Formel 1: Betrugs-Wirbel zwischen Ferrari und Mercedes
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Der Zoff zwischen Mercedes-Boss Toto Wolff (54) und Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur (58) geht in die nächste Runde! Es geht um angeblichen Betrug … Auslöser war Wolffs Aussage nach dem Österreich-Rennen in Spielberg. Der Mercedes-Chef wunderte sich öffentlich darüber, wie viele neue Teile Ferrari zuletzt an den SF-25 schraubte. Sein laut ausgesprochener Gedanke: Irgendwann müsse bei den Italienern doch eigentlich das Geld unter der Budgetobergrenze knapp werden. Alle Teams müssten schließlich nach denselben Regeln spielen. Ein Wort sorgte dabei für Aufregung: „… hoffentlich.“ Eine kleine Bemerkung, die in der Formel 1 sofort für Gesprächsstoff sorgte. Denn zwischen den Zeilen klang für viele der Verdacht mit, Ferrari könnte den vorgeschriebenen Kostendeckel ausreizen oder sogar überschreiten. Bekommt Ferrari eine Sonderbehandlung von der Formel 1? Vor dem Grand Prix von Großbritannien in Silverstone reagierte Vasseur deutlich – und konterte bei der Pressekonferenz: „Ich fand es ironisch, dass das von Toto und Mercedes kam. Wenn Mercedes oder Red Bull entwickeln, sind sie Genies. Wenn wir entwickeln, dann betrügen wir. Man muss sich mal beruhigen. Wir haben nicht mehr Teile gebracht als Red Bull oder andere.“ Ob er Wolffs Aussagen als indirekten Betrugsvorwurf versteht? Vasseur: „Wenn man davon ausgeht, dass wir über den Budgetdeckel hinausgehen, dann geht das in die Richtung.“ Auch privat scheint das Thema Spuren hinterlassen zu haben. Auf die Frage, ob die beiden Teamchefs bereits darüber gesprochen hätten, grinste der Franzose nur: „Es war besser, es zu vermeiden.“ Eines steht fest: Die Ferrari-Upgrades zeigen Wirkung. In Barcelona vor zwei Wochen gewann Lewis Hamilton (41) sein erstes Rennen im Ferrari. Auch in Silverstone zeigte Ferrari eine starke Leistung – Hamilton startet heute beim Sprint-Rennen (live ab 13 Uhr bei Sky und im BILD-Liveticker ) von Position 1. Offensichtlich macht dies einige Teamchefs in der Formel 1 nervös …