Formel 1 | Teamchef Wolff schlägt heftigen Mercedes-Alarm: "Ratlos"
Beim Großen Preis von Bahrain, der dieses Jahr wegen des Kriegs im Nahen Osten in Malaysia ausgetragen wird, kämpfte Mercedes am Freitag noch mit Startschwierigkeiten - und das trotz eines umfangreichen Updates. Beim 3. Training sah es dann aber so aus, als wenn das Team mit dem Stern seine Vormachtstellung in der Formel 1 zurückerlangt habe. Ein trügerischer Schein, wie sich im Qualifying zeigte.
Nachdem Kimi Antonelli im dritten freien Training am Samstag in 1:36,302 Minuten die mit Abstand schnellste Runde gefahren war, war die Hoffnung bei Mercedes groß, dass sich der junge Italiener auch beim Qualifying den Ton angeben kann. Doch sowohl der WM-Spitzenreiter, als auch Teamkollege George Russell kämpften mit großen Problemen und verfehlten die erste Startreihe deutlich.
Antonelli setzte die viertbeste Zeit, Russell nur die achtbeste. Zwar dürfen die beiden Mercedes-Piloten wegen einer Startplatzstrafe für Isack Hadjar jeweils einen Platz weiter vorne in das Rennen am Sonntag gehen, die Unterschiede zu Red Bull, das sich in Person von Max Verstappen erstmals in dieser Saison die Pole sicherte, und Ferrari waren allerdings so deutlich, dass Toto Wolff anschließend Alarm schlug.
"Nichts" spricht für Mercedes beim F1-Rennen in Sepang
Das Resultat des Qualifyings sei "unheimlich enttäuschend", sagte er gegenüber "Sky": "Wir haben ein Update aufs Auto gebracht, das es ein paar Zehntel schneller machen sollte. Im Endeffekt ist aber das Gegenteil passiert und das Auto ist nun ein paar Zehntel langsamer geworden. So einen Rückstand haben wir nie gehabt. Wir haben einige Hausaufgaben zu machen."
Es sei "uns noch nie passiert, dass ein Update so daneben gegangen ist", man sei vorerst "ratlos". Für einen Sieg am Sonntag spreche aktuell "nichts", legte der Österreicher nach, der
Dass die Formel 1 am Wochenende in Malaysia und nicht in Bahrain gastiert, ergibt sich aus der Absage im Frühjahr 2026. Aufgrund des Konflikts in der Region konnte das Rennen damals nicht stattfinden und bis heute nicht nachgeholt werden, daher fungiert Bahrain nun in Sepang als Gastgeber. Damit kehrt die Formel 1 nach neun Jahren auf die Strecke nahe Kuala Lumpurs zurück, 12 der 22 Piloten fahren erstmals auf dem beliebten Kurs.