Formel 1 bestätigt große Monaco-Revolution - Das gab's noch nie
Der Formel 1 steht eine weitere Revolution ins Haus. Betroffen ist der Große Preis von Monaco, der schon ab der kommenden Saison ganz anders als bisher aussehen wird.
Das Formel-1-Wochenende in Monaco wird radikal umgebaut. Nachdem zunächst mehrere Medien übereinstimmend berichteten, dass im Fürstentum schon ab der Saison 2027 ebenfalls ein Sprintrennen ausgetragen werden soll, bestätigte die Königsklasse diesen Entschluss am frühen Mittwochmittag. Statt drei Freien Trainings gibt es damit nur noch eins, statt eines Qualifyings zwei. Es ist das erste Mal, dass in Monaco ein Sprint ausgetragen wird.
Dass ausgerechnet Monaco diese Revolution ins Haus steht, ist kein Zufall. Das Rennen im Fürstentum ist zwar immer noch das glamouröseste im Kalender, bot in den letzten Jahren aber vor allem am Sonntag kaum noch Spannung. Nach dem Start passiert oft nichts, Überholmanöver auf der Strecke gab es kaum. Die Wagen sind längst so breit geworden, dass es kein Vorbeikommen mehr gibt.
Mit einem weiteren Qualifying und einem Sprintrennen soll nicht nur der Samstag zusätzlich aufgewertet werden, sondern vor allem der Freitag, an dem die Sprint-Quali stattfinden wird. Eine größere TV-Präsenz, höhere Einschaltquoten und mehr Einnahmen sind die Hoffnung der Veranstalter und der FIA.
Sprint in Monaco als zusätzliches Risiko
Allerdings gibt es durch den Umbau zum Sprint-Wochenende auch einen zusätzlichen Nachteil für die Teams: Durch eine weitere Quali und ein weiteres Rennen steigt unweigerlich auch das Unfallrisiko. Gerade in Zeiten der Budget-Obergrenze könnte das zu einem Problem werden. Schon jetzt müssen die elf Rennställe mit ihrem Budget haushalten, um im Rahmen der Regeln zu bleiben.
Änderungen in Monaco wurden in den letzten Jahren immer wieder angeregt, umgesetzt wurde aber keine davon. Nachgedacht wurde unter anderem über eine Veränderung der Strecke, allerdings gibt es dafür in den engen Schluchten der Stadt schlicht und ergreifend keinen Platz.