DAX -0,07 % 26.372,35 Pkt 15:49:26 MDAX +0,22 % 32.296,49 Pkt 15:49:26 Euro Stoxx 50 +0,44 % 6.562,48 Pkt 15:49:15 Dow Jones +0,35 % 53.977,77 Pkt 16:04:26 S&P 500 +0,97 % 7.803,50 Pkt 16:04:18 Nasdaq +1,41 % 26.818,32 Pkt 16:04:21 Nikkei +1,16 % 68.308,59 Pkt 08:45:03 Gold +0,53 % 4.432,20 USD 15:54:24 Silber -0,69 % 65,11 USD 15:54:24 Brent -2,94 % 86,36 USD 15:54:24 WTI -3,15 % 80,65 USD 15:54:26 Bitcoin +0,36 % 63.631,89 USD 16:04:23 EUR/USD -0,08 % 1,15350 USD 16:04:20 EUR/GBP -0,01 % 0,85430 GBP 16:04:26 EUR/CHF +0,11 % 0,93720 CHF 16:04:25 EUR/JPY -0,08 % 183,702 JPY 16:04:26

Flugzeugträger USS Abraham Lincoln: Soldaten wollten von US-Flugzeugträger springen

Welt

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Arabisches Meer – Mehr als 270 Tage auf See, mit nur zwei Kurzstopps in einem Hafen: Der Einsatz des US-Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln im Nahen Osten belastet die Besatzung enorm. Angehörige machen sich große Sorgen um die psychische Gesundheit und das Risiko von Selbstverletzungen an Bord, berichtet „Stars and Stripes“, die Zeitung der US-Streitkräfte. Der Flugzeugträger verließ San Diego im November 2025 eigentlich Richtung Pazifik, wurde jedoch in den Nahen Osten umgeleitet. Wie dramatisch die Lage an Bord mittlerweile ist, zeigt die Schilderung der Ehefrau eines Soldaten. Bei einer Bürgerversammlung der US-Marine berichtete sie unter Tränen, dass sie eine Nachricht von ihrem Mann erhalten habe, in der er schrieb, er hoffe, „morgen nicht mehr aufzuwachen“. Das berichtete einer der rund 200 Teilnehmer der Versammlung in San Diego gegenüber „Stars and Stripes“. Soldaten wollten vom Flugzeugträger springen Marinesoldaten und Angehörige berichten in Interviews von Erschöpfung und sinkender Moral. Auch Dutzende Kommentare und Beiträge in sozialen Medien zeichnen dieses Bild. Berichtet wird unter anderem von Suizidgedanken sowie Vorfällen, bei denen Besatzungsmitglieder daran gehindert wurden, über Bord zu springen. Ursprünglich sollte der Einsatz der USS Abraham Lincoln im Mai enden. Doch wegen der Spannungen mit dem Iran im Nahen Osten wurde die Mission immer wieder verlängert. Laut „Navy Times“ berichtete Annabelle Loma, Ehefrau eines Besatzungsmitglieds, ihr Mann habe versucht, über Bord zu springen, nachdem sein Dienst immer wieder verlängert wurde. Er fürchte nun eine unehrenhafte Entlassung und das Ende seiner 13-jährigen Militärkarriere. US-Militär: Besatzung hat Zugang zu Beratung Die Verantwortlichen, die die Versammlung in San Diego leiteten, gingen auf diese und ähnliche Aussagen nicht direkt ein. Sie betonten aber, dass die Besatzungsmitglieder an Bord des Schiffes Zugang zu Fachkräften für psychische Gesundheit sowie zu Militärgeistlichen und Ärzten hätten. Die Bedingungen an Bord verschärfen die Lage zusätzlich. Der demokratische Kongressabgeordnete Mike Levin (47) aus Kalifornien schildert: schimmelige Duschen, kaputte Toiletten, eine Wäscherei, die wochenlang außer Betrieb war. Zeitweise gab es kein warmes Wasser. Die Mahlzeiten wurden rationiert – manchmal bestand das Essen aus einer halben Tasse Reis und zwei Tortillas. Seife, Deo und Zahnpasta waren Mangelware. Flugzeugträger laufen in der Regel alle 30 bis 45 Tage einen Hafen an, um Nachschub aufzunehmen, Wartungsarbeiten durchzuführen und der Besatzung Ruhe zu ermöglichen. Seit der Abfahrt aus San Diego am 21. November vergangenen Jahres war die Besatzung 250 aufeinanderfolgende Tage auf See. Nur zweimal durften die Soldaten kurz von Bord: einen Tag in Guam im Dezember, einen Tag im Oman im Juli. Dazwischen lagen sieben Monate ohne Landgang.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren