Formel 1: Katar und Abu Dhabi vor Aus, Trump entscheidet über Saisonfinale
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Der Große Preis der Vereinigten Staaten von Amerika in Austin (Sonntag 21 Uhr; Sky) wird das 18. Saisonrennen – doch wie viele folgen noch darauf? Eine Antwort hat darauf aktuell niemand im Fahrerlager. Nicht einmal Formel-1-CEO Stefano Domenicali (61). Möglicherweise könnte aber ein anderes Oberhaupt für Aufklärung sorgen: Donald Trump.
Erklärung: Die letzten beiden Saisonrennen sollen in Katar (29. November) und Abu Dhabi (6. Dezember) stattfinden – und damit ausgerechnet im seit Monaten politisch instabilen Nahen Osten. In der Wüstenregion bekriegen sich die Golfstaaten. Der Iran attackiert Saudi-Arabien, Bahrain, Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate regelmäßig mit Raketen und umgekehrt.
Doch einer der Hauptakteure des Konflikts ist die USA, die den Krieg gemeinsam mit Israel durch eine gemeinsame Großoffensive auslöste. Zuletzt fuhren die Amerikaner (und Trump) ihre Aktivitäten aber zurück. Einer der Gründe dafür findet wohl am 3. November statt: die „Midterms“. Bei der Wahl werden die Mitglieder des Repräsentantenhauses und rund ein Drittel des Senats neu gewählt. Eine extrem wichtige Wahl für Trump, dessen Beliebtheitswerte aktuell immer weiter sinken.
Um nicht noch mehr Rückhalt in der Bevölkerung zu verlieren, soll er bei dem amerikanischen Volk unbeliebten Nahost-Konflikt einen Gang runtergeschaltet haben – um danach wieder (mit den Raketen) durchzustarten? Die Anzeichen verdichten sich. Nachdem bereits ein dritter Flugzeugträger in die Region beordert wurde, berichtet die „New York Times“ nun, dass die USA einen Abzug ihres Personals aus den Botschaften in Saudi-Arabien & Co. vorbereiten.
Klar ist: Fliegt auch nur eine Rakete, sodass die Sicherheit für Fahrer, Teams und Fans nicht garantiert werden kann, werden die Grands Prix in Katar und Abu Dhabi (VAE) abgesagt werden. Noch ziert sich die Formel 1 aber vor diesem Schritt. Würde CEO Domenicali jetzt die Wüstenrennen absagen, würde die Königsklasse des Motorsports mindestens 160 Millionen Euro an Einnahmen verpassen.
Klar, dass die Rennserie das verhindern möchte und somit auf eine Absage des Veranstalters wartet. Denn ein Plan B ist längst ausgemacht. Werden Katar und Abu Dhabi abgesagt, findet das Saisonfinale in Imola (Italien) statt.