Florian Wirtz dürfte nach Liverpools Klatsche gegen ManCity abgewatscht werden
"Ich bin sicher, über ihn wird heute wieder viel gesprochen werden", sagte der Sky-Experte nach der Reds-Klatsche an der Anfield Road. "Die Engländer werden sich auf ihn einschießen nach der heutigen Leistung. Da waren gute Sachen dabei, aber es war zu wenig."
Wirtz absolvierte 66 Minuten, ehe er von Cheftrainer Andoni Iraola (44) für Teenager Trey Nyoni (19) vom Platz geholt wurde. Zu dem Zeitpunkt hatte Liverpool gerade die Gelb-Rote Karte für Ryan Gravenberch (24) und das 0:1 durch Erling Haaland (26) kassiert.
In der guten Stunde zuvor allerdings überzeugte Wirtz nicht. Der ehemalige Leverkusener bekleidete die Rolle des Spielgestalters in Liverpools offensiver Dreierreihe neben Bradley Barcola (24) und Victor Munoz (23). Vor dem Trio spielte mit Lewis Koumas (21) ein PL-Startelfdebütant.
Wirtz blieb in seiner Rolle Takt- und Ideengeber blass. Er hatte keine nennenswerten Aktionen, geschweige denn Abschlüsse. In Erscheinung trat er eigentlich nur bei einem schönen Doppelpass mit Munoz, nach dem dieser mit einem abgefälschten Schuss das Außennetz traf (31.). Und mit einer Freistoß-Hereingabe, die Alexis Mac Allister (27) rund einen Meter am City-Gehäuse vorbei setzte (59.).
"Ich bin sicher, Flo Wirtz wird sich einiges anhören müssen", bekräftigte Hitzlsperger mit Blick auf den 125-Millionen-Euro-Einkauf aus dem Sommer 2025. "Ich finde nicht, weil er der schlechteste Spieler war, aber weil er dieses hohe Preisschild draufhat. Und die Leute sehen einen Spieler, der so viel kostet und von dem erwarten sie eben doch mehr." Hitzslpergers Fazit: "Es wird für ihn ungemütlich werden."
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Florian Wirtz überzeugt bei der deutschen Nationalmannschaft
Dabei war das Duell mit Spitzenreiter City eine gute Gelegenheit für Wirtz, seine Kritiker verstummen zu lassen. Er kam mit viel Selbstvertrauen aus der Länderspielpause. Im DFB-Team gehörte er zu den besten Spielern, trug erstmals die Kapitänsbinde und erzielte beim 2:0-Erfolg über Serbien einen sehenswerten Treffern.
Der ehemalige englische Nationalspieler Gabriel Agbonlahor (39) jedenfalls zählte Wirtz Ende der Vorwoche zu den drei Spielern, die nach der Länderspielpause im englischen Oberhaus durchstarten dürften. Zunächst mutmaßte der langjährige Villa-Stürmer, die Länderspielpause sei "vielleicht zum richtigen Zeitpunkt für ihn gekommen, denn er hat für Deutschland ein atemberaubendes Tor geschossen".
Er schwärmte: "Da hat er eine unglaubliche Cruyff-Drehung gemacht. Und dann hat er den Ball in die Ecke geschoben. Fantastischer Abschluss! Genau das muss er im Liverpool-Trikot machen."
Agbonlahor glaubte, dass die Partie gegen City genau richtig war, um dem Durchbruch auf der Insel ein gutes Stück näher zu kommen: "Das ist die Art von Spiel! Manchester City kommt nach Anfield. Du wurdest für 115 Millionen Pfund gekauft. Geh' raus und zeig', warum Liverpool so viel in dich investiert hat!" Er schloss: "Ich drücke ihm die Daumen, dass er es schafft, denn ich mag ihn. Talentierter Spieler!"
Nicht nur Agbonlahor dürfte angesichts dieser Erwartungen von Wirtz' Auftritt enttäuscht sein.