aufklärung Von: Leoni Billina Uns auf Google folgen Eine Boeing 787-9 von Vietnam Airlines wäre am Münchner Flughafen fast verunglückt. Nun wird bekannt, welche Warnmeldungen die Maschine kurz nach dem Start absetzte. Flughafen München – Update, 12.05 Uhr: Wie die Bundespolizei mitteilt, habe die Bundesstelle für Flugfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig am Samstag die generelle Aufklärung des Beinahe-Unfalls übernommen – der Fall liegt also nicht bei bayerischen Justizbehörden. Auch ein Ermittlungsverfahren gebe es aktuell nicht, hieß es von der für den Airport zuständigen Staatsanwaltschaft Landshut. Demnach hätten Experten der BFU am Wochenende Flugdatenschreiber und Voicerecorder sichergestellt und die Geräte nach Braunschweig geschickt. Die Untersuchung soll aufklären, was sich während des Vorfalls im Cockpit abgespielt hat. In einigen Wochen könnte laut BFU ein Zwischenbericht vorliegen. Monate hingegen könnten vergehen, bis ein Abschlussbericht vorliegt. Erstmeldung vom 18. August, 10.35 Uhr: Die beinahe verunglückte Vietnam-Airlines-Maschine hat nach dem Start in München offenbar frühzeitig Alarm geschlagen. Kurz nach dem Abheben gingen laut der vietnamesischen Luftfahrtbehörde CAAV vorläufigen Erkenntnissen zufolge automatische Warnmeldungen ein – ein mögliches Zeichen dafür, dass das Heck des Flugzeugs die Startbahn berührt hatte. Beinahe verunglückte Vietnam-Airlines-Maschine: Was die Warnmeldungen anzeigten Die Signale deuteten auf einen sogenannten Tailstrike hin – also eine Berührung des Flugzeughecks mit dem Boden – sowie auf einen auffälligen Reifendruck. Das berichtet das vietnamesische Staatsmedium „Bao Moi“ unter Berufung auf die CAAV. Die Besatzung habe daraufhin die Flugsicherung kontaktiert und beschlossen, nach München umzukehren, um das Flugzeug technisch überprüfen zu lassen. Die vietnamesische Regierung hat inzwischen sowohl die Luftfahrtbehörde als auch die staatliche Fluggesellschaft Vietnam Airlines dazu aufgefordert, eng mit den deutschen Behörden bei der Untersuchung des Vorfalls zusammenzuarbeiten. Das meldeten staatliche Medien am Dienstag. Gleichzeitig soll die Sicherheitsaufsicht im Luftverkehr insgesamt verschärft werden. Darüber hinaus wurde die CAAV angewiesen, die Überwachung der Ausbildung von Flugpersonal sowie des Flugbetriebs und der Wartung von Maschinen vietnamesischer Airlines zu intensivieren. Der Vorfall selbst hatte sich bereits am Samstag (15. August) ereignet. Videos, die in sozialen Netzwerken kursierten, zeigten, wie die Boeing 787-9 über das Ende der Startbahn hinausschoss und dabei eine Staubwolke aufwirbelte – bevor sie gerade noch abhob. Bei der Landung rund zwei Stunden später war Rauch zu sehen, der vom Fahrwerk aufstieg. Verletzte gab es nach aktuellem Stand keine. (Quelle: dpa)