Forderung auch nach Reform der FIFA Weltweites Fanbündnis will Infantino stürzen
"Als Fanorganisationen, die Hunderte Millionen Fans weltweit vertreten, fordern wir gemeinsam den sofortigen Rücktritt von Gianni Infantino als ersten Schritt zur Reform der FIFA-Führung", heißt es in dem Aufruf, der am Donnerstagmittag (20.08.2026) veröffentlicht wurde. Das Bündnis, dem unter anderem die "Football Supporters Europe" sowie ihr Äquivalent aus Afrika und das "Independent Supporters Council" aus Nordamerika angehören, wirft Infantino vor, mit seinen letztlich gescheiterten Investorenplänen den Fußball verraten zu haben. Der Fußball gehöre "den Menschen, die die Stadien füllen, ihre Vereine und Nationalmannschaften durch Triumphe und Enttäuschungen begleiten, über Länder- und Kontinentgrenzen hinweg reisen", schreibt das Bündnis weiter und kritisiert in Richtung des FIFA-Präsidenten: "Doch ein Mann scheint zu glauben, er sei wichtiger als der Fußball." Infantino strebt erneute Kandidatur an Gianni Infantino wird auch von den drei Kontinentalverbänden aus Europa (UEFA), Asien (AFC) und Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (CONCACAF) zum Rücktritt aufgefordert. Der afrikanische Verband CAF hingegen steht hinter dem Schweizer, der bislang keine Anstalten macht, von einer erneuten Kandidatur auf dem Kongress am 18. März 2027 im marokkanischen Rabat abzusehen. Den Aufruf zur Petition haben auch die deutschen Bündnisse "BAFF" (Bündnis aktiver Fußballfans), "F_in" (Netzwerk Frauen im Fußball), "Unsere Kurve" und "Queer Football Fanclubs" unterzeichnet, die teilweise zu den Football Supporters Europe gehören. Für die weltweite Initiative wäre es mit einem Rücktritt von Infantino nicht getan. Sie fordert grundlegende Reformen im Weltverband, der seit 2016 vom Schweizer geführt wird. Angestrebt werden unter anderem "vollständige Transparenz bei wichtigen Entscheidungen", "die formelle Einbeziehung von Fans und anderen wichtigen Akteuren des Fußballs in Entscheidungen, die die Zukunft unseres Sports prägen" und "starke Kontrollmechanismen zur Ausgewogenheit der Exekutivgewalt".