DAX +1,15 % 25.704,02 Pkt 18:00:00 MDAX +0,45 % 30.425,40 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,05 % 6.167,81 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,31 % 52.524,77 Pkt 18:54:06 S&P 500 +0,81 % 7.738,61 Pkt 18:54:06 Nasdaq +1,20 % 26.482,79 Pkt 18:54:06 Nikkei +1,08 % 63.954,19 Pkt 07:45:03 Gold -0,58 % 4.050,80 USD 18:43:56 Silber -1,25 % 53,62 USD 18:43:53 Brent -1,91 % 111,71 USD 18:44:00 WTI +2,94 % 102,84 USD 18:44:04 Bitcoin -0,05 % 80.764,96 USD 18:54:04 EUR/USD -0,30 % 1,11410 USD 18:53:45 EUR/GBP 0,00 % 0,83730 GBP 18:54:06 EUR/CHF -0,09 % 0,92400 CHF 18:54:06 EUR/JPY +0,14 % 176,258 JPY 18:54:05

Folgen der Galeria-Insolvenz: Lücken im Regal und Absperrbänder

Wirtschaft

Seit Dienstag steht fest, dass die Galeria-Mitarbeiter Insolvenzgeld bekommen. Damit ist nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Frank Kebekus der Geschäftsbetrieb der Häuser für die nächsten Monate gesichert. „Business as usual“ ist damit jedoch nicht eingekehrt. Denn bestimmte Markenartikel können bei Galeria aktuell nicht gekauft werden.

Auch in der Frankfurter Filiale an der Hauptwache, die zu den Vorzeigehäusern des Warenhauskonzerns gehört – das Geschäftshaus wurde vor fünf Jahren um ein Drittel der Fläche erweitert und modernisiert –, sind am Donnerstagmorgen einige Regale leer geräumt oder Flächen bestimmter Marken mit rot-weißen Absperrbändern umwickelt.

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„Diese Marke steht vorübergehend nicht zum Verkauf“

„Diese Marke steht vorübergehend nicht zum Verkauf“, ist etwa auf einem Schild am ausgeräumten Stand der Marke Diptyque in der Parfümerieabteilung im Erdgeschoss zu lesen. Und: „Wir arbeiten daran, diese schnellstmöglich wieder anbieten zu können.“ Wer bei Boss eine Etage höher einkaufen möchte, hat ebenfalls schlechte Karten. In der Haushaltswarenabteilung gehören Zwillings-Artikel zur Sperrzone. Dagegen stehen Playmobil-Figuren in der Spielzeugabteilung inzwischen wieder zum Verkauf. Das war vorübergehend anders.

Dazu muss man wissen, dass ein Teil der Waren, die bei Galeria im Regal stehen, im Eigentum des jeweiligen Lieferanten oder Herstellers verbleiben. Beim sogenannten Shop-in-Shop-Modell (auch Concession genannt) verkauft die Marke selbst im eigenen Namen und mit eigenem Personal und zahlt eine Miete oder Umsatzbeteiligung an das Kaufhaus. Beim Kommissionsgeschäft verkauft der Händler die Waren im Namen der Marke und kann Unverkauftes zurückgeben. Dafür behält er eine Provision vom Umsatz.

Die Lieferanten sind es nun selbst, die die vorläufigen Verkaufsstopps verhängen. Das ist als Vorsichtsmaßnahme zu sehen. Sie wollen damit vermeiden, dass die Erlöse des Verkaufs möglicherweise in die Insolvenzmasse von Galeria fließen und ihre Forderungen am Ende nur teilweise oder gar nicht begleichen werden, wie es aus gut informierten Kreisen heißt.

Das sei „ein ganz normaler Vorgang“ zu Anfang jeder Insolvenz. Allerdings fielen die Verkaufsstopps dieses Mal etwas umfangreicher aus, sagt der Insider. Nach einer gewissen Zeit würden die Waren wieder freigegeben.

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