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Flugobjekt dringt in Polens Luftraum ein und stürzt ab

Welt

Um 3:40 Uhr erfasst der polnische Radar ein unbekanntes Objekt, dann verschwindet es plötzlich – bis Anwohner einen gewaltigen Knall melden. Die Ermittlungen an der Absturzstelle laufen auf Hochtouren. Während schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine ist ein Flugobjekt in Polens Luftraum eingedrungen und abgestürzt. Der mutmaßliche Einschlagsort liege auf unbewohntem Gebiet nahe dem Ort Tarnawa Kolonia südlich von Lublin, teilte das Oberkommando der polnischen Streitkräfte mit. In der Stadt im Osten des Landes war in den frühen Morgenstunden Luftalarm ausgelöst worden. Vize-Verteidigungsministerin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka sagte dem Sender Radio Zet, bei dem Vorfall sei niemand verletzt worden, auch Objekte wurden nicht beschädigt. Polens Regierungschef Donald Tusk begab sich zusammen mit Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz und Innenminister Marcin Kierwinski auf den Weg zur Absturzstelle. In der Mitteilung des Oberkommandos heißt es, gegen 3.40 Uhr morgens sei im polnischen Luftraum ein nicht identifiziertes Objekt entdeckt worden, das sich in westliche Richtung bewegte. Ein Kampfjet vom Typ F-16 sei zur Erkennung aufgestiegen. Das Flugobjekt sei danach wieder vom Radar verschwunden. Die Besatzung eines Hubschraubers habe später den Absturzort identifiziert. Anwohner bemerkten einen lauten Knall Die Polizei in Lublin teilte auf X mit, Anwohner hätten in den Morgenstunden einen gewaltigen Knall gemeldet. In der Nähe von Tarnawa Kolonia fanden Polizisten einen Krater von zehn Metern Durchmesser. Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosziniak-Kamysz sprach von einer "außerordentlich schweren Nacht für unsere Luftverteidigung, Überwachungs- und Abwehrsysteme". Derzeit werde an der Absturzstelle geklärt, um welche Art von Flugobjekt es sich handele. Kiew sieht die Verantwortung bei Russland Die Führung in Kiew sah die Verantwortung für den Vorfall bei Russland. "Über Nacht ist während eines massiven russischen Angriffs auf die Ukraine ein russischer Marschflugkörper vom Typ CH-101 in Polen eingedrungen und hat den Luftraum der Nato verletzt", schrieb der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf X. Dies sei ein weiterer Beweis dafür, dass die Luftabwehr der Ukraine dringend gestärkt werden müsse, auch um die Nato-Länder zu schützen. Empfehlungen der Redaktion Oreschnik: Was über Moskaus Rakete bekannt ist 20 Jugendfußballer nach Turnier in Schweden spurlos verschwunden Fußballer trifft bei Training Vogel im Flug Seit Beginn des russischen Angriffskriegs ist der polnische Luftraum schon öfter verletzt worden. So war im September während eines russischen Angriffs auf die Ukraine eine große Zahl von Drohnen in den Luftraum Polens geflogen. Die polnische Luftwaffe und andere Nato-Verbündete schossen erstmals einige der Flugkörper ab. (dpa/bearbeitet von phs)

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