Florian Wellbrock gewinnt EM-Gold im Freiwasserschwimmen
Im packenden Schlussduell setzte sich der neunfache Weltmeister gegen den Ungarn David Betlehem durch und erreichte nach 1:55:18 Stunden das Ziel. Betlehem folgte knapp zwei Sekunden später, während Oliver Klemet als Dritter die starke Leistung der deutschen Mannschaft mit der Bronzemedaille abrundete. Bessere Leistung und bessere Bedingungen Für den 28-Jährigen hatte der Erfolg eine besondere Bedeutung. Nach dem enttäuschenden achten Platz im olympischen Freiwasserrennen 2024 und dem frühen Aus über 800 und 1500 Meter im Becken galt Paris bisher als einer der bittersten Orte seiner Karriere. Hinzu kamen damals die Diskussionen um die Wasserqualität der Seine, nachdem zahlreiche Athletinnen und Athleten über Magen-Darm-Beschwerden geklagt hatten. Bei der Europameisterschaft präsentierte sich der Fluss dagegen unter deutlich besseren Bedingungen: weniger Strömung sowie wärmeres und saubereres Wasser. Erfolgreicher Auftritt der deutschen Schwimmer Nach einer von Krankheiten geprägten Saison hatte Wellbrock seine Erwartungen im Vorfeld gedämpft. Dementsprechend zufrieden zeigte er sich nach dem Rennen: "Rein physisch hätte ich heute nicht gewinnen dürfen, das war eine mentale Meisterleistung. Das war nicht planbar heute." Aus deutscher Sicht sorgte auch Oliver Klemet für Grund zur Freude. Der Olympiazweite bestätigte mit Bronze erneut seine internationale Klasse und machte, gemeinsam mit Wellbrock, den Wettkampf zu einem erfolgreichen Auftakt für das deutsche Schwimmteam. Am Mittwoch und Freitag haben beide Schwimmer über die fünf Kilometer sowie im Knockout-Sprint die nächsten Chancen auf eine Medaille. Beim 10-Kilometer-Freiwasserschwimmen der Frauen wird es keine deutsche Starterin geben. Lea Boy und Leonie Märtens müssen ihren EM-Start krankheitsbedingt absagen. Zusammen mit SID