Formel-1-Liveticker: Antonelli bezwingt Verstappen im Qualifying
In den Trainings wurden haufenweise Zeiten wegen Verstößen gegen die Tracklimits gestrichen. Auch Antonelli verlor deshalb seine schnellste Zeit in FT3. Im Qualifying machte er dann besser.
"Einer der Schlüssel zum Erfolg war, dass ich keine Tracklimits überschritten habe", sagt er selbst bei Sky und erinnert daran, dass das in der Vergangenheit eine Schwäche von ihm gewesen sei.
Heute machte er in der Qualifikation aber keine Fehler. "Es war nicht einfach. In Q3 war es zunächst sehr schwierig, eine Runde hinzubekommen, da der Wind aufgefrischt hatte und die Bedingungen da draußen nicht einfach waren", berichtet er.
Im Hinblick auf das Rennen sagt er noch: "Es wird schwierig werden, denn gestern hatten Max und Red Bull in den Longruns ein wirklich starkes Tempo." Er erwartet daher einen harten Kampf.
Wer zu später Stunde noch Lust auf ein Rennen in Austin hat, der kann sich hier jetzt das zweite von drei Rennen der F1 Academy an diesem Wochenende live und komplett kostenlos anschauen:
Während der Teamkollege die Pole holte, kam der Brite selbst nur auf P6. Fast eine halbe Sekunde fehlte auf Antonelli. "Das Qualifying lief ehrlich gesagt ganz gut, bis wir ins Q3 kamen", berichtet er bei Sky.
"Ganz ehrlich, ich bin einfach zwei schlechte Runden gefahren", gesteht der WM-Zweite und ergänzt: "Kimi hat das großartig gemacht."
"Ich glaube, ich hätte unter die Top 3 kommen können. Meine Runde in Q2 war zweieinhalb Zehntel schneller als die, die ich im Q3 gefahren bin", so Russell.
Er wisse, dass das heute von ihm "nicht gut genug" gewesen sei.
In allen drei Trainings lag Ferrari vorne, im Qualifying wurden es dann nur P4 und P5. Charles Leclerc erklärt bei Sky, dass "vor allem die Reifen" dafür verantwortlich gewesen seien.
"Die Outlap war extrem schwierig. In Q3 war es etwas bewölkter. Die Streckentemperatur sank um ein oder zwei Grad, und für uns war das ein himmelweiter Unterschied", berichtet der Monegasse.
"Es ist schade, dass es in Q3 passiert ist, denn ich bin fest davon überzeugt, dass wir das Tempo hatten, um ganz vorne mitzukämpfen. Aber leider war das heute wieder nicht der Fall", ärgert er sich.
Trotzdem hat er die Hoffnung auf den Sieg noch nicht aufgegeben. "Ich glaube, das letzte Mal, als ich hier von Platz vier gestartet bin, habe ich gewonnen. Also hoffe ich, dass uns das morgen auch gelingt", so Leclerc.
In der Tat gewann der Ferrari-Pilot 2024 in Austin von P4 aus.
Das wollen wir natürlich noch auflösen: Isack Hadjar und Gabriel Bortoleto haben nach ihrer jeweiligen Aktion im dritten Training eine Verwarnung bekommen. Hadjar wäre in Kurve 1 fast in Albon gekracht, Bortoleto stand Hamilton einmal im Weg.
Auch gegen Nico Hülkenberg lief ja eine Untersuchung wegen einer Fast-Kollision mit Lance Stroll bei einem Probestart. Der Deutsche kommt hier komplett ohne Strafe davon, da die Kommissare die Situation als nicht gefährlich eingestuft haben.
Der Franzose gehört mit P3 zu den positiven Überraschungen, nachdem bei ihm in den Trainings eigentlich nicht viel funktioniert hatte.
"Ich bin mit dem dritten Platz zufrieden. Seit Beginn des Wochenendes war es unglaublich schwer für mich", gesteht er auch selbst und erklärt: "Ich habe die richtige Balance nicht gefunden."
Er bedankt sich daher beim Team, dass man doch noch die Wende schaffte. "Ich bin mit dem dritten Platz zufrieden, aber wir hatten die Chance auf die Poleposition", ärgert er sich ein bisschen.
"Ich hatte in den Kurven 13 und 15 einen riesigen Rückenwind. Ich habe in meiner Runde so viel Zeit verloren, deshalb bin ich ein bisschen enttäuscht", so Hadjar.
Am Ende fehlten 0,215 Sekunden auf die Pole.
Der Niederländer sah nach Q2 eigentlich wie der Favorit aus, konnte dann aber kaum noch zulegen. "Q3 war einfach nicht gut", berichtet er.
"Q1 und Q2 liefen gut, aber dann hatte ich aus irgendeinem Grund auf beiden Reifensätzen einfach keine gute Balance", erklärt er.
"Es gab keine Fehler, aber einfach keinen Grip, und das Auto fing an, stark ins Rutschen zu geraten."
"Ich bin ehrlich gesagt mit Q3 nicht besonders zufrieden. Das war nicht das, was ich mir gewünscht habe, und auch nicht das, was ich erwartet habe."
"Aber wenn es trotzdem P2 ist, nehme ich das", so Verstappen. Auf jeden Fall eine spannende Ausgangslage für das Rennen!
In zehn Minuten beginnt das Qualifying in Austin und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Samstag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr das Rennen am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Red Bull gewann die beiden vergangenen Rennen, doch dieses Mal sieht Laurent Mekies sein Team und Max Verstappen nicht in der Favoritenrolle. "Wir rechnen mit einer schwierigeren Situation als bei den letzten drei Rennen", so der Teamchef bei Sky.
Er betont: "Ferrari war extrem schnell. Sie scheinen der Maßstab zu sein." Hinter der Scuderia sei es "ein enger Kampf" zwischen Red Bull, Mercedes und McLaren.
Aber warten wir mal ab. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass Verstappen im Qualifying plötzlich eine Wunderrunde auspackt ...
Wir haben gerade noch einmal nachgezählt. 41 Rundenzeiten wurden eben in FT3 wegen Tracklimits gestrichen. Das sind zwar deutlich weniger als gestern, aber im Schnitt pro Fahrer noch immer mehr als eine gestrichene Runde.
Schauen wir mal, ob sich die Herren nachher in der Qualifikation besser im Griff haben.
Ich habe mal wieder in unserer großen Datenbank nachgeschaut, wie wichtig die Pole in Austin überhaupt ist. Und tatsächlich wurde von den vergangenen vier Grand-Prix-Rennen lediglich ein einziges vom besten Startplatz aus gewonnen.
Max Verstappen gelang das im Vorjahr, nachdem Charles Leclerc 2024 von P4 aus gesiegt hatte. Verstappen selbst gewann 2023 von P6 und 2022 von P2.
Aber: Die Siege von Verstappen 2023 und Leclerc 2024 sind zugleich auch die einzigen Austin-Rennen, die nicht aus der ersten Startreihe gewonnen wurden.
Bei bislang 13 Grand-Prix-Rennen auf dem Circuit of The Americas kam der Sieger elfmal von P1 oder P2.
Apropos FT3: Audi hat sich gleich zwei Untersuchungen eingehandelt, die aktuell noch laufen. Einmal stand Gabriel Bortoleto Lewis Hamilton im Weg, dann wäre Nico Hülkenberg bei einem Probestart am Ausgang der Boxengasse einmal fast mit Lance Stroll zusammengestoßen.
Sollte beides keine sportlichen Strafen nach sich ziehen, aber wir behalten es natürlich im Auge.
Ganz am Ende von FT3 gab es noch einen kleinen Zwischenfall, bei dem Hadjar Albon in Kurve 1 fast abgeräumt hätte. Der Red-Bull-Pilot regte sich über Verkehr durch den Williams aus, aber Albon versuchte bereits bestmöglich, Platz zu machen.
Hier gibt es die Szene noch einmal im Video:
Die Scuderia lag in allen drei Trainings an diesem Wochenende vorne. Experte Anthony Davidson verrät bei Sky: "Im Fahrerlager herrschte der Eindruck [...], dass das Tempo von Ferrari gestern vielleicht unrealistisch hoch war."
Nachdem Lewis Hamilton aber auch in FT3 wieder der schnellste Mann war, ist er nun der Meinung, dass Ferrari vielleicht doch besser aufgestellt sei, "als es gestern auf den ersten Blick schien".
"Ich weiß, dass Ferrari in den Trainings oft ziemlich stark ist und diese Stärke im Qualifying nachlässt", sagt der ehemalige Formel-1-Pilot, "aber ich habe das Gefühl, dass sie diese Geschwindigkeit heute beibehalten werden."