DAX -0,12 % 26.169,89 Pkt 09:25:39 MDAX -0,31 % 32.459,11 Pkt 09:25:37 Euro Stoxx 50 +0,49 % 6.508,58 Pkt 09:25:30 Dow Jones +2,20 % 54.349,12 Pkt 23:22:16 S&P 500 +1,62 % 7.723,55 Pkt 22:41:45 Nasdaq +1,73 % 26.363,44 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,93 % 65.683,26 Pkt 08:45:03 Gold +1,76 % 4.320,70 USD 09:30:18 Silber +0,00 % 62,10 USD 09:30:34 Brent +0,24 % 79,64 USD 09:30:11 WTI -0,03 % 75,20 USD 09:30:31 Bitcoin +0,29 % 64.786,20 USD 09:40:35 EUR/USD +0,12 % 1,15460 USD 09:39:57 EUR/GBP +0,06 % 0,85780 GBP 09:40:38 EUR/CHF +0,04 % 0,93340 CHF 09:40:41 EUR/JPY +0,19 % 182,208 JPY 09:40:38

Folgen für Ghost und Haibike offen

Wirtschaft

Der Fahrradkonzern kann nach eigenen Angaben seine fälligen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen. Die Geschäftsführung hält deshalb Insolvenzverfahren für die betroffenen Gesellschaften für notwendig. Welche niederländischen Tochterunternehmen konkret einbezogen sind, nennt Accell in der Mitteilung vom 5. August 2026 nicht. Accell Group: Infos zum Verfahren Betroffene Unternehmen Accell Group Holding B.V. und nicht näher benannte niederländische Tochtergesellschaften Verfahren vorläufiger Zahlungsaufschub – „voorlopige surseance van betaling“ Bekanntgabe 5. August 2026 Markenportfolio unter anderem Ghost, Haibike, Winora, Lapierre, Batavus, Koga, Raleigh, Sparta, Babboe und Carqon sowie XLC Noch offen Auswirkungen auf Produktion, Auslieferungen, Garantien, Service, Ersatzteilversorgung und Beschäftigte Mitteilung der Accell Group Gericht gewährt vorläufigen Zahlungsaufschub Bei der niederländischen „surseance van betaling“ handelt es sich um einen gerichtlich gewährten Zahlungsaufschub innerhalb des Insolvenzrechts. Das Verfahren bedeutet nicht automatisch, dass die betroffenen Unternehmen unmittelbar liquidiert oder der Geschäftsbetrieb eingestellt werden. Das Gericht bestellt einen Bewindvoerder, der die Vermögensverwaltung gemeinsam mit der Unternehmensleitung übernimmt. Auf die vorläufige Bewilligung folgen weitere Verfahrensschritte unter Beteiligung der Gläubiger. Namen der eingesetzten Verfahrensbeteiligten und Aktenzeichen hat Accell bislang nicht veröffentlicht. Grundsätzliche Informationen zum Verfahren stellt die niederländische Rechtspraak bereit. Folgen für Ghost und Haibike noch unklar Zu möglichen Auswirkungen auf die einzelnen Fahrradmarken macht Accell derzeit keine konkreten Angaben. Damit bleibt offen, ob Produktion, Händlerbelieferung, Kundenservice, Garantieabwicklung oder Ersatzteilversorgung eingeschränkt werden. Die Mitteilung bezieht sich ausdrücklich auf die Holding und niederländische Tochtergesellschaften. Zum rechtlichen und operativen Status von Konzerngesellschaften außerhalb der Niederlande liegen keine näheren Angaben vor. Dazu gehören auch offene Fragen zur weiteren Entwicklung der deutschen Marken Ghost, Haibike und Winora. Accell erklärt, gemeinsam mit den gerichtlich bestellten Verfahrensbeteiligten an einer Lösung arbeiten zu wollen. Ziel sei es, tragfähige Geschäftsbereiche und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Wie diese Lösung konkret aussehen könnte, ist noch nicht bekannt. Dutech-Übernahme war bereits freigegeben Das Bundeskartellamt hatte erst am 8. Juli 2026 den geplanten Erwerb der Accell Group durch die Dutech Group freigegeben. Ein Kaufpreis und ein konkreter Termin für den Abschluss der Transaktion wurden nicht veröffentlicht. Die Hintergründe haben wir im Artikel Dutech darf die Accell Group übernehmen zusammengefasst. In der aktuellen Mitteilung wird Dutech nicht ausdrücklich genannt. Accell berichtet lediglich von Gesprächen mit mehreren Interessenten, verschiedenen Angeboten und regulatorischen Prüfungen, die nicht zu einer tragfähigen Fortführungslösung geführt hätten. Welchen Status die geplante Übernahme derzeit besitzt, bleibt offen. Wiederholte Finanzrestrukturierungen Die Accell Group hatte ihre Finanzierung in den vergangenen Jahren mehrfach neu geordnet. Im Jahr 2024 vereinbarte der Konzern eine Reduzierung seiner Schulden von rund 1,4 Milliarden Euro auf etwa 800 Millionen Euro. Zusätzlich wurden rund 235 Millionen Euro an neuer Liquidität bereitgestellt. Der Abschluss dieser Rekapitalisierung folgte im Februar 2025. Im Februar 2026 gab Accell eine weitere Finanzierung und einen zusätzlichen Schuldenabbau bekannt. Gleichzeitig ging die Eigentümerschaft von KKR und weiteren Anteilseignern auf die Kreditgeber über. Accell bezeichnete diese Struktur bereits damals nicht als langfristige Lösung. Weitere Informationen stehen in unserem Hintergrundartikel Accell mit neuer Finanzierung: Investor KKR steigt aus. Welche offenen Fragen sind für euch mit Blick auf Ghost und Haibike am wichtigsten: Lieferfähigkeit, Garantien, Ersatzteile oder die Zukunft der Marken?

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