Formel-1-Liveticker: Keine Strafe für Max Verstappen
In Singapur bewegen wir uns bereits auf 01:00 Uhr nachts zu, und damit drehen wir unseren Ticker für heute auch ab. Der Sprint steht morgen um 11:00 Uhr MESZ auf dem Plan, das Qualifying für den Grand Prix um 15:00 Uhr.
Dann sind auch wir natürlich wieder mit einem neuen Ticker für euch am Start. Habt noch einen schönen Abend, kommt gut ins Wochenende und bis dann!
Der Haas-Fahrer erklärt nach P13: "Das Auto hat sich wirklich gut angefühlt. Wir wollten etwas Neues ausprobieren, und angesichts meiner bisherigen Eindrücke im Auto und der Daten schien es zunächst nicht ideal zu sein."
"Aber das Gefühl, das ich heute da draußen hatte, war gut. Ich hatte sehr viel Vertrauen und konnte richtig Gas geben, was sich auch in der Rundenzeit widerspiegelte, denn wir waren ganz nah an SQ3", so Bearman.
Teamkollege Esteban Ocon wurde 16. und damit Letzter in SQ2 und erklärt: "In der letzten Runde hatten wir ein Blockieren der Räder, das uns an einem besseren Qualifying gehindert hat."
"Wir fahren mit anderen Spezifikationen als Ollie, daher probieren wir gerade ein paar Dinge aus, die in dieser Session nicht wirklich funktioniert haben", so Ocon.
Wie eigentlich immer zuletzt also gemischte Gefühle bei Haas.
Der Spanier schaffte es in SQ2, ist mit P15 aber nicht ganz zufrieden. "Ehrlich gesagt fand ich, dass es eine sehr gute Runde war und vielleicht sogar gut genug, um es in Q3 zu schaffen", so Alonso.
Es sei daher "ein wenig enttäuschend", dass es nur zu P15 gereicht habe, "wenn man bedenkt, wie gut ich die Runde eigentlich eingeschätzt habe", so der Aston-Martin-Pilot.
Teamkollege Lance Stroll schied bereits in Q1 aus und erklärt: "Theoretisch sollten wir in Singapur eine ähnliche Leistung wie in Malaysia zeigen, aber wir konnten das Auto für das Sprint-Qualifying nicht in den richtigen Bereich bringen."
"Ich hatte hier bisher Schwierigkeiten, ein gutes Gefühl für das Auto zu entwickeln, und hatte in meiner zweiten schnellen Runde keinen Überholmodus zur Verfügung, sodass ich jede Chance verpasst habe, mich für Q2 zu qualifizieren", so Stroll.
... könnt ihr euch hier jetzt übrigens auch noch einmal im Video anschauen:
Wir kommen noch einmal zu den Bullen, wo es beim zweiten Fahrer deutlich schlechter lief. Isack Hadjar setzt in SQ3 gar keine gültige Zeit. "Was zunächst wie ein guter Start in den Tag aussah, entwickelte sich zu einer sehr schwachen Leistung", berichtet er.
In FT1 habe er sich auf den harten Reifen "sofort sehr wohl gefühlt", berichtet er. Doch danach kam dann nicht mehr viel. "Ich habe eigentlich nie eine richtig gute Runde hingelegt. Ich kämpfe einfach nur mit dem Auto", so Hadjar.
Zudem habe er im letzten Run ein Problem mit dem Motor gehabt. "Ich hatte einfach meine Schwierigkeiten. Ich weiß nicht, es ist einfach seltsam", wundert er sich.
Passend zu diesem Thema hören wir aus Singapur, dass es wohl keinen Protest mehr geben wird. Ohnehin wäre es nachträglich realistisch gesehen sowieso nicht mehr möglich, irgendetwas am Ergebnis des Qualifyings zu ändern.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass Williams wohl unmittelbar vor SQ2 den Vorschlag eingebracht hat, einfach alle 22 Autos an der zweiten Session teilnehmen zu lassen.
Dieser Vorschlag wurde allerdings abgelehnt, weil es unter anderem Zweifel daran gab, ob das per Reglement überhaupt zulässig gewesen wäre.
Bei Williams ist man frustriert nach dem Problem in SQ1. Teamchef James Vowles erklärt: "Nach der roten Flagge [...] gab es ein Problem bei der Aktivierung des Überholmodus, was sich definitiv auf unsere Rundenzeiten ausgewirkt hat."
"Dieses Problem ändert nichts an der Tatsache, dass die Leistung unseres Autos noch nicht dort ist, wo wir sie gerne hätten", sagt er zwar, aber: "Ohne dieses Problem hätten wir das Potenzial gehabt, beide Autos in den zweiten Teil des Sprint-Qualifyings zu bringen."
"Wir sind zuversichtlich, dass dies von der FIA gründlich untersucht wird", so Vowles. Allerdings fehlte Alexander Albon in SQ1 auf P19 mehr als eine Sekunde zum Q2-Einzug, Carlos Sainz wurde bekanntlich sogar Letzter.
... von Max Verstappen gibt es hier noch einmal im Video. Jetzt darf man sich bei Red Bull dann also auch ganz offiziell über den ersten Startplatz freuen.
Warum Max Verstappen keine Strafe bekommt, das begründen die Rennkommissare im Wortlaut so:
"Als Wagen 3 in einer Push-Runde aus Kurve 7 herausfuhr, wurde eine einzelne gelbe Flagge gezeigt. Wagen 44 befand sich vor Wagen 3 und war vor dessen Annäherung gewarnt worden. Der Fahrer von Wagen 44 gab an, dass er nach dem Verlassen von Kurve 7 abgebremst und nach rechts ausgewichen sei, um sicherzustellen, dass er sich außerhalb der Ideallinie befand."
"Auto 3 überholte Auto 44 vor Kurve 8, während sich beide Autos noch im Gelbflaggenbereich befanden. Auto 3 brach daraufhin die Push-Runde ab. Der Fahrer von Auto 3 erklärte, dass er beim Herausfahren aus Kurve 7 Gas gegeben habe und dann die gelbe Flagge gesehen und vom Gas gegangen sei. Dies wurde durch die Telemetrie bestätigt."
"Innerhalb von etwa 40 Metern nach Einfahrt in den Gelbflaggen-Sektor hatte der Fahrer von Auto 3 das Gaspedal vollständig losgelassen. Der Fahrer von Wagen 44 bremste und hatte seine Geschwindigkeit zum Zeitpunkt des Überholmanövers von Wagen 3 auf unter 60 km/h reduziert."
"Da sich Wagen 3 in einer Push-Runde befand und beim Herausfahren aus Kurve 7 Gas gab, während Wagen 44 abgebremst hatte, war der Geschwindigkeitsunterschied am Punkt der Überlappung erheblich, obwohl der Fahrer von Wagen 3 ebenfalls mit dem Bremsen begonnen hatte."
"Die Rennkommissare waren überzeugt, dass der Fahrer von Wagen 3 angemessen auf die gelbe Flagge reagiert hatte, indem er vom Gas ging und die Geschwindigkeit reduzierte. Die Geschwindigkeit von Wagen 3 am Überholpunkt lag etwa 70 km/h unter der Geschwindigkeit von Wagen 3 bei einer anderen schnellen Runde in derselben Session."
"Der Fahrer von Wagen 3 erklärte, dass er, um das Überholmanöver zu vermeiden, sehr stark hätte bremsen müssen, und er war der Ansicht, dass dies möglicherweise zu einer unsicheren Situation geführt hätte."
"Die Rennkommissare stellten fest, dass der Fahrer von Wagen 3 durch das Überholen von Wagen 44 gegen die Gelbflaggenregelung verstoßen hatte. Die Rennkommissare waren jedoch davon überzeugt, dass das Überholen eine unglückliche Folge des erheblichen Geschwindigkeitsunterschieds war, und beschlossen unter diesen Umständen, keine Strafe zu verhängen."
Das Urteil ist da und alle Fans von Max Verstappen dürfen aufatmen. Der Niederländer bekommt keine Strafe und darf damit morgen von der Poleposition starten. Mehr dazu gleich bei uns!
Der Weltmeister erklärt nach P5 hinter seinem Teamkollegen: "Ich glaube einfach nicht, dass ich eine besonders gute Runde hingelegt habe." Deswegen suche er auch nicht nach irgendwelchen Ausreden.
Oscar Piastri ist dagegen "ziemlich happy" mit P4 und erklärt: "Ich glaube, das war mehr oder weniger das, was wir hätten erreichen können. Es ist an einem Sprint-Wochenende sehr, sehr schwierig, hier das Maximum an Rundenzeit aus dem Auto herauszuholen."
"Ich hatte das Gefühl, dass das Auto auf den weichen Reifen viel besser zur Geltung kam. Auf den Mediums hatte ich Schwierigkeiten, aber sobald wir die weichen Reifen aufgezogen hatten, war ich ziemlich zufrieden", so Piastri.
Teamchef Andrea Stella ergänzt: "Sicherlich haben einige unserer Konkurrenten in den letzten Rennen in Sachen Performance Fortschritte gemacht, und das hat sich heute erneut bestätigt."
"Wir müssen weiter am Auto arbeiten, um sein Potenzial so weit wie möglich auszuschöpfen", betont er.
Damit noch einmal zurück zu den Problemen in SQ1. Bei Aston Martin ist man deswegen offenbar so verärgert, dass man sogar über einen Protest nachdenkt. Das haben unsere Kollegen vor Ort erfahren.
Auch Williams und die Racing Bulls sollen ziemlich verärgert sein, allerdings ist hier wohl kein Protest geplant, während man bei Aston Martin aktuell zumindest die Optionen prüft.
Sollte sich da wirklich noch etwas tun, erfahrt ihr das natürlich bei uns.
In SQ2 lag er noch auf P2, am Ende wurde es nur P6. "Ich weiß nicht so recht, wo der Fehler lag. Wir sind einen etwas anderen Plan gefahren als die anderen. Das war meine Entscheidung, und ich glaube, damit haben wir einen Fehler gemacht", so Hamilton.
Er fuhr in SQ3 nur eine schnelle Runde und erklärt, dass er eine Menge Übersteuern gehabt habe. "Ich weiß nicht, ob die Hinterreifen noch nicht bereit waren oder ob sie überhitzt waren. [...] Insgesamt war es einfach keine gute Runde."
Zuvor auf den Mediums sei es auf jeden Fall noch "gut" gewesen. "Auf der weichen Mischung war es einfach ganz anders. Viel Grip, aber nur vorne und gar keiner hinten", zuckt er die Schultern.
Der Williams-Pilot gesteht nach dem letzten Platz, dass er "eine wirklich schlechte Runde" hatte. Trotzdem ärgert er sich auch, dass es in SQ1 erneut ein Problem bei der FIA gab - dieses Mal aber nicht reagiert wurde.
"Wir haben kein Problem damit, dass die Hälfte der Autos im Qualifying mit einer höheren Leistung fährt als die andere Hälfte", so Sainz. In Malaysia dagegen sei der Start nach den Software-Problemen noch abgebrochen worden.
"Ich bin daher etwas verwirrt, warum der Sport immer wieder unterschiedliche Vorgehensweisen wählt, je nachdem, wer in Q1 ausscheidet oder wer in der ersten Runde ausfällt", so Sainz.
Nun kann man natürlich darüber streiten, ob die beiden Fälle wirklich vergleichbar sind. Aber auf der anderen Seite ist der Frust von Sainz auch irgendwie nachvollziehbar.
Bei Audi ist man mit P12 und P14 nicht wirklich happy. Allan McNish erklärt: "Wir haben SQ1 recht problemlos gemeistert, und obwohl die erste Runde in SQ2 gut verlief, war die zweite für keinen unserer Fahrer ganz optimal."
"Ich glaube, wir hatten letztendlich die Performance dazu, unter die Top 10 zu kommen", ärgert er sich. Nico Hülkenberg selbst sagt nach P12 etwas zufriedener: "Es war ein ordentliches Sprint-Qualifying."
"In SQ1 sind wir sehr stark gefahren, und auch wenn wir in SQ2 nicht ganz so konkurrenzfähig waren, denke ich, dass dies unseren aktuellen Stand gut widerspiegelt", so der Deutsche.
Die Kollegen von Sky melden, dass man bei Ferrari davon ausgeht, dass Verstappen für die Situation mit Hamilton eine Strafe bekommen wird. Das heißt natürlich noch nichts, aber wir geben euch die Information einfach mal mit auf den Weg.
Mal sehen, wie lange die Rennkommissare für ihr Urteil brauchen.