Formel 1 | Ocon-Rauswurf naht: Haas hat sechs (!) Kandidaten auf dem Zettel
Seit Wochen halten sich die Gerüchte über einen Rauswurf von Esteban Ocon bei Formel-1-Team Haas hartnäckig. Neue Nahrung bekommen diese Spekulationen nun durch eine Kandidatenliste, die sechs Fahrer umfassen soll, die der Rennstall als Alternativen im Blick hat.
Die Formel-1-Zukunft von Esteban Ocon beim Team Haas ist übereinstimmenden Berichten zufolge in ernsthafter Gefahr. Mehrfach hieß es nun schon, dass der Franzose vor dem Rauswurf stehe. Spätestens zum Ende der Saison 2026, vielleicht aber auch schon während der Saison, könnte es demnach dazu kommen.
Passend dazu berichtet das japanische Fachportal "Auto Sport Web" in dieser Woche von einer umfassenden Liste von Ersatzkandidaten, die bei den Verantwortlichen in der Schublade liegen soll. Nicht weniger als sechs Namen stehen drauf.
Ferrari-Junior sammelt Punkte bei Haas-Test
Als Alternative in Betracht gezogen werden demnach unter anderem Ferrari-Junior Rafael Câmara, McLaren-Reservefahrer Leonardo Fornaroli und Ryo Hirakawa, der aktuell schon bei Haas als Ersatzfahrer angestellt ist. Das Trio nahm nach dem Niederlande-GP an einem TPC-Test für Haas in Portugal teil. Offizielle Daten dazu gibt es nicht, laut "Auto Sport Web" soll Câmara dort aber den besten Eindruck hinterlassen und die schnellste Zeit gesetzt haben.
Für das Cockpit kommt dem Bericht zufolge auch Jack Doohan infrage, der ebenfalls schon bei Haas als Reservefahrer fungiert. Gegen ihn spricht allerdings seine finanzielle Situation, denn anders als die anderen Kandidaten hat er keinen zahlungskräftigen Sponsor oder ein größeres Team wie McLaren oder Ferrari im Rücken, das Haas das teure Dasein in der Formel 1 erleichtern könnte.
Bedient sich Haas bei Red Bull?
Darüber hinaus nennt "Auto Sport Web" zwei weitere prominente Namen, die auf der Kandidatenliste auftauchen. Dabei handelt es sich Liam Lawson und Yuki Tsunoda, die beide derzeit noch bei Red Bull beschäftigt sind.
Lawson würde allerdings nur dann zu einem Kandidaten werden, sollte er seinen Platz in Red Bulls B-Team verlieren. Danach sieht es im Moment aber nicht aus. Der Neuseeländer fährt bisher eine starke Saison, die Zeichen stehen deshalb klar auf RB-Verbleib.
Honda könnte zum Tsunoda-Problem werden
Bei Tsunoda sind die Vorzeichen andere. Der Japaner soll sich bereits in der IndyCar-Serie nach einem Cockpit umschauen, weil ihm Red Bull kein festes F1-Cockpit mehr bieten kann und will. Tsunodas übergeordnetes Ziel ist und bleibt jedoch die Formel 1. Sollte sich die Haas-Tür für ihn öffnen, würde er diese Gelegenheit wohl wahrnehmen.
Zum Knackpunkt könnten hier jedoch Tsunodas Verbindungen zu Honda werden. Haas wird bekanntlich vom großen Honda-Rivalen Toyota gesponsert. Dass beide Marken gemeinsam bei Haas mitmischen, ist schwer vorstellbar. Tsunoda müsste seine Verbindungen zu seinem langjährigen Partner wohl zunächst kappen. Ob er dazu bereit wäre, ist nicht bekannt.