Flugbetrieb in Luxemburg nach Drohnensichtung zeitweise eingestellt
17 Flüge konnten am Freitagabend nicht wie geplant in Luxemburg landen. Wegen "unbefugter Drohnenaktivitäten" war der Flugbetrieb am Flughafen Findel zeitweilig eingestellt, teilte der Flughafenbetreiber mit. 1.800 Passagiere waren davon betroffen.
Umleitung teils bis nach Paris
Die Flüge wurden auf umliegende Flughäfen, etwa Frankfurt Hahn, Straßburg aber auch bis nach Paris umgeleitet. Teils wurden Rückreisen per Bus oder Bahn organisiert. Einige Passagiere mussten vor Ort übernachten, um dann am Folgetag mit dem Flieger nach Luxemburg zu kommen.
Nach Angaben der luxemburgischen Regierung haben sich mehrere für die Sicherheit und Luftraumüberwachung zuständige Behördenvertreter zu der Drohnensichtung beraten. Bereits am Donnerstag war die Gruppe nach mehreren Drohnensichtungen im Bereich Medernach zusammengekommen.
Regierung nimmt Situation "ernst"
In einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am Samstagmorgen sagte der Luxemburger Premierminister Luc Frieden, dass die Regierung die Vorfälle ernst nehme. Er sprach von größeren Drohnen, die über Luxemburg gesichtet wurden.
Das Phänomen kenne man bereits aus anderen Ländern, für Luxemburg sei die Situation aber neu. Wer für den Drohnenvorfall verantwortlich ist, konnte Frieden noch nicht sagen. Dafür sei es noch zu früh. "Wir haben auch Kontakt zu unseren Partner in Europa aufgenommen", so Frieden weiter.
Gleichzeitig warnte er aber vor Panik. Dafür gebe es keinen Grund.
Über dieses Thema berichteten die SR info-Nachrichten im Radio am 19.9.2026.