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Flughafen Leipzig/Halle: Sigmar Gabriel erwartet keine Wirkung deutscher Sanktionen auf Putin

Nation

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Versuchter Anschlag am Leipziger Flughafen Deutschlands Sanktionen werden Wladimir Putin laut Sigmar Gabriel nicht beeindrucken

Deutschland sieht Russland hinter dem versuchten Anschlag am Leipziger Flughafen und beschließt Sanktionen. Ex-Außenminister Sigmar Gabriel hält die Maßnahmen für angemessen, zugleich warnt er, dass sie nicht ausreichen werden.

02.09.2026, 07.03 Uhr

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Der ehemalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) erwartet nicht, dass Deutschlands Sanktionen gegen Russland in Reaktion auf den versuchten Anschlag am Leipziger Flughafen Präsident Wladimir Putin beeindrucken werden. »Es wird ihn hoffentlich beeindrucken, wenn wir in der Nato und in Europa zusammenhalten«, sagte Gabriel in der ARD-Talkshow »Maischberger«. Die Einigkeit könne die Nato zum Beispiel dadurch zeigen, »dass man Drohnen-Überflüge über ein Land der Nato nicht einfach hinnimmt, sondern sie runterholt oder auch ein Jagdflugzeug nicht einfach vorbeifliegen lässt, das Nato-Gebiet überfliegt«, sagte der Ex-Außenminister.

Die von Deutschland angekündigten Sanktionen sind laut Gabriel angemessen. Das sei zumindest eine Antwort, die man geben könne, ohne dass man selber eskaliere, fügte er hinzu: »Wir haben ja kein Interesse, mit Russland in einen Überbietungswettbewerb zu kommen.«

Gabriel warnt vor Eskalation gegenüber Putin

Gabriel warnte insgesamt vor einer weiteren Eskalation im Umgang mit Putin: »Wir haben es halt mit jemandem zu tun, der auch in der Lage ist, notfalls in der Ukraine taktische Atomwaffen einzusetzen.« Deswegen würden die Amerikaner auch versuchen, »ihm rechtzeitig Zeichen zu geben, dass er die Finger davon lässt«, sagte der ehemalige Außenminister.

Die Bundesregierung macht Russland für den gescheiterten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich und reagiert mit mehreren Vergeltungsmaßnahmen. Dazu zählen die Schließung des Russischen Hauses in Berlin und des Generalkonsulats in Bonn, die damit verbundene Ausweisung zahlreicher Diplomaten, verschärfte Einreisekontrollen für Russen sowie ein härteres Vorgehen gegen die russische Schattenflotte.

Lesen Sie hier mehr zu dem Thema: Friedrich Merz droht, vollstrecken müssen andere: Alexander Dobrindt und Johann Wadephul erklären am Dienstag, wie Deutschland auf hybride Angriffe aus Russland reagiert. So richtig wohl fühlen sie sich dabei nicht.

col/dpa

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