Folge 9: Brustkrebs-Langzeittherapie besser anpassen – mit Kathrin Thedieck, Christiane Opitz und Cindy Körner
Die häufigste Brustkrebsform bei Frauen ist der Hormonrezeptorpositive Brustkrebs. Viele Patientinnen können erfolgreich mit einer Therapie behandelt werden, die den Krebszellen die Hormonsignale zum Wachsen entzieht. Gleichzeitig leben immer mehr Langzeitüberlebende mit den Folgen ihrer Erkrankung und Therapie. Dazu können Nebenwirkungen wie Fatigue, neuropsychiatrische Symptome, Stoffwechselstörungen oder eine deutlich eingeschränkte Lebensqualität gehören.
Genau hier setzt das Forschungsprojekt BALANCE.ET an. Im Gespräch erklären Prof. Dr. Kathrin Thedieck von der Universitätsmedizin Essen, Dr. Christiane Opitz vom Deutschen Krebsforschungszentrum und Dr. Cindy Körner, Wissenschaftlerin und Patientenvertreterin, wie das Projekt molekulare Ursachen für Rückfälle und Langzeitfolgen besser verstehen möchte. Im Fokus stehen Stoffwechselprodukte, die in Körperflüssigkeiten gemessen werden können und künftig dabei helfen sollen, das individuelle Risiko von Patientinnen besser einzuschätzen.
Ziel von BALANCE.ET ist es, die Therapien langfristig individueller anzupassen: Welche Patientinnen brauchen eine längere oder intensivere Behandlung? Wie lassen sich Lebenszeit und Lebensqualität besser in Balance bringen?