Formel-1-Liveticker: Mercedes-Update ein Reinfall?
Nur P17 heute für den Deutschen, der sich ärgert: "Das Qualifying endete enttäuschend, denn die Runde lief gut, bis es im letzten Sektor zum Verbremser kam. Die Abstände sind derzeit so knapp, dass man jede Kurve richtig fahren muss."
Deswegen habe der Fehler "leider viel Rundenzeit gekostet", erklärt er. Renndirektor Allan McNish muntert ihn auf: "Angesichts des Renntempos, das er gezeigt hat, und seiner Fähigkeit, sich nach vorne zu kämpfen, glaube ich, dass wir morgen zwei Autos haben, die voll im Rennen sind."
Trotzdem sieht es für Gabriel Bortoleto nach P10 heute natürlich erst einmal deutlich besser aus. "Ich bin sehr glücklich. Ich glaube, das war eine mega Runde. Insgesamt waren alle Runden im Qualifying sehr gut", sagt er zufrieden.
"Nach einem schwierigen Wochenende in Baku halte ich das für eine sehr starke Reaktion, und es zeigt, wie gut das von uns mitgebrachte Upgrade-Paket ist", betont der Brasilianer.
Mal schauen, ob davon morgen auch noch Hülkenberg profitieren kann.
Zumindest ein Auto brachte man heute in Q2. Teamchef James Vowles erklärt: "Es war ein gutes Qualifying für Carlos, und es war toll zu sehen, wie er an die Tür zu Q3 klopfte, auch wenn er es nicht ganz geschafft hat - und das auf einer Strecke, von der wir wissen, dass sie unserem Auto nicht liegt."
Am Ende wurde Sainz 13. es fehlten aber sieben Zehntel zum Q3-Einzug. Trotzdem betont Vowles: "Das ist ein weiteres Zeichen dafür, dass wir Fortschritte gemacht haben, aber noch nicht genug, um auf dem Niveau zu sein, das wir brauchen, um um Punkte zu kämpfen."
Für Alexander Albon war dagegen schon in Q1 Feierabend. "Es war ein hartes Qualifying und nicht das Ergebnis, das wir uns gewünscht hatten. Wir haben für diese Session einige Änderungen am Auto vorgenommen, doch diese haben uns nicht die Leistung gebracht, auf die wir gehofft hatten", erklärt er.
In Baku noch in den Punkten, heute mit beiden Autos in Q1 raus. "Es war offensichtlich ein sehr hartes Qualifying. Ich habe das Gefühl, dass die Streckencharakteristik von Sepang unter all diesen Bedingungen unsere Schwächen wirklich deutlich gemacht hat", so Ayao Komatsu.
"Wenn man sich das Feld ansieht, sind wir die einzigen, die in Q1 drei Runden fahren, und unser Rundenprofil unterscheidet sich von dem der anderen, was zeigt, dass wir ein ganz spezifisches Problem haben, das die anderen nicht haben", so der Teamchef.
"Es ist nicht so einfach zu sagen, dass wir nicht genug Grip haben. Das spielt natürlich eine Rolle, aber bestimmte Bereiche des Autos sind nicht besonders stark, und das wurde im heutigen Qualifying wirklich deutlich", betont er.
"Auf meiner Seite waren wir das ganze Wochenende langsam", sagt Oliver Bearman und ergänzt: "Ich glaube nicht, dass wir besser sind als P15, aber ich bin mir sicher, dass ich es in Q2 geschafft hätte, wenn ich ein reibungsloses Wochenende gehabt hätte."
Fernando Alonso erklärt nach P12: "Es war unser bisher bestes Qualifying in dieser Saison, und in Q2 lagen wir etwa 1,5 Sekunden hinter der Spitze. So nah waren wir das ganze Jahr über noch nie dran."
"Das Auto ist das gleiche wie in den vergangenen Rennen, und es ist klar, dass uns auf den Geraden Leistung fehlt", betont er. Doch insgesamt scheine das Paket besser zur Strecke in Sepang zu passen.
Teamkollege Lance Stroll ergänzt nach P14: "In der zweiten schnellen Runde in Q1 hat es bei mir 'Klick' gemacht, und es lief viel besser. Ich habe mich im Qualifying im Auto wohler gefühlt als in den Trainings, auch wenn mir in Q2 einige Fehler unterlaufen sind."
Deshalb sei vielleicht sogar noch etwas mehr drin gewesen. "Aber wir werden sehen, was morgen bringt", so Stroll.
Der Ferrari-Pilot wurde Fünfter und startet morgen von P4. Er erklärt: "In Q1 war ich sehr zufrieden. In Q2 hatte ich dann aufgrund der Überhitzung der Hinterreifen etwas mehr zu kämpfen."
"Ich war mit dem Set-up ziemlich aggressiv und mir war das bewusst. Als es dann ins Q3 ging, wurden die Hinterreifen leider umso mehr überhitzt, je mehr ich das Tempo hochschraubte."
So landete er am Ende drei Plätze hinter seinem Teamkollegen, betont jedoch: "Der vierte Platz [beim Start] reicht aus, um vorne mitzukämpfen." Er hofft noch immer auf ein Spitzenergebnis.
Denn im Rennen könnte sich das Bild durch Reifenmanagement und Co. noch einmal verändern.
Der Italiener sagt über seinen Fehler in Q2 bei Sky: "Es ist natürlich schade wegen des Fehlers, aber alles in allem glaube ich ehrlich gesagt, dass bei einem fehlerfreien Qualifying [...] vielleicht P2 oder P3 möglich gewesen wäre."
Oder anders gesagt: Max Verstappen hätte er sowieso nicht bekommen. Das hat ja auch Toto Wolff schon gesagt. "Alles in allem müssen wir zufrieden sein, denn es hätte viel schlimmer kommen können", betont Antonelli daher.
"Wir werden uns auf morgen konzentrieren", kündigt er an und erklärt: "Es wird spannend. Ich glaube allerdings, dass Max in Sachen Tempo immer noch einen kleinen Vorsprung hat, und auch der Ferrari sah ziemlich stark aus."
Letztendlich wolle er einfach das bestmögliche Ergebnis holen. "Wenn wir gewinnen können, werden wir es versuchen. Wenn wir uns mit P2 oder P3 begnügen müssen, werden wir das tun", so Antonelli.
Bei Mercedes lief es nicht gut, aber George Russell war dann auch noch einmal schlechter als sein Teamkollege. Warum das so war, das weiß der Brite selbst nicht. "Nein", grübelt der WM-Zweite.
"Was die Rauheit des Asphalts angeht, ist diese Rennstrecke offensichtlich ein kleiner Sonderfall", betont er und erklärt: "An bestimmten Stellen der Strecke hat man das Gefühl, auf Schotter zu fahren."
"Das gilt für alle gleichermaßen. Allerdings macht sich das bei uns deutlich stärker bemerkbar als bei anderen", glaubt er. Zudem sei es ein "großes Fragezeichen", wie viel Zeit noch im Update stecke.
"Alle Zahlen deuten auf eine Verbesserung [durch das Update] hin. Aber natürlich ist es ein Sport, bei dem wir uns an den Rundenzeiten orientieren müssen und nicht daran, was die Zahlen sagen", weiß Russell.
Nur P6 und P7 heute für McLaren und Lando Norris erklärt, dass seine Q3-Runde eigentlich "sehr stark" gewesen sei. Die Probleme liegen also auf den Geraden, erklärt er.
"Ich habe auf jeder einzelnen Geraden das Nachsehen, sodass ich jedes Mal, wenn ich gut aus der Kurve komme, am Ende der Geraden einfach langsamer bin", berichtet er.
"Ich sollte weiter oben stehen, nicht unbedingt, weil ich meine Arbeit besser hätte machen können, sondern einfach, weil wir nicht das volle Potenzial aus dem Auto herausholen, das wir bräuchten", erklärt der Weltmeister.
Und Teamkollege Oscar Piastri ergänzt: "Ich glaube nicht, dass wir hier besonders konkurrenzfähig waren. Im ersten Training lagen wir noch weit zurück, aber ich denke, wir haben uns im Laufe des Wochenendes ein wenig verbessert."
"Aber meiner Meinung nach zeigt diese Strecke besonders deutlich, welche Herausforderungen wir haben, wenn es darum geht, das Beste aus diesem Auto herauszuholen."
Er sei daher "keine große Überraschung, dass wir dort stehen, wo wir stehen".
Der Ferrari-Teamchef erklärt nach P2 von Lewis Hamilton bei Sky: "Es war ein gutes Qualifying, aber der Erfolg kommt erst am Sonntag, niemals schon am Samstag."
"Wir wissen, dass es in diesem Rennen vor allem um den Reifenverschleiß, das Renntempo, das Reifenmanagement und vieles mehr gehen wird als nur um eine gute Startposition."
Trotzdem nehme er "ein gutes Qualifying" natürlich mit. "Aber ehrlich gesagt müssen wir uns jetzt voll und ganz auf das Rennen und das Rennmanagement konzentrieren", so Vasseur.
Für Aston Martin war es mit P12 und P14 eine erfolgreiche Qualifikation. Allerdings droht Lance Stroll womöglich noch eine Strafe. Er muss sich bei den Rennkommissaren verantworten, weil er in Q1 und Q2 jeweils unnötig langsam gefahren sein soll.
Bei so einem Verstoß gibt es in der Regel nur eine Verwarnung, aber bei Stroll scheint es gleich um mehrere Vorfälle zu gehen. Wir behalten das natürlich im Auge.
Der Rekordweltmeister ist ebenfalls happy mit P2 und erklärt: "Ich bin meinem Team wirklich sehr, sehr dankbar. Wir haben in all den Trainingssitzungen so viele Änderungen vorgenommen."
"Da die Autos ins Rutschen geraten und die Reifen überhitzen, war es wirklich schwer, eine gute Balance zu finden. Wir haben vor dem Qualifying noch eine letzte Änderung vorgenommen."
"Und ich glaube, wir haben den Sweet Spot getroffen", berichtet er und ergänzt: "Es ist großartig, dass ich den Rückstand auf Max, der das ganze Wochenende über so schnell war, auf zwei oder drei Zehntel verkürzen konnte."
Im Rennen morgen gehe es dann vor allem darum, auf die Reifen aufzupassen.
Erstmals seit 2025 steht der Niederländer wieder auf der Pole. "Es ist fantastisch", sagt er und erklärt: "Wir haben bei vielen Grands Prix versucht, die Poleposition zu holen."
"Manchmal waren wir näher dran als bei anderen, aber dass wir sie nun endlich geholt haben - wenn man bedenkt, wo wir zu Beginn der Saison standen -, ist ziemlich unglaublich."
"Ich bin zufrieden mit dem heutigen Tag und werde natürlich versuchen, morgen zu gewinnen. Wenn man von Platz eins startet, ist das das Ziel", kündigt er an.
Es wäre dann auch der erste Saisonsieg für Red Bull.
In knapp zehn Minuten beginnt das Qualifying in Malaysia und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Samstag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr das Rennen am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Haben die Bullen gleich eine Chance auf die Poleposition? Teamchef Laurent Mekies erklärt bei F1 TV, dass seiner Meinung nach "sechs oder sieben Autos" um einen Platz in der ersten Startreihe kämpfen werden.
Auf die Frage, ob man selbst eine Chance auf die Pole habe, antwortet er mit einem Lachen: "Wenn wir alles perfekt machen und Kimi nicht alles perfekt macht, dann haben wir eine Chance, darum zu kämpfen."
Heißt: Seiner Meinung nach ist Antonelli hier der Pole-Favorit.
Heute sind Aussagen von Formel-1-Boss Stefano Domenicali aufgetaucht, die viele Medien aufgegriffen haben. Dort wurde es so dargestellt, dass das Saisonfinale 2026 nun definitiv in Abu Dhabi stattfinden wird.
Faktisch ist das aber noch immer nicht sicher. Eine Einordnung der Domenicali-Aussagen findet ihr hier.