Formel 1: Zoff eskaliert! Heftige Vorwürfe von Flavio Briatore
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Da hat’s vor dem Großen Preis von Italien in Monza (Sonntag, 15 Uhr) aber richtig gekracht. Nicht auf der Strecke, sondern zwischen dem Alpine-Teamchef Flavio Briatore (76) und McLaren-Team-Boss Andrea Stella (55) …
Drei Monate nach dem Monaco- Grand-Prix hat jetzt ein Fia-Berufungsgericht Pierry Gasly (Alpine) den dritten Platz wieder aberkannt und ihn auf Rang sieben zurückgestuft. Es ging damals um das Tempolimit in der Boxengasse und mehrere Fünf-Sekunden-Strafen, die das Ergebnis mehrfach durcheinander gewürfelt hatten.
Dieses aktuelle Urteil brachte Alpine-Boss Flavio Briatore in Rage. In der offiziellen Fia-Pressekonferenz lederte der Italiener los. „Das ist sehr unfair. Wir akzeptieren die Entscheidung, doch was sehr seltsam war, waren die vier Richter im Gremium. Einer der Richter verhielt sich wie ein Staatsanwalt. Das ist kein großes Problem. Das Problem ist, dass er sehr eng mit dem Unternehmen McLaren verbunden ist, denn wir haben ein schönes Foto von diesem Mann bei einer Rede für McLaren im Jahr 2018 im MSO in Beverly Hills. Er hat eine Stiftung, die ‚One Drop Foundation’, und McLaren hat ihr zwei oder drei McLaren-Autos gespendet. Das war ziemlich unfair. Einer der Richter stand in Verbindung mit einem Team, das gegen uns vorgegangen ist.“
McLaren-Teamchef Andrea Stella reagierte sofort in Richtung Briatore. „Wenn Sie über diese Art von Vorwürfen sprechen wollen, dann halte ich das für unangebracht. Ich begrüße die Entscheidung des Berufungsgerichts.“
Briatore wetterte weiter Richtung Stella: „Ein Richter muss normalerweise völlig unabhängig sein. Und dieser Richter, ein Amerikaner namens Filippo Marchino, war während der Anhörung sehr unfreundlich und trat wie ein Staatsanwalt auf. Ich meine, dass bei einem Urteil der Richter unabhängig sein muss und nicht jemand, der für McLaren spricht und der das McLaren-Auto für wohltätige Zwecke nutzt. Das ist der Punkt. Ich bin sehr überrascht, dass dieser Typ eine Verbindung zu McLaren hat.“
Dann schwiegen die Streithähne – zumindest vor den Mikrofonen. An dem Urteil ist nichts mehr zu ändern.